Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzener Bürgermeister tritt wieder an
Lokales Potsdam-Mittelmark Treuenbrietzener Bürgermeister tritt wieder an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 06.04.2016
Michael Knape (Mitte) will als Treuenbrietzener Bürgermeister und wie hier als Vorsitzender der AG historische Stadtkerne aktiv bleiben. Quelle: Christel Köster
Anzeige
Treuenbrietzen

Die von Michael Knape (parteilos) selbst in die Welt gesetzten Spekulationen um seinen Rückzug vom Chefposten im Treuenbrietzener Rathaus sind beendet. „Ich trete nächstes Jahr wieder an“, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage der MAZ. Nach der Ankündigung vom Januar beim Neujahrsempfang des Treuenbrietzener Bürgervereins (TBV), dem er vorsteht, hatte sich der Verwaltungschef selbst bis Ende März eine Frist gesetzt. Sein Ziel sei es gewesen, rechtzeitig vor dem Wahltermin im Jahr 2017 „für alle Seiten Klarheit in dieser Frage zu schaffen“. Bei einer Wiederwahl wäre es für Knape die dritte achtjährige Amtszeit.

Abgestimmt habe er seine Entscheidung in den zurückliegenden Wochen – wie angekündigt – in Gesprächen mit seiner Familie „sowie mit Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, die dazu bereit waren“, sagte der Verwaltungschef. Mit der CDU und der SPD sei dies „aktuell aber etwas schwierig“, so der Bürgermeister. Vom TBV, von der Bürgerinteressenvereinigung Stadt und Dörfer (BIV) sowie von den Linken habe er allerdings auch keine klare Empfehlung erhalten. „Die Frage müsse ich persönlich entscheiden, hieß es indes“, erzählte Knape.

Forschungsprojekt für mehr Bürgerbeteiligung

Als Grund für seinen möglichen Rückzug von der Stadtspitze hatte der Bürgermeister im Januar die Sorge um seine Gesundheit durchblicken lassen. Er war voriges Jahr von Herzproblemen betroffen. Jedoch hätten ihm behandelnde Mediziner „grünes Licht gegeben und nicht abgeraten“, sagte er nun. Veränderungen in seinem Lebensrhythmus hätten Erfolge gezeigt, so Knape.

Zwei dritte Amtszeiten

Michael Knape (parteilos) ist seit Januar 2002 Bürgermeister im Treuenbrietzener Rathaus.

Im September 2009 wurde er mit 69 Prozent der Stimmen für eine zweite Amtszeit von acht Jahren bestätigt.

Damals war er noch für die FDP angetreten. Diese Partei verließ er 2012 gemeinsam mit acht Mitgliedern des Ortsverbandes.

Seit 2008 ist Knape zudem Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der 31 Städte mit historischen Stadtkernen im Land Brandenburg. Dort will er bereits am April eine dritte Amtszeit absolvieren.

Gegen einen Rückzug ausgesprochen habe er sich letztlich auch, „weil sich im Moment so viel bewegt und es viele Themen gibt, die ich schon gerne erledigt sehen würde“, sagte der Bürgermeister. Als Beispiele nannte er die Entwicklung der Schullandschaft, die erwartete kommunale Neugliederung und auch den Prozess zur stärkeren Einbindung von Bürgern in kommunale Entscheidungsprozesse. Dazu habe die Beteiligung an einem Forschungsprojekt der Universität Göttingen gute Aussichten auf Erfolg. „Wahrscheinlich können wir dafür demnächst – gefördert über das Projekt – eine halbe Stelle im Rathaus einrichten“, kündigte der Verwaltungschef an.

Erfolge nicht Nachfolgern überlassen

Zudem wolle er die Ergebnisse der aus seiner Sicht erfolgreichen Haushaltskonsolidierung „jetzt nicht einem Nachfolger überlassen“. Immerhin sei es gelungen, den Haushalt der vor allem aus Altlasten heraus über Jahre finanziell angeschlagenen Stadt zu stabilisieren. „Sechs Jahre in Folge konnten wir die Ziele der Haushaltskonsolidierung halten“, sagte Knape der MAZ.

Von Thomas Wachs

Seit 20 Jahren ist Heiko Au beim Jugendblasorchester in Ziesar dabei. Er kümmert sich um die Ausbildung des Nachwuchses und dirigiert. Am Freitag zeichnete der Musikverein Ziesar Heiko Au für sein zwanzigjähriges Engagement um das Jugendblasorchester Ziesar mit einem goldenen Taktstock aus.

04.04.2016

Ein Nissanfahrer fuhr am Samstagabend in der Iserstraße in Teltow aus Unachtsamkeit auf einen Motorroller auf. Dieser hatte seine Fahrt wegen eines Verkehrsstaus abbremsen müssen. Bei der Alkoholkontrolle stellte die Polizei einen Wert von 0,78 Promille in der Atemluft des Nissanfahrers fest. Sie untersagte die Weiterfahrt und zog den Führerschein ein.

03.04.2016

Nahe der A10 in Töplitz steigt am Freitag Rauch auf, dann ertönen die Sirenen: Strohballen brennen, die Feuerwehr rückt an. Mehrere Ortsfeuerwehren bekämpfen den Brand – Stunden vergehen. Die Kameraden gehen souverän mit der Löschung um – ein städtischer Löschzug kann sogar wieder abfahren. Augenzeugen hatten zuvor etwas beobachtet.

02.04.2016
Anzeige