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Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen: Rathauschef grübelt
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen: Rathauschef grübelt
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00:19 19.01.2016
Michael Knape (2.v.l.) beim Neujahrsempfang des Treuenbrietzener Bürgervereins Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Bürgermeister Michael Knape (parteilos) will womöglich nicht für eine dritte Amtszeit als Stadtoberhaupt kandidieren. Das kündigte der Verwaltungschef am Freitagabend beim Neujahrsempfang des Treuenbrietzener Bürgervereins (TBV) an, dem er vorsteht. Bekannt geben will der 46-Jährige seine verbindliche Entscheidung bis Ende März diesen Jahres. „Bis dahin werde ich das Gespräch mit allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, mit meiner Familie und dem TBV suchen“, kündigte Knape vor circa 50 Gästen im Heimatmuseum an. Sein Ziel sei es, rechtzeitig vor dem Wahltermin im Jahr 2017 „für alle Seiten Klarheit in dieser Frage zu schaffen“.

Haushaltskonsolidierung ist auf dem Wege

Als Grund für seinen möglichen Rückzug von der Stadtspitze ließ der Bürgermeister die Sorge um seine Gesundheit durchblicken. „Drei Bypassoperationen in Reihen des TBV allein in vorigem Jahr sind genug“, sagte Knape, der voriges Jahr selbst betroffen war, vor Parteifreunden und Gäste aus Vereinen und Wirtschaft. „Ich würde den Job schon sehr gerne weiter machen, aber nicht um jeden Preis“, erklärte der Bürgermeister gegenüber der MAZ.

Immerhin sei es gelungen, den Haushalt der vor allem aus Altlasten heraus finanziell angeschlagenen Stadt zu stabilisieren. „Sechs Jahre in Folge konnten wir nun die Ziele der Haushaltskonsolidierung halten“, sagte Knape. Gerne würde er auch die Früchte dieser Arbeit einfahren, sagte er der MAZ. Doch habe der Gesundheitsaspekt nun einen höheren Stellenwert für ihn.

Auch Vorsitzender der AG „Historische Stadtkerne“

Knape ist seit Januar 2002 Chef im Treuenbrietzener Rathaus. Im September 2009 wurde er mit 69 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit von acht Jahren bestätigt. Damals war er noch für die FDP angetreten, die er 2012 gemeinsam mit acht Mitgliedern des Ortsverbandes verließ. Seit 2008 ist Knape zudem Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der 31 Städte mit historischen Stadtkernen Brandenburgs. „Da fallen über die Rathausarbeit hinaus viele weitere Termine als zweite Schicht an“, sagte Michael Knape am Freitagabend.

Von Thomas Wachs

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