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Treuenbrietzen Stadt hält an aktivem Klimaschutz fest
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Stadt hält an aktivem Klimaschutz fest
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12:55 28.02.2019
Stefan Them ist seit 2017 Energie- und Klimaschutzmanager der Stadt Treuenbrietzen. Seine Stelle soll nun verlängert werden. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Einiges ist schon erreicht, viel aber noch zu tun. Daher möchte die Stadt Treuenbrietzen an ihrem Energie- und Klimaschutzmanager im Rathaus festhalten. Im Haupt-, Finanz und Wirtschaftsausschuss votierten die Abgeordneten am Mittwochabend einstimmig für eine Verlängerung der Stelle. Ein neuer Antrag für eine fast vollständige Förderung der Personalstelle, die aktuell von Stefan Them besetzt ist, soll gestellt werden. „Immerhin rechnet sich die Stelle“, erklärte Bürgermeister Michael Knape (parteilos).

Das hatte auch Stefan Them in seiner Bilanz deutlich gemacht. Er ist seit Anfang 2017 für 40 Wochenstunden auf der Stelle tätig. Sie war vor einer Pause auch schon seit 2013 von André Hoyer besetzt. Die aktuelle Förderung läuft nächstes Jahr aus.

Mehr Nutzen als Kosten

In seiner bisherigen Dienstzeit habe er fast das Zehnfache der Kosten seiner Personalstelle für die Stadt als Nutzen erzielt, rechnete Them den Abgeordneten vor. Der Gewinn für die Stadt liege vor allem in der Einsparung von Energiekosten sowie der Beschaffung von Fördergeldern für konkrete Projekte.

„Viele Anträge werden überhaupt erst möglich, weil wir einen Klimaschutzmanager haben und ein Konzept. Für fundierte Anträge ist viel Vorarbeit nötig“, erklärte Rathauschef Knape. Als Beispiel nannte er das nunmehr zweite Elektroauto als Dienstwagen des Rathauses. Dessen umfangreiche Förderung mache es möglich, dass die Stadt pro Jahr rund 1000 Euro Betriebskosten spart. „Das Auto ist inzwischen der beliebteste Dienstwagen der Mitarbeiter“, so Knape. Der Wagen kann an Wochenenden auch von Bürgern ausgeliehen werden.

Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (l.) und Klimaschutzmanager Stefan Them setzten auch auf ein Elektroauto für mehr Klimaschutz in der Stad. Quelle: Stadt Treuenbrietzen

Einig waren sich die Fraktionen im Ausschuss, dass Klimaschutz in der Kommune gezielt fortgeführt werden muss. „So nebenbei kann dieses umfassende Thema von den Mitarbeitern der jeweiligen Fachbereiche nicht mit erledigt werden“, sagte Gerald Paul (TBV)

Abgeordnete sind sich einig

Klimaschutz ist nötig, auch wenn er sich nicht direkt rechnen würde. Wir als Kommune müssen unseren Beitrag leisten und Vorreiter sein “, so Frank Ernicke (SPD). Edith Rettschlag und ihre BIV-Fraktion sind „überzeugt, dass die Stelle des Klimaschutzmanager viel Wirtschaftlichkeit erbringt für die Stadt“.

„Mich freut es, dass vieles, was mit dem Klimaschutzkonzept als Ziel formuliert wurde, schon begonnen und teilweise weit auf den Weg gebracht wurde“, sagte Anja Schmollack (CDU).

Großes Potenzial bei Straßenlampen

Potenzial sieht Stefan Them weiterhin in der Begleitung von Bauprojekten. Für die anstehenden Umbauten der Schulen plant die Kommune derzeit mit einem Blockheizkraftwerk. Auch ergeben energetische Aspekte beim Umbau des Gemeinschaftshauses Marzahna jährlich eine Einsparung von 11.500 Euro.

Großes Thema sei auch die Umrüstung auf LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung. „Trotz eines weitgehend konstanten Verbrauchs haben sich die Kosten dafür zwischen 2003 und 2017 verdoppelt“, erzählt Stefan Them. Bei einer Umrüstung von 60 Prozent der Lampen wären Einsparungen von rund 75.500 Euro jährlich und bei 90 Prozent gar rund 113.000 Euro möglich. „Hier suchen wir nun noch nach passenden Modellen für die Investitionskosten“, erklärte Bürgermeister Michael Knape.

Von Thomas Wachs

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