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Treuenbrietzen Wenig Geld für Investitionen in Marzahna
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzen Wenig Geld für Investitionen in Marzahna
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18:00 12.02.2019
Gerhard Stahlberg aus Marzahna hofft, dass alte Holzfenster am Dorfgemeinschaftshaus schnell ausgetauscht werden können. Doch noch fehlt hierfür das Geld. Quelle: André Großmann
Marzahna

Die Prioritätenliste für Investitionen im Treuenbrietzener Ortsteil Marzahna hat sich seit Jahren kaum verändert. So soll weiter das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) saniert, der dortige Schimmel beseitigt und das Dach der Leichenhalle neu eingedeckt werden.

Die Pläne stammen aus dem Jahr 2017, wurden aber erneut für das Haushaltsjahr 2020 formuliert. „Wegen der schlechten finanziellen Lage der Kommune wurden die Maßnahmen dahingeschleppt“, sagt Ortsvorsteher Harry Strauch.

Geld für Fenster benötigt

Momentan habe der 72-Jährige wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation. Er wolle der Stadt Treuenbrietzen aber keinen Vorwurf machen. „Wenn kein Geld da ist, kann man nichts machen“, sagt Strauch weiter.

„Wir im Dorf helfen uns aber, soweit wie es möglich ist“, sagt Strauch. Aktuell sammelt er seit einem Jahr mit den Einwohnern Gerhard Stahlberg und Günter Mrosek Geld für vier neue Fenster im DGH.

Die alten Exemplare, die im Gebäudeteil des DGH zur Bundesstraße liegen, müssen ausgetauscht werden. Hierfür werden 5150 Euro benötigt. „Ohne finanzielle Unterstützung können wir das nicht realisieren“, sagt Strauch weiter.

Das Dorfgemeinschaftshaus im Ort mit 403 Einwohnern ist für sie bedeutend. Denn es ist die einzige Veranstaltungsstätte, die bei Feiern Platz für bis zu 120 Menschen bietet. „Wie sieht das denn aus, wenn die Fenster so uralt sind und nebenan eine neue Kita entsteht“, sagt Günter Mrosek.

Neue Kita noch im Zeitplan

Die Kindertagesstätte „Haus der kleinen Strolche“ soll ihr neues Domizil in einem Trakt des DGH erhalten und Ende August 2019 fertiggestellt sein. „Es sind Unwägbarkeiten dabei, vom Bauplan des Architekten heraus ist Ende August aber noch machbar“, sagte der Leiter des Bürgeramtes Ralf Gronemeier auf MAZ-Anfrage. In der Vergangenheit führte die Stadt einen Rechtsstreit mit einem Abrissunternehmer, die Zeitpläne kamen ins Wanken.

Auch an der Sanierung der Turnhalle wird neben dem Dorfgemeinschaftshaus gearbeitet. Während der Bagger fährt, beobachten die Senioren Gerhard Stahlberg und Günter Mrosek den Baufortschritt. Harry Strauch besitzt eine Ortspräsentation mit dem Slogan „Marzahna ist nicht Hochglanz, aber hat Zukunft“ und glaubt an den Spruch.

Sein nächster Besuch im Treuenbrietzener Rathaus ist bereits eingeplant, um Gelder für Projekte einzuwerben. Er kann sich auch vorstellen, Projekte aus eigener Tasche mitzufinanzieren. In Marzahna will Strauch demnächst zur Frauentagsfeier am 8. März die Klingelbüchse aufstellen.

Von André Großmann

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