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Treuenbrietzen Waldbrand bei Treuenbrietzen: Das ist der Stand am Mittwoch
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Waldbrand bei Treuenbrietzen: Das ist der Stand am Mittwoch
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11:50 29.08.2018
Einsatzkräfte der Feuerwehr bei Löscharbeiten im Waldbrandgebiet Treuenbrietzen. Quelle: imago/R. Price
Treuenbrietzen

Im Waldbrandgebiet bei Treuenbrietzen wird die Zahl der Einsatzkräfte immer weiter reduziert. Immer mehr Abschnitte werden an die Forstbehörden und die Eigentümer der Wälder übergeben. Das Technische Hilfswerk und demnächst auch Forstmitarbeiter übernehmen die Brandwache. Im Bereich Frohnsdorf flammen immer wieder Glutnester auf. Der Wind hat von West auf Ost gedreht.

Der Waldbrand bei Treuenbrietzen gilt als der größte der vergangenen Jahre in Brandenburg. Luftbilder zeigen, wie groß das Ausmaß der Zerstörung ist.

Für den Waldbrandschnitt zwischen Lindow, Malterhausen (beide Teltow-Fläming) sowie Frohnsdorf (Potsdam-Mittelmark) wird in einer Kooperation der Stadt Treuenbrietzen mit der Gemeinde Niedergörsdorf nun eine ordnungsrechtliche Verfügung vorbereitet, sagte Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (parteilos) von der Einsatzleitung am Mittwochmorgen der MAZ. Damit wird ein Betreten der Wälder dort bis zum 15. Oktober strengstens untersagt. „Das hat uns der Kampfmittelräumdienst empfohlen“, sagte Knape. Mindestens sechs Woche seien nötig, bis die von Altmunition aus Kriegstagen belastete Region wieder in die schon vor dem Brand bestehende „normale Gefährdungsstufe“ eingeordnet werden könne, so Knape.

Technisches Hilfswerk wird Freitag abgezogen

Die Einsatzleitung ist am Dienstagabend an die Stadt Treuenbrietzen übergegangen. „Dort stellt sich nun die Herausforderung der personellen Absicherung bei der Feuerwehr“, sagt der Bürgermeister. Brandschutzeinheiten anderer Landkreise Brandenburgs sind inzwischen abgezogen worden. Unterstützung für die Treuenbrietzener gibt es noch von Feuerwehren aus der Stadt Beelitz und dem Amt Beetzsee. Angerückt mit zwölf Mann und Fahrzeugen sind auch Feuerwehrleute aus Treuenbrietzens Partnerkommune Nordwalde, einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen.

Bilder aus Treuenbrietzen am Tag, nachdem der Großbrand von den Einsatzkräften der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Die Kräfte des Technischen Hilfswerk sollen am Freitag abgezogen und durch Forstarbeiter abgelöst werden zur Brandwache. „Daher wird die Stadthalle auch weiterhin, wohl bis Anfang nächster Woche als Quartier und Rückzugsort für die Brandhelfer benötigt“, sagt Michael Knape der MAZ.

Jedoch fehle es dem Brandenburger Forstbetrieb an Personal, wie er in einer Mitteilung schreibt. Um die Brandwache zu sichern, werden Waldarbeiter und Techniker aus der gesamten Südhälfte Brandenburgs abgezogen, heißt es darin. Die eigentliche Waldarbeit komme zum Erliegen, im Falle eines neuen Brandes wäre kaum Personal vor Ort.

Bundesstraße 102 wieder frei

Die seit Donnerstag gesperrte Landesstraße 812 zwischen Bardenitz und Tiefenbrunnen ist wieder für den allgemeinen Verkehr geöffnet worden. Die Bundesstraße 102 wurde am Dienstagabend, 21 Uhr, geöffnet. Zwischen Treuenbrietzen und Tiefenbrunnen gelten jedoch Tempolimits für eine Höchstgeschwindigkeit von 50 beziehungsweise bei Frohnsdorf für 30 Stundenkilometer. „Das sollten Kraftfahrer unbedingt beachten, denn es bleibt ein Einsatzgebiet, wo immer wieder Fahrzeuge auch mal unverhofft aus dem Wald kommen können“, sagt Einsatzleiter Knape. Die Regionalbahn der RB 33 fährt nach dem Neustart am Montag wieder planmäßig.

Im Rathaus Treuenbrietzen sind die Öffnungszeiten für diese Woche reduziert worden, weil viele Mitarbeiter noch in die Waldbrand-Problematik involviert sind. Die Stadtverwaltung ist diese Woche eingeschränkt erreichbar. Am Mittwoch und Freitag bleibt das Rathaus ganz geschlossen. Am Donnerstag ist die Verwaltung von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Bürger können dann ihre Anliegen vortragen, die gesammelt und abgearbeitet werden. Der Bürgermeister bittet um Verständnis.

Die Stadt Treuenbrietzen erlebt seit Donnerstagabend eine riesige Herausforderung für ihre Infrastruktur auf allen Ebenen. Auch das Wochenende über hilft jeder wo er kann im Umfeld des großen Waldbrandeinsatzes.

Von Thomas Wachs

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