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Treuenbrietzen Puppentheater hat im Freibad Station gemacht
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Puppentheater hat im Freibad Station gemacht
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19:34 08.08.2018
Von den Bergen bis Berlin - Puppenmusiktheater on Tour ist das Projekt zweier Berliner, die spontan im Freibad Treuenbrietzen aufgetreten sind.
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Treuenbrietzen

 Um eine Sache gleich klar zustellen: Auch Krokodile haben Gefühle. Schließlich sind Krokodilstränen doch wohl jedem ein Begriff. Kommaklaus ist so ein gefühlvolles Krokodil. Und um zu verarbeiten, was ihn beschäftigt, hat er sich Hilfe bei dem Psychologen Kalle gesucht, einem Papagei. Und Kommaklaus singt, um sich mitzuteilen. „Melankomische Beatscheiße“ nennt er seine Lieder.

Zu hören waren die am Dienstagabend im Freibad Treuenbrietzen. Dort hat das Puppenmusiktheater „Kommaklaus und sein Psychologe“ Station gemacht. Dahinter stecken Victor und Klaus – zwei Berliner, die mit ihrem Elektro-Tandem und dem Puppentheater im Anhänger in 20 Tagen von Berchtesgaden nach Berlin gefahren sind.

Puppentheater für Erwachsene

„Wir haben unterwegs zum Beispiel in München, Landshut, Nürnberg und Würzburg gespielt“, erzählt Victor. „Unser Ziel war es, Leute zu erreichen, die sonst eher nicht mit Theater in Berührung kommen würden.“ Es handele sich primär um Theater für Erwachsene, aber die Grundaussagen –sich nicht zu verstellen, sich treu zu bleiben – seien auch für Kinder schon von Bedeutung, ergänzt der 30-Jährige, der als Psychologe und Sozialarbeiter tätig ist. „Auf jedem Schulhof gibt es mindestens einen, der doof ist.“

Mit der Tour in Berchtesgaden zu starten war die Idee von Klaus. Seine Schwester hatte zu ihrer Gesellenfeier dort eingeladen und so war der ideale Ausgangspunkt für die Reise gefunden. In den Süden ging es für die Freunde mit dem Zug, unten wurden dann die restlichen Arbeiten an Tandem und Puppenbühne vollendet. Zwölf Konzerte haben sie während ihrer Reise gespielt – immer auf Spendenbasis.

Klaus (l.) und Victor sind mit dem Tandem und ihrem Puppentheater im Anhänger von Berchtesgaden nach Berlin gefahren. Unterwegs sind sie auch bei Petra Hannemann in Treuenbrietzen untergekommen und haben als Dank im Freibad ihr Stück präsentiert. Quelle: Josephine Mühln

Ursprünglich sei ein Crowdfunding geplant gewesen, um die Tour finanzieren zu können, aber die Konzerte seien dann auch von alleine gut gelaufen, erzählt Klaus. Er ist es auch, der die Lieder für Kommaklaus und die anderen Puppen geschrieben hat, zusammen mit seiner Band. Der 31-Jährige ist Puppenspieler und Musiker – und wollte beides miteinander verbinden. „Das ist auf jeden Fall eines der aufwendigsten Projekte, die ich je gemacht habe“, gesteht er.

Seine Texte behandeln die Themen Menschlichkeit, zwischenmenschliche Beziehungen und sind durchaus auch gesellschaftskritisch. Die Resonanz unterwegs sei dennoch überwiegend positiv gewesen. „Es ist schon eine verrückte Aktion, mit dem Fahrrad quer durchs Land zu fahren“, sagt der Berliner. „Aber es ging uns ums Ausprobieren und darum, die Leute zu erreichen, sie glücklich zu machen.“

Schlafplatz in Treuenbrietzen gefunden

Der Zwischenstopp in Treuenbrietzen hat sich eher spontan ergeben und fällt in die Kategorie „Eine Hand wäscht die andere“. Denn im Gegenzug für ihren Auftritt im Freibad konnten die beiden Jungs bei Petra Hannemann übernachten, bevor sie am Mittwoch zum letzten Stück ihrer Reise nach Berlin aufgebrochen sind.

„Die beiden sind Freunde meines Sohnes und er hat den Kontakt hergestellt“, erzählt die einstige Schwimmmeisterin. „Sie waren sehr pflegeleicht und wir haben zum Beispiel zusammen gekocht. Ich weiß von meinem Sohn, der selber gerade auf Reisen ist, wie wichtig so eine gegenseitige Hilfe ist.“ Das Theater habe sie toll und witzig gefunden, sagt Hannemann. „Man muss hinter die Texte gucken, da wird viel vermittelt. Und vielleicht sind auch die Eltern zum Nachdenken angeregt worden.“

Mehr über Kommaklaus und seinen Psychologen sowie die Lieder zum Theaterstück gibt es unter: www.kommaklaus.de.

Von Josephine Mühln

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