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Treuenbrietzen nächstes Jahr Nadelöhr

Drei Straßenbaustellen gleichzeitig Treuenbrietzen nächstes Jahr Nadelöhr

In Treuenbrietzen könnten nächstes Jahr drei von fünf Hauptverkehrsadern gleichzeitig gesperrt sein. Das sehen Baupläne des Landes für Abschnitte der Bundesstraßen 102 und 2 sowie für die Friedhofskurve an der Landesstraße 85 vor. Noch sind die Mammut-Pläne aber noch nicht alle in Sack und Tüten.

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Am Friedhof erhält die L 85 einen völlig neuen Kurvenverlauf .

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen . Das kommende Jahr wird hart für Treuenbrietzen: An drei Hauptverkehrsadern will das Land gleichzeitig marode Abschnitte sanieren und umbauen. Das sehen die Planungen des Landesbetriebes Straßenwesen (LSB) vor. So soll auf der Bundesstraße 2 in Richtung Potsdam der Abschnitt von der Nieplitzbrücke am Gymnasium bis zur Schlalacher Straße erneuert werden. Auch Gehwege, Mittelinseln sowie Radspuren auf der Fahrbahn und vereinzelt Parkbuchten entstehen neu.

Diese Arbeiten an der B 2 schließen auch die Neugestaltung des Berliner Dreieckes in Regie der Kommune ein. Zudem plant das Land, auf der Bundesstraße 102 in Richtung Niemegk, die Belziger Straße zwischen Kreisverkehr und Hans-Grade-Weg zu erneuern. Dort werden einseitig Geh- und Radwege neu angelegt und die Friedhofsmauer mit einer Spundwand gesichert.

Neue Führung über jetzigen Parkplatz

Zudem entsteht für die derzeit gefährliche Kurve um die Friedhofsecke an der Landesstraße 85 eine neue Führung in einem größeren Bogen über den jetzigen Parkplatz. Dessen Stellplätze liegen künftig im Innenbereich der größeren Kurve direkt vor dem Eingang zur Begräbnisstätte. Somit wäre während der Bauzeit dann auch die Brücker Straße in Richtung Autobahn 9 dicht. Konkretisierte Pläne zu allen Bauvorhaben des LSB stellte Treuenbrietzens Bauamtsleiter in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung vor. „Wenn wir alle Sperrungen und Umleitungen wirklich gleichzeitig haben sollten, ist das womöglich besser als dreimal hintereinander“, sagte Behördenleiter Christoph Höhne.

Für das Berliner Dreieck muss die Stadt viel zahlen

Höhne verwies allerdings darauf, dass noch längst nicht alle Fragen geklärt seien. So müssten noch der Grunderwerb und andere Finanzfragen geregelt werden. Große Probleme für die Kommune entstehen am Berliner Dreieck. Während die Stadt ihre Anteile an den Straßenbauten zu 75 Prozent gefördert bekommt, gilt das für den Berliner Platz abseits der Straße nicht. Lediglich die Planungskosten dafür trägt das Land mit. Dort muss die Stadt rund 300 000 Euro aufbringen, „von denen wir noch nicht wissen, wie wir sie finanzieren sollen“, sagte Höhne. Anträge auf Sonderzuweisungen des Landes sollen gestellt werden.

Für alle Bauprojekte des Landes in Treuenbrietzen werden auch Anliegerbeiträge fällig. Sie werden anteilig für die Arbeiten an Gehwegen und Straßenleuchten erhoben. Für alle Projekte sind daher noch Anliegerversammlungen geplant. „Sie finden statt, sobald die Pläne und Termine wirklich spruchreif sind“, sagte Höhne.

Von Thomas Wachs

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