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Trinkertreff bald am Trafohäuschen

Bad Belzig Trinkertreff bald am Trafohäuschen

Die Bushaltestelle in der Erich-Weinert-Straße in Bad Belzig soll nicht länger von den Trinkern vereinnahmt werden. Sie erhalten einen eigenen Treff – quasi gegenüber – am Trafohäuschen. Die akzeptierende Suchthilfe, die vom Quartiersmanagement im Wohngebiet Klinkengrund versucht wird, stößt nicht überall auf Verständnis.

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Quartiersmanager Carsten Tarrach.

Quelle: Danilo Hafer

Bad Belzig. Die Haltestelle in der Erich-Weinert-Straße in Bad Belzig erhält ihre Scheiben wieder. Die Fahrgäste sollen nicht länger Wind und Wetter ausgesetzt sein, wenn sie auf den Bus warten. Das teilt Carsten Tarrach, Quartiersmanager im Klinkengrund, mit.

Damit sich an der Haltestelle nicht wieder die Trinker einquartieren und die Anwohner belästigen, erhalten sie einen Treffpunkt in der Nähe. Tarrach zufolge werden sie noch im September ihren eigenen Unterstand mit aufbauen. Die Holzelemente lagern schon beim Bauhof. Sie sollen von den zehn bis zwölf Männern und Frauen unter Anleitung aufgestellt werden – nahe dem nicht mehr genutzten Trafo-Häuschen und mit genügend Abstand zum Bolzplatz. Schon jetzt ist dort das „Waldcafé“, wie es der Volksmund getauft hat, etabliert. Rund 1500 Euro lässt sich die Kommune das Experiment erst einmal kosten, wie es heißt. Das Förderprogramm „Soziale Stadt“ macht es möglich. In anderen (Groß-)Städten wird schlicht ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen von Polizei und Ordnungsamt durchgesetzt.

An dieser Ecke soll der neue Treffpunkt entstehen

An dieser Ecke soll der neue Treffpunkt entstehen.

Quelle: René Gaffron

„Noch ehe langfristig Ideen zur Gestaltung der Freiräume im Wohngebiet Klinkengrund umgesetzt werden können, herrscht hier aktueller Handlungsbedarf“, weiß Carsten Tarrach. Mit der akzeptierenden Suchthilfe soll zumindest der Blick auf das betreffende Dutzend gerichtet werden. „Wir hoffen so, Risiko und Ärger zu minimieren“, sagt der 55-jährige Sozialarbeiter. Wohl wissend, dass die Strategie auf nicht wenig Skepsis treffen wird. „Nach dem jahrelangen Wegsehen ist es zumindest ein Anfang“, findet er. Regelmäßige Gespräche seinerseits vor Ort sind geplant. Noch nicht gelöst ist jedoch die Toilettenproblematik. Gespräche mit dem regionalen Stromversorger und der Belziger Wohnungsgesellschaft sind noch im Gange, um auf dem Areal etwas zu schaffen.

Außerdem soll es mindestens jährlich eine Bestandsaufnahme geben, wie sich die Situation entwickelt. „Ich wünsche mir, dass das Vorhaben bei den Nachbarn erörtert und nötigenfalls Kritik offen vorgetragen wird“, sagt Carsten Tarrach. Seit Jahresbeginn bietet er Sprechzeiten im Stadtteiltreff „Die Klinke“ an.

Nähere Informationen erteilt das Quartiersmanagement im Wohngebiet Klinkengrund, Hans-Marchwitza-Straße 1, unter 033841/44 75 77.

Von René Gaffron

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