Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Tuning und Sicherheit schließen sich nicht aus

Fahrsicherheitszentrum Linthe Tuning und Sicherheit schließen sich nicht aus

Die vom Bundesverkehrsministerium geförderten „Track & Safety Days“ haben einen Zwischenstopp im Fahrsicherheitszentrum in Linthe eingelegt. Es gab insgesamt 40 Plätze – die waren heiß begehrt. Denn vor Ort gab es zum Thema Tuning heiße Tipps von Experten am eigenen Fahrzeug und die Erkenntnis, dass Tuning und Sicherheit einander nicht ausschließen.

Voriger Artikel
Für einen Tag Hochburg der Mopeds
Nächster Artikel
Kräfte messen am Reetzer Mühlenstein

Experten geben Tuning-Fans an ihren Autos wertvolle Tipps.

Quelle: Veranstalter

Linthe. Die Plätze bei den sogenannten Track & Safety Days sind ausgesprochen begehrt. Bundesweit gibt es acht Tourstopps der vom Bundesverkehrsministerium geförderten Kampagne, bei der insgesamt schon mehr als 1000 Bewerbungen eingingen. 40 Tuning-Begeisterte haben sich am Sonntag im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Linthe einen der wenigen Startplätze gesichert.

Während die Hobby-Schrauber natürlich die Grenzen ihrer veredelten Fahrzeuge auf der Strecke austesten wollten, waren Polizeibeamte und Prüfingenieure vor Ort, um in unterschiedlichen Workshops zu informieren, worauf es bei verkehrssicherem und regelkonformen Tuning ankommt.

Die Polizei ist ein Partner der Autofahrer

Auch wenn Kay Kamann, Experte für Verkehrsrecht und Auto-Tuning an der Polizeifachhochschule Oranienburg, im Alltag bei einer Verkehrskontrolle wohl das ein oder andere Bußgeld hätte aussprechen müssen, stand an diesem Tag die Aufklärung im Mittelpunkt: „Wir wollen den jungen Fahrern von getunten Fahrzeugen zeigen, dass sich legales Tuning und Verkehrssicherheit nicht ausschließen“, betonte Kamann. „Dabei setzen wir auf Kommunikation, denn wir wollen vermitteln, dass die Polizei auch Partner der Autofahrer ist.“

Auf der Teststrecke wurde beim Fahrtraining geübt, etwa auf einer Strecke mit Aquaplaning

Auf der Teststrecke wurde beim Fahrtraining geübt, etwa auf einer Strecke mit Aquaplaning.

Quelle: Track & Saftey Days

Dieser Ansatz kommt bei den Tuning-Fans gut an, wie auch Harald Schmidtke, Geschäftsführer des Verbandes der Automobil Tuner (VDAT) zu berichten weiß: „Die Teilnehmer saugen die Informationen der Workshops förmlich auf und können ihr Fahrkönnen in den Praxismodulen verbessern.“ Die Track & Safety Days seien eine Kombination von Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Fahrtraining und Vermittlung der Spielregeln.

Komplettumbauten mit viel Liebe zum Detail

Das Konzept begeisterte Teilnehmer aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, ebenso Tuning-Begeisterte aus Berlin und entfernteren Regionen. Wer einen Blick auf den Parkplatz im Fahrsicherheitszentrum warf, konnte erkennen, dass viele Fahrer nicht nur einen auffälligeren Satz Felgen montierten hatten, sondern diverse Komplettumbauten mit viel Liebe zum Detail dabei waren.

In vier Gruppen aufgeteilt ging es für die Teilnehmer im Wechsel auf die Strecke und in die Workshops. Erst gab es von Polizei, VDAT und einem Dekra-Sachverständigen Infos in einer Präsentation, dann ging es direkt an die Fahrzeuge um individuell die Fragen der Teilnehmer aufzugreifen. Alle Beteiligten waren sich am Ende des Tages einig: die Track & Safety Days sollten unbedingt eine Fortsetzung finden.

Neben den einzelnen Tourstopps entsteht im Internet auch gerade eine richtige Tuning-Community rund um die Track & Safety Days. Auf einer eigens ins Leben gerufenen Kampagnen-Webseite können sich Tuning-Fans Tipps holen, individuelle Fragen an Experten stellen oder sich einfach nur untereinander austauschen.

Weitere Informationen dazu gibt es unter www.TSD2017.de

Von Daniel Exner-Hoffmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg