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Über sieben Stationen zum Traumjob

„Job Navi PM“ in Geltow Über sieben Stationen zum Traumjob

Wenn Schüler in die 8. oder 9. Klasse kommen, wissen sie oftmals noch nicht so genau, was sie später mal werden wollen. Nachdem sie den Berufsorientierungsparcours „Job Navi PM“ durchlaufen haben, sollen zumindest eine Ahnung haben. Wie das funktioniert, finden die Jugendlichen dieser Tage in der Mehrzweckhalle in Geltow heraus.

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Heiko Rauschenbach, Ausbildungskoordinator bei Strabag, erklärt Schülern aus Beelitz, wie Straßen gepflastert werden.

Quelle: Luise Fröhlich

Geltow. Straßen pflastern, Gemüse schnippeln oder einen Venenzugang legen: Beim Berufsorientierungsparcours „Job Navi PM“ in der Mehrzweckhalle in Geltow können sich Schüler dieser Tage in allen möglichen Branchen und Feldern ausprobieren. Nach dem erfolgreichen Testlauf im vergangenen Jahr lotsen die Entwickler vom Technologie- und Gründerzentrum Fläming in Belzig (TGZ) diesmal Acht- oder Neuntklässler von insgesamt elf Schulen Potsdam-Mittelmarks durch den Kurs. Sieben Stationen repräsentieren verschiedene Branchen, an denen insgesamt 25 Unternehmen teilweise an mehreren Tagen mit den Schülern ins Gespräch kommen wollen.

Unter ihnen ist Heiko Rauschenbach vom Technologiekonzern „Strabag“, das unter anderem einen Sitz in Neuseddin hat. Der Ausbildungskoordinator hat Pflastersteine mitgebracht, die die Schüler zusammensetzen können. Besonders die Jungs bleiben länger bei ihm stehen. „Ich finde das Konzept gut durchdacht, weil man von jeder Branche einen Eindruck bekommen kann. Optimal ist es aber erst für Schüler der 9. Klasse“, findet Heiko Rauschenbach. Vorher hätten die meisten noch keine konkreten Vorstellungen von dem, was sie später werden wollen. Dennoch: „Die Unternehmen haben verstanden, dass die selbst aktiv werden müssen, wenn es um ihren Nachwuchs geht“, sagt Kristin Brauns vom TGZ. Besonders erfreulich sei, dass alle Firmen eigene Dinge mitgebracht haben, um ihre Arbeit zu präsentieren. Beim Testlauf hätten sie noch die vom TGZ gestellten Utensilien benutzt. Der Messe-Charakter, den der Parcours noch vor einem Jahr besessen hätte, sei heute deshalb verschwunden, so Kristin Brauns weiter.

Auch Gymnasien sollen eingeladen werden

Mandy Mehlitz, tätig in der Unternehmenskommunikation des Recura Kliniken-Verbunds, bestätigt, dass es die praktischen Übungen sind, die im Kopf der Jugendlichen hängen bleiben. „Für eine erste Einschätzung, ob einem der Beruf liegt oder nicht, ist das sehr hilfreich“, sagte sie. Landrat Wolfgang Blasig (SPD), der Staatssekretär des Brandenburgischen Bildungsministeriums, Thomas Drescher, und die Bürgermeisterin von Schwielowsee, Kerstin Hoppe (CDU), überzeugten sich am Mittwoch von dem Berufsorientierungskurs, der sich an alle Ober-, Gesamt- und Förderschulen im Kreis richtet. „Wir wollen natürlich vor allem, dass die Jugendlichen bei uns in der Region bleiben“, erklärte Blasig. Staatssekretär Drescher sicherte indes Unterstützung dafür zu, auch Gymnasien zu dem Parcours einzuladen. „Nicht alle müssen zur Uni. Es gibt so viele andere Möglichkeiten, wie ein duales Studium mit Ausbildung“, sagte er.

Das Team des Recura Kliniken-Verbunds mit Landrat Wolfgang Blasig (2vr) und Kristin Brauns vom TGZ (r)

Das Team des Recura Kliniken-Verbunds mit Landrat Wolfgang Blasig (2.v.r.) und Kristin Brauns vom TGZ (r.)

Quelle: Luise Fröhlich

Von Luise Fröhlich

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