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Treuenbrietzen stellt Grundstück bereit

Kommune kassiert bei Windkraft Treuenbrietzen stellt Grundstück bereit

Im Wald bei Tiefenbrunnen sollen auf einem Grundstück der Stadt Treuenbrietzen zwei Windräder gebaut werden. Dafür hat die Firma Energiequelle jetzt den Bauantrag gestellt. Die Kommune behält sich vor, die Windräder später mal selbst zu erwerben und zu betreiben. Dazu läuft die juristische wie finanzielle Prüfung.

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Wie hier bei Rietz sollen Windräder bald auch bei Tiefenbrunnen im Wald stehen.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen . Die Stadt Treuenbrietzen möchte finanziell von Erträgen aus Windkraftanlagen profitieren. Dazu billigten die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses jetzt den Bauantrag der Firma Energiequelle aus Kallinchen bei Zossen (Teltow-Fläming). Sie möchte gemäß eines bereits erfolgten Vergabeverfahrens unter vier Interessenten jetzt auf einem kommunalen Grundstück im Wald bei Tiefenbrunnen zwei Windräder vom Typ Enercon E 115 mit einer Gesamthöhe von knapp 207 Metern errichten. Die Kommune verpachtet das Baugrundstück zunächst an den Investor.

Vorkaufsrecht für die Stadt

Dieses Modell hatten die Stadtverordneten schon voriges Jahr gebilligt. Laut Bürgermeister Michael Knape (parteilos) könnten über das Pachtmodell mindestens Einnahmen von rund 100.000 Euro pro Jahr erzielt werden. Steigern ließen sich diese Erlöse, wenn die Kommune selbst als Bauherr auftreten würde, erklärte der Rathauschef damals. Dazu sieht der Pachtvertrag ein Vorkaufsrecht für die Stadt vor. Sie lässt dazu derzeit noch juristisch und finanziell die Möglichkeiten prüfen, um die Anlagen später selbst zu erwerben und zu betreiben. Dabei war zuletzt auch eine Kooperation mit der Nachbarkommune Jüterbog im Gespräch, die ähnliche Ziele verfolgt.

Die Baufläche im Treuenbrietzener Stadtwald ist im Teilflächennutzungsplan „Windkraftnutzung“ der Kommune als Konzentrationszone für Windenergie ausgewiesen. Im Regionalplan Havelland-Fläming gehört die Fläche zum Eignungsgebiet Nummer 34 um Altes Lager.

Hauptausschuss kritisiert

Nach Angaben der Firma Energiequelle sollen die zwei Windkraftanlagen im zweiten Quartal des kommenden Jahres errichtet werden. Sie rücken dann auf einen Abstand von 1,15 Kilometern zum Treuenbrietzener Gemeindeteil Tiefenbrunnen sowie 1,75 Kilometer entfernt von Malterhausen an bewohnte Orte heran. Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch Rotorbewegungen und Beleuchtung sowie Geräuschbelästigungen werden nicht ausgeschlossen Die Investoren argumentieren mit der bereits vorhandenen „deutlichen Vorbelastung“ aus dem Windpark Altes Lager.

Im Hauptausschuss stieß dies auf Kritik. „Nur weil schon Belastung der Bürger da sind, können sie ja nicht noch immer stärker werden“, sagt Detlef Höhne (Die Linke). Nach Ansicht des Stadtverordneten aus Tiefenbrunnen trägt die Region um Treuenbrietzen durch dutzende Windkraftanlagen „bereits überdurchschnittlich stark zur Energiewende bei“. Auch CDU-Fraktionschefin Anja Schmollack sprach sich prinzipiell gegen weitere Windkraftanlagen in Stadtgebiet aus.

Von Thomas Wachs

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