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„Tremsdorf hat das beste Wasser der Region“

Wasserwerk in Tremsdorf saniert „Tremsdorf hat das beste Wasser der Region“

Die Tremsdorfer haben es schon, die Fresdorfer und Stückener bekommen es bald – das beste Trinkwasser der Region. Gefördert wird es im Tremsdorfer Wasserwerk, das gerade umfangreich saniert und modernisiert wurde. Im Oktober soll es wieder in Betrieb gehen und dann auch erstmals Fresdorf und Stücken mit versorgen.

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„Was früher im Wasserwerk drin war, ist komplett erneuert worden.“ Andreas Roos und Karin Krüger in der Halle mit den neuen Anlagen.

Quelle: Jens Steglich

Tremsdorf. In Zeiten, in denen Flughäfen gefühlt nie und Freizeitbäder Monate oder Jahre später als geplant öffnen, ist es eine Nachricht für sich, wenn ein Wasserwerk umfangreich saniert und modernisiert und noch dazu eine 2,6 Kilometer lange Versorgungsleitung verlegt wurde und alles zusammen innerhalb eines halben Jahres fertig wird. So ist es gerade in Tremsdorf geschehen, wo die Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH (MWA) im Auftrag des Zweckverbandes Mittelgraben das dortige Wasserwerk seit April einer Generalüberholung unterzogen hat.

Ganz fertig ist das Sanierungswerk für insgesamt 720 000 Euro noch nicht. Die Außenanlagen müssen noch gemacht werden und derzeit laufen die Prüfungen der Betriebsabläufe und Analysen des Wassers. Im Oktober soll das Wasserwerk wieder in Betrieb gehen, sagt Andreas Roos, Meister der Wasserwirtschaft. Drei Tage vorher bekommen die Trinkwasserkunden im Einzugsbereich ein Schreiben. Info-Post erhalten neben den Tremsdorfern dann auch die Fresdorfer und Stückener. Das Wasserwerk im Nuthetaler Ortsteil wird nach der Sanierung die beiden Michendorfer Orte mit versorgen. Dafür wurde eine 2,6 Kilometer lange Überlandleitung zwischen Tremsdorf und Fresdorf gelegt. Sie war als erstes im Juli fertig, um das Wasserwerk für einige Wochen vom Netz nehmen und in Ruhe sanieren zu können. Seit Juli erhalten die Tremsdorfer deshalb ihr Wasser vorübergehend aus Fresdorf, das im Wildenbrucher Wasserwerk gefördert wird. Sobald Tremsdorfs Wasserwerk wieder in Betrieb ist, fließt das Wasser in umgekehrte Richtung. Erstmals bekommen dann Fresdorf und Stücken das Wasser vom kleinen Nachbarn.

„Tremsdorf hat das beste Wasser in der Region“, sagt Roos. Es liegt in einer Tiefe zwischen 130 und 146 Metern, ist damit gut geschützt und hat einen Härtegrad von acht bis zehn. Potsdams Trinkwasser hat 16 bis 18 Grad deutscher Härte, in Teltow sind es 20 bis 24 Grad. „Dort müssen die Armaturen von Geräten häufiger geputzt werden.“

Tremsdorfs Wasser hat noch eine Besonderheit, weiß Karin Krüger, bei der MWA für den Betrieb der Wasserwerke zuständig. Es ist artesisches Wasser: Es sprudelt in den drei Brunnen ein bisschen wie ein Geysir nach oben, weil es eingepresst zwischen Bodenschichten unter Druck steht. Aus dem Wasser wird nur Eisen und Mangan herausgefiltert. Desinfektionsmittel oder ähnliches kommen nicht zum Einsatz. „Es fließt reines Naturwasser ohne Chemie aus dem Hahn. Es ist preiswerter als Mineralwasser aus dem Supermarkt und mindestens genauso gut“, sagt Andreas Roos. Laut Roos werden Trinkwasserversorger öfter kontrolliert als Mineralwasserhersteller.

Das Verlegen der Wasserleitung nach Fresdorf hat auch die Versorgungssicherheit verbessert, sagt Karin Krüger. Entstanden ist eine Verbindung, die bei Havarien oder Stromausfällen einen großen Vorteil hat. Sollte das Wildenbrucher Wasserwerk einmal ausfallen, kann das Tremsdorfer Pendant am anderen Ende der Leitung auch dort die Versorgung übernehmen. Fällt das Wasserwerk in Tremsdorf aus, fließt Wasser aus Wildenbruch aus den Hähnen der Tremsdorfer.

Wasserwerk-Sanierung

Am Tremsdorfer Wasserwerk, das Anfang der 1970er Jahre gebaut wurde, ist innen wie außen saniert und modernisiert worden.

Dach, Wärmedämmung, Fenster und Fassade sind genauso neu wie die Anlagen im Wasserwerk und an den Brunnnen. Die Sanierung kostete knapp 500 000 Euro, die Verlegung der Wasserleitung nach Fresdorf 220 000 Euro.

Um Fresdorf und Stücken mit zu versorgen, wird die Förderkapazität von bisher 10 000 bis 12 000 Kubikmeter Wasser im Jahr auf 50 000 erhöht.

Von Jens Steglich

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