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Treuenbrietzen Edeka und Lidl kämpfen gemeinsam für neue Filialen
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Edeka und Lidl kämpfen gemeinsam für neue Filialen
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16:56 14.03.2019
Beim Informationsabend der CDU stellten Cornelia Barfknecht und Markus Schwer Pläne von Lidl und Edeka für neue Märkte in Treuenbrietzen vor. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Die Handelsketten Lidl und Edeka ziehen jetzt gemeinsam in den Kampf, um in Treuenbrietzen schnellstmöglich zwei neue Supermärkte errichten zu dürfen.

Dazu wollen sie eine eigene Verträglichkeitsstudie finanzieren. Damit soll nachgewiesen werden, welche Auswirkungen die Ansiedlung zusätzlicher Märkte auf die Handelsstruktur der Kleinstadt hat.

Die neu in die Stadt drängenden Handelsketten gehen davon aus, dass ihre Ansiedlung die Angebotsvielfalt bereichert und keine schädlichen Auswirkungen auf bestehende Handelsstrukturen haben werde.

Das erklärten der Standortentwickler Markus Schwer vom Edeka- Immobilienservice sowie Cornelia Barfknecht, Portfoliomanagerin der Lidl-Immobilienabteilung, gleichlautend am Mittwoch bei einem Informationsabend.

Eingeladen hatte dazu Anja Schmollack, die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, in ihr Bürgerbüro. Dort drängten sich gut 30 interessierte Bürger und Stadtverordnete.

Einzugsgebiet analysiert

Die Handelskonzerne gehen nach ihrer Analyse rund um Treuenbrietzen von einen Einzugsgebiet mit circa 10.000 bis 12.000 Kunden aus, was wirtschaftlich sei. Die Stadt Treuenbrietzen samt Ortsteilen allein hat gut 7500 Einwohner.

Treuenbrietzen gehöre jedoch zu den wenigen Orten im Land Brandenburg, „in denen in den zurückliegenden Jahren vergleichsweise wenig passiert ist“ für eine zeitgemäße Handelsstruktur, sagte Markus Schwer.

Daher sehen Lidl wie Edeka gute Chancen für ihre erfolgreiche Ansiedlung. Dabei fürchten sie nicht die direkte Konkurrenz. „Auch anderswo sind wir gemeinsam am Ort und sehen Synergieeffekte, die gegenseitig Kunden anziehen und die Kaufkraft in der Stadt halten“ , sagte Cornelia Barfknecht von Lidl. Die gewachsenen Ansprüche der Kunden machten heute weitläufigere Märkte nötig.

Wunschgrundstücke gesichert

Beide Handelsketten haben nach eigenen Angaben ihre Wunschgrundstücke bei privaten Eigentümern bereits gesichert. Edeka möchte an der Bundesstraße 2 links kurz vor der Einmündung der Schlalacher Straße bauen.

Für den „Vollsortimenter“ ist ein Markt mit 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche, 500 Quadratmetern Nebenfläche sowie 200 Stellplätzen und bis zu 40 Mitarbeitern geplant.

Ursprüngliche Pläne, den Altstadt-Komplex vom ehemaligen Aldi-Markt bis zur Töpfer- und der Grünstraße komplett neu zu bebauen, scheiterten. Edeka haben nicht alle Gebäude erwerben können, die teils abgerissen werden sollten, erklärte Markus Schwer in der Diskussionsrunde.

Neue Arbeitsplätze in Aussicht

Der Discounter Lidl möchte indes auf dem Areal eines Autohauses an der Bahnhofstraße auf 6700 Quadratmetern im Außenbereich einen Neubau mit 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche und 74 Parkplätze errichten. Bis zu 20 Arbeitsplätze – vorwiegend in Teilzeit – könnte es geben, erklärte Cornelia Barfknecht.

Doch hatten die Stadtverordneten im Februar beschlossen, zunächst ein Einzelhandelskonzept auf den Weg zu bringen, um die Strukturen sowie das Potenzial und mögliche Risiken für den Handelsstandort Treuenbrietzen von Experten analysieren zu lassen. Die Abgeordneten setzten eine Frist. Das Konzept soll bis 30. April aufstellungsreif sein.

Baurecht noch nicht vorhanden

Von den Ergebnissen soll die Ansiedlung neuer Märkte abhängig gemacht werden. Die Stadt müsste für beide Neubauprojekt Bebauungsplänen zustimmen und diese mit den Investoren gemeinsam entwickeln.

Die Handelskonzerne möchten indes so schnell wie möglich loslegen. Sie rechnen mit mindestens zwei Jahren Planungszeit und sechs bis zwölf Monaten Bauzeit. Beide Unternehmen hoffen auf eine Unterstützung der Bürger, der Stadtverordneten sowie der Verwaltung.

Offen für ein breiteres Handelsangebot

Bei dem Informationsabend zeigten sich die meisten Bürger offen für ein breiteres Handelsangebot in der Stadt. Doch wurden auch Bedenken laut zur verkehrstechnischen Anbindung der neuen Märkte.

Diese Fragen könnten jedoch erst im nächsten Schritt einer konkreten Projektplanung exakter untersucht werden, erklärten Cornelia Barfknecht und Marcus Schwer.

Von Thomas Wachs

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