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Treuenbrietzen Noch keine heiße Spur nach verheerendem Waldbrand
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Noch keine heiße Spur nach verheerendem Waldbrand
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13:20 07.11.2018
Die Feuerwehr hatte bei Treuenbrietzen alle Hände zu tun. Quelle: Julian Stähle
Frohnsdorf

Nach den schweren Waldbränden vom August bei Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen ermitteln Experten der Polizei auf der Suche nach den Ursachen noch immer „in alle Richtungen“. Eine aus 30 Leuten bestehende Sonderkommission unter Leitung von Kriminalisten der Polizeidirektion West hatte in den Wochen nach dem Großbrand fast täglich Termine im Brandgebiet und dessen Umfeld absolviert. Befragungen möglicher Zeugen sowie Gespräche mit Feuerwehrleuten, Forstmitarbeitern sowie Brandspezialisten des Landeskriminalamtes Brandenburg und mit dem Munitionsbergungsdienst fanden statt, erklärt Heiko Schmidt, Sprecher der Polizeidirektion West der MAZ.

Daraus sowie durch die umfangreich betriebene Öffentlichkeitsarbeit und mehrere Zeugenaufrufe habe es fast 40 Hinweise gegeben, denen die Polizei nachgegangen ist. Dennoch sei es bisher nicht möglich gewesen, die Brandursache weiter einzugrenzen, sagte Schmidt.

Eingeschlossen in die anhaltenden Untersuchungen ist die Serie von Bränden, die im Sommer auch bei Jüterbog und Altes Lager die Feuerwehren in Atem gehalten hatte. Ergebnisse gebe es jedoch noch nicht, so Schmidt. „Fest steht jedoch bereits, dass bei einigen Bränden objektive Anhaltspunkte auf vorsätzliche Brandstiftungen vorhanden sind“, so der Polizeisprecher.

Anfangs ermittelte eine Sonderkommission (Soko) „Pinus“ zu allen Bränden. Inzwischen werden die Ermittlungen zu den mehr als 40 Einzelbränden in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark jedoch wieder in den örtlich zuständigen Kriminalkommissariaten weitergeführt. Die Soko „Pinus“ ist in eine Ermittlungsgruppe überführt worden. Sie ist angesiedelt im Kriminalkommissariat der Polizeiinspektion Teltow-Fläming, „da dort im Landkreis die meisten Brände lagen“, so Schmidt.

Zum Großbrand auf dem Gebiet der Stadt Treuenbrietzen, der am 23. August ausgebrochen war und zunächst ebenfalls durch die Soko „Pinus“ bearbeitet worden war, ermittelt aktuell das Kriminalkommissariat der Polizeiinspektion Brandenburg/Havel.

Eine Anzeige wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung war bereits im August aufgenommen worden. Sie ist Basis der Ermittlungen, die nun von der Staatsanwaltschaft Potsdam geleitet werden. Für den Verdacht der Brandstiftung sprachen Indizien wie die verschiedenen Ausbruchsstellen des Großbrandes, die von der Feuerwehr vermutet wurden. Zwar stünden dazu noch Ergebnisse einzelner kriminaltechnischer Untersuchungen aus. Doch könne bereits festgestellt werden, „dass die sehr umfangreich sowie über mehrere Monate geführten Untersuchungen und Ermittlungen bisher keine objektiven Befunde hervorgebracht haben, die als Brandursache eine vorsätzliche Brandstiftung begründen lassen“, erklärt Heiko Schmidt.

Ausgeschlossen werden könne der Verdacht jedoch trotzdem noch nicht. Gleiches trifft zu auf fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer sowie die selbstständige Entzündung von alten, explosiven Kampfmitteln, „die rund um die mutmaßlichen Brandausbruchstelle vorhanden waren“, sagte Schmidt. Auch sie gelten noch als mögliche Brandursachen.

Von Thomas Wachs

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