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Treuenbrietzen Schüler erledigen Frühjahrsputz an Gedenkstätte
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Schüler erledigen Frühjahrsputz an Gedenkstätte
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15:24 19.04.2018
Eifrig bei der Arbeit: Akteure der Geschichtswerkstatt des Gymnasiums Treuenbrietzen haben die Gedenkstätte am Sebaldushof gereinigt. Quelle: privat
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Treuenbrietzen

Die Gedenkstätte für das ehemalige Zwangsarbeiterlager am Sebaldushof bei Treuenbrietzen ist herausgeputzt. Traditionell erledigten Schüler der Geschichtswerkstatt des örtlichen Gymnasiums „Am Burgwall“ diesen Frühjahrsputz kürzlich bei einem mehrstündigen Arbeitseinsatz in ihren Osterferien.

Internationale Besucher erwartet

Dabei säuberten sie die Überreste des einstigen Lagers der Munitionsfabrik, in dem Zwangsarbeiter aus unterschiedlichen Ländern untergebracht waren, von Laub, Ästen und Unrat der Wintermonate. „Weiterhin wurden Tafeln, Schilder und der Gedenkstein gesäubert sowie die Wege geharkt“, teilt Janes Rusch, ein Schüler vom Gymnasium, der MAZ mit.

Akteure der Geschichtswerkstatt des Gymnasiums "Am Burgwall"  Treuenbrietzen pflegen seit Jahren die Gedenkstätte am ehemaligen Zwangsarbeiterlager Sebaldushof. Quelle: privat

Denn am Sonntag werden auf dem Gelände im Wald an der Berliner Chaussee womöglich auch wieder internationale Besucher erwartet, die zum gemeinsamen Gedenken dreier Nationen an Gedenkstätten in Treuenbrietzen und Nichel in der Region weilen.

Neuer Zugang wurde angelegt

Dann stehen auch die Schüler bereit, um den Besuchern die von ihnen gepflegte Gedenkstätte zu zeigen und über ihre diversen Aktivitäten zu berichten. „Zur gesonderten Gedenkstätte für die italienischen Lagerinsassen wurde jetzt ein neuer Zugang angelegt“, berichtet Janes Rusch weiter.

Das Denkmal erinnert an die italienischen Militärinternierten, die 1945 bei einer Massenerschießung bei Nichel getötet worden sind. Am 23. April waren 127 italienische Zwangsarbeiter an der dortigen Kiesgrube von deutschen Militärs erschossen worden.

Die Namen auf den persönlichen Gedenksteinen erhielten frische Farbe. Quelle: privat

Die gesonderte Gedenkstätte am Sebaldushof besteht aus Informationstafeln und mehr als 120 Steinen, die von Schülern der Geschichts-AG vor wenigen Jahren alle mit einem Namen beschriftet wurden. Jeder Name steht für eine gestorbene Person. „Die Schrift der Steine wurde nun mit neuer Farbe versehen“, erklärt Janes Rusch im Namen der Teilnehmer des Frühjahrsputzes.

Von Thomas Wachs

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