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„Nicht ohne meine Märkische“

Heide Sagelsdorff ist eine treue Leserin „Nicht ohne meine Märkische“

Immer auf dem aktuellen Stand: Heide Sagelsdorff (72) ist Teltowerin. Seit 50 Jahren wohnt sie dort – und sie bekommt jeden Tag die MAZ. Die liest sie übrigens schon 50 Jahre und erinnert sich genau, dass die Regionalzeitung damals noch Märkische Volksstimme hieß.

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Heide Sagelsdorff war als Mütterberaterin 1987 schon einmal mit Bild in der MV, die inzwischen MAZ heißt und farbig gedruckt wird.

Quelle: C. Krause

Teltow. Wenn Heide Sagelsdorff in Teltow gegen 11.30 Uhr noch nicht die Zeitung gelesen hat, dann muss etwas dazwischen gekommen sein. Es war ein Treffen mit der Journalistin, denn die 72-jährige Teltowerin feiert zweifaches Jubiläum: Sie wohnt jetzt seit 50 Jahren in ihrer Wohnung in der Käthe-Niederkirchner-Straße und bezieht seitdem auch die Märkische Allgemeine Zeitung, die in der DDR Märkische Volksstimme hieß.

„Wir waren noch nicht einmal eingezogen, da hatten wir schon die Zeitung bestellt“, erinnert sich die agile Seniorin. Auf dem Wohnzimmertisch liegen neben der aktuellen MAZ-Ausgabe zwei vergilbte Zeitungsausschnitte von Artikeln aus den Jahren 1979 und 1987, in denen die gelernte Krippenerzieherin, Gesundheitsfürsorgerin und spätere Sozialarbeiterin („Ich habe viel auf der Schulbank gesessen.“) einst „vorgekommen“ ist. Und siehe da, sie hat sogar noch das Originalfoto von einst, das sie als Fürsorgerin in der Mütterberatung zeigt – alles in schwarz-weiß.

„Jetzt ist die MAZ bunt, das ist schon schön“, sagt die treue Leserin, die „nicht ohne meine ’Märkische’ auskommt“. Meckerstimme, wie das Blatt seit Jahrzehnten auch gern genannt wird, kommt der Frau aber nicht über die Lippen. Obwohl auch ihr nicht immer alles gefällt. Welcher Schauspieler von wem ein Kind erwartet zum Beispiel, interessiert sie nicht. „Ich weiß ja, dass die Zeitung so etwas trotzdem drin haben muss“.

Auch anderen „Schnulli“ mag sie nicht so sehr, dafür aber unbedingt das Neueste aus der Region Teltow. „Ich möchte doch wissen, was bei uns passiert“, sagt sie. „Bei uns“ reicht bis ins weite Brandenburger Land. Auch die Kolumnen, Ratschläge zu Gesundheit, Recht, Ernährung und Garten sind ihr wichtig. „Ich schneide oft Artikel aus, die vielleicht andere interessieren könnten, die die Zeitung nicht haben.“ Der früheren „Hof- und Gartenseite“ trauert sie allerdings sehr nach.

Während Ehemann Henry (80) die große Weltpolitik und das Kreuzworträtsel als erstes in die Hände nimmt, arbeitet sich seine Frau von Lokal bis Sport intensiv durch. Da ihre beiden Enkelsöhne Fußballer sind , muss die Oma, die früher selbst Handball gespielt hat und noch heute Sport treibt, auf dem Laufenden bleiben. Also schneidet sie auch Sportartikel aus.

Die Liebe zur MAZ geht soweit, dass sie die gesammelten Zeitungen nach 14 Tagen Urlaub noch durchforstet. „Sie ist schon ein bisschen verrückt“, sagt der Gatte und strahlt seine Frau liebevoll an. Dann fügt er anerkennend hinzu, dass sie ja auch alle ihre Schiffsreisen „aus der MAZ hatten“. Ihre Teltower Wohnung ist übrigens internetfreie Zone.

Von Claudia Krause

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