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Trennung von Bäder AG im Endspurt

Werder gründet Ausschuss für Vollendung der Therme Trennung von Bäder AG im Endspurt

Seit Wochen ist die Trennung der Stadt Werder von der Kristall Bäder AG für den Bau der Blütentherme beschlossen. Doch die Trennung wird erst im März beurkundet. Wann weiter gebaut wird ist noch offen. Der neue Badausschuss der Stadt soll nun weitere Schäden für die Stadt verhindern und das weitere Vorgehen begleiten.

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Nur das Unkraut wächst an der künftigen Blütentherme in den Havelauen. 2018 soll sie fertig sein, wann weiter gebaut wird, ist noch offen.

Quelle: Köster

Werder . Seit Wochen ist die Trennung der Stadt Werder von ihrem Vertragspartner beim Bau der Blütentherme für die Stadtverordneten beschlossene Sache. Bereits seit Monaten bewegt sich nichts mehr auf der Baustelle, wo die Stadt mit der Kristall Bäder AG im Oktober 2011 den Grundstein für die Blütentherme gelegt hatte. Nun aber soll die Scheidung der verkrachten Partner im März beurkundet werden. Darüber informierte Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) am Mittwoch die Stadtverordneten im Badausschuss auf seiner ersten Sitzung. Bestandteil der Trennungsakte und Vertragsaufhebung ist auch ein Kauf von Grundstücken an der Therme von Seiten der Stadt Werder. Die Flächen hatte die Kristall Bäder AG ursprünglich für weitere Ansiedlungen an der Therme erworben.

Wie es nach der Trennung von der Kristall Bäder AG weiter geht, wann wieder gebaut wird, sagte die Bürgermeisterin nicht. Doch bereits im vergangenen Jahr hatte sie klargestellt, dass das Bad weitergebaut wird. Offen sei, wie die Stadt das Bad vollenden wird und wer es übernimmt. Die Stadtverordneten im neu gegründeten Badausschuss, der anders als die bisherige Bad AG öffentlich tagt, sollen neben der Verwaltung weitere Schäden für die Stadt beim Badbau verhindern.

Das öffentliche Interesse für die erste Ausschusssitzung am Mittwoch war ernüchternd. Im Saal des Rathauses saß neben den Stadtverordneten und Vertretern der Verwaltung nur einsam ein Bürger. In der Bürgerfragestunde zum Beginn der Sitzung und zum Abschluss herrschte absolute Stille. Sowohl Ausschussvorsitzende Anja Spiegel (SPD) als auch Bürgermeisterin Manuela Saß bedauerten die geringe Anteilnahme der Werderaner. „Damit haben wir wirklich nicht gerechnet“, sagt Saß sichtbar enttäuscht. Sie kündigt für März die nächsten Sitzung des Gremiums an. „Dann wollen wir über die Ergebnisse der Vertragsaufhebung und notariellen Beurkundung informieren.“ Künftig soll sich der Ausschuss auch auf der Baustelle treffen. Die Termine werden aber oft von Fristen bestimmt, die von der Stadt bei den nächsten Vorhaben einzuhalten sind. „Für die Treffs auf der Baustelle sollte die Stadt schon mal Helme und Gummistiefel anschaffen“, sagte Spiegel und sorgte für ein bisschen Optimismus in der Runde. Peter Kreilinger (CDU) sprach seine Hoffnung aus, dass die Stadt sich alle Prüfberichte zum Bau von der Bäder AG vollständig aushändigen lässt. Die künftige Sicherung der Baustelle sorgfältig vorzubereiten, mahnten Sigmar Wilhelm (Freie Bürger) und Peter Hinze (Linke) als Gast der Runde an.

Werder hat 17,1 Millionen Euro gezahlt

Den Grundstein für eine Therme im Wert von ursprünglich 18 Millionen Euro haben die Stadt Werder als Bauherr und ihr Partner die Kristall Bäder AG im Oktober 2011 gelegt.

17,1 Millionen Euro hat die Stadt bereits jetzt gezahlt, obwohl die Therme noch längst nicht fertig ist.

Seit Herbst 2014 sind die Bauarbeiten an der Therme blockiert, weil die Bäder AG mehr Geld von der Stadt forderte und die Stadt auf Zahlung verklagte. Diese reagierte mit einer Gegenklage.

Eine Gerichtsverhandlung zur Einigung über den gemeinsamen Weiterbau scheiterte.

Im November 2015 beschließen die Stadtverordneten die Beendigung des Vertrages mit der Kristall Bäder AG.

Von Regine Greiner

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