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Potsdam-Mittelmark Vor 65 Jahren auf den Hund gekommen
Lokales Potsdam-Mittelmark Vor 65 Jahren auf den Hund gekommen
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07:58 12.08.2014
Spannung in der Arena: Bewegung, Körperbau und Kondition müssen die von ihren Haltern geführten Hunde der Jury zeigen. Quelle: H. -D. Kunze
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Treuenbrietzen

Hunderte Züchter und Halter kamen mit ihren edlen Tieren aus vielen Teilen Deutschlands am Sonntag nach Treuenbrietzen. Dort richtete auf abgelegenen Gelände die Ortsgruppe Treuenbrietzen im Verein für Deutsche Schäferhunde ihre nunmehr 37. Zucht- und Nachwuchsschau aus. Den Zuchtrichtern vorgestellt wurden zudem Tiere aus den USA, Griechenland, Polen und den Niederlanden.
Der Treuenbrietzener Verein besteht seit 65. Jahren. Gegründet wurde er 1949. Wie viele Tiere in all den Jahren trainiert wurden, darüber gibt es keine exakten Zahlen. Auch die Mitgliedschaft schwankte. „Bis zur Wende war sie recht hoch, dann nahm sie deutlich ab“, erzählt Ingo Jelitto. „Heute sind noch 29 Hundesportler in unseren Reihen“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Es gab Höhen und Tiefen. Aber wir haben uns immer wieder durchgebissen“, ergänzt Hans-Joachim Knape. „Dafür lieben wir unseren Sport zu sehr“, sagt das Vorstandsmitglied. Mit den Jahren ist am Hellberg ein attraktives Domizil mit idealen Trainingsmöglichkeiten und einem schmucken Vereinsheim entstanden.

60 Züchter stellten ihre Tiere vor

Am Wochenende waren dort 60 Züchter und Halter mit ihren Tieren auf den Starterlisten eingetragen. Die Deutschen Schäferhunde und die Rasse Langstockhaar – also Schäferhunde mit dichterem Fell – wurden von den erfahrenen Richtern Nancy Herms, zuständig für die Rüden, und Frank Goldlust, Experte für die Hündinnen, mit kritischem Blick sachkundig begutachtet und bewertet. Den Besten winkten Pokale und Urkunden.

In zwei Arenen wurden die Tiere den Zuchtrichtern präsentiert.

Bewertungskriterien sind Schönheit, Bewegung und Körperbau. Dazu müssen die Hunde über eine bestimmte Winkelung der Läufe, einen guten Gebissstatus und eine vorgeschriebene Widerristhöhe aufweisen. Diese darf bei Hündinnen 60 und bei Rüden 65 Zentimeter nicht übersteigen. Ein stabiler, fester Rückenbau und auch die Kondition der Tiere sind weitere Kriterien. Durchhaltevermögen ist auch bei den Hundeführern gefragt. Denn viele Schäferhunde ziehen ziemlich kräftig an der Leine. Renate van Steinvoorn hatte sich hinter einem umgeklappten Sonnenschirm versteckt und feuerte mit einer Tröte ihren 14 Monate jungen Rüden „Newton von Frankengold“ an. Er wurde von ihrem Lebenspartner Joachim Wozniack durch den Parcours geführt. Das Dreigestirn ist im holländischen Groningen zu Hause.

Interview mit Ingo Jelitto

Ingo Jelitto ist Vorsitzender der Ortsgruppe Treuenbrietzen im Verein für Deutsche Schäferhunde.
MAZ: Muss man Züchter oder Halter von Schäferhunden sein, um in Ihrem Verein Mitglied zu werden?
Ingo Jelitto: Keinesfalls, eine Mitgliedschaft bei uns steht allen offen. Egal welche Hunderasse man bevorzugt.
Was muss man mitbringen?
Jelitto: Ganz einfach, die Liebe zum Tier, Spaß an sportlicher Betätigung und vielleicht den Ehrgeiz, seinem Tier etwas mehr beizubringen als nur die Kommandos „Sitz“ und „Platz“.
Wie geht das denn?
Jelitto: Wir haben drei Fachausbilder mit der entsprechenden Lizenz in unseren Reihen. Mirko Kadach, Fred Tabbert und meine Wenigkeit.
Wie steht es um den Mitgliedernachwuchs?
Jelitto: Auch wir haben Sorgen um Nachwuchs, wie fast jeder Verein. Hinzu kommt, dass der Hundesport doch recht anspruchsvoll und aufwändig ist.
Interview: H.-Dieter Kunze

Erstmals Wettkampfluft schnuppern ließen vier Damen aus Berlin ihre zwölf Wochen jungen Hündinnen Marpel und Marnie. Es sind Geschwister. Mit dabei hatten die Berlinerinnen auch die anderthalbjährige „Hunde-Nanny" Polly, einen Zwerg-Griffon. Der kleine schwarze Hund hatte die eigentlich viel kräftigere Schäferhund-Mutter bei der Welpenaufzucht mit mütterlichem Instinkt unterstützt. „Wir kommen gern nach Treuenbrietzen. Nächstes Jahr sind wir mit unseren Schäferhündinnen bestimmt bei der Schau dabei“, versichern die Damen am Rande des Wettkampfplatzes. „Der Deutsche Schäferhund hat unter Hundeliebhabern immer noch ein sehr hohes Ansehen, auch im Ausland“, sagt Ingo Jelitto. Kritik, wonach die Rasse überzüchtet sei, teilt er nicht. „Alle Tiere unterliegen einer strengen veterinärärztlichen Kontrolle. Zur Zucht werden nur Schäferhunde mit makellosem Gesundheitszustand zugelassen“, so der Experte.

Von H.-Dieter Kunze

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