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Potsdam-Mittelmark Überdüngung: Zuviel Nitrat im Grundwasser
Lokales Potsdam-Mittelmark Überdüngung: Zuviel Nitrat im Grundwasser
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15:18 26.10.2015
Harald Gülzow im Labormobil. Quelle: VSR-Gewässerschutz
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Amt Ziesar

Die jahrzehntelange intensive Landwirtschaft hat im Grundwasser ihre Spuren hinterlassen. Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der gemeinnützige Verein VSR-Gewässerschutz bei Brunnenwasserproben festgestellt, die aus dem Raum Wusterwitz-Ziesar-Buckautal stammen. Die Mitglieder fanden bei ihren Analysen 134 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Zitz. Weitere mit Nitraten stark verschmutzte Brunnen stellten die Umweltschützer auch in Steinberg mit 106 Milligramm pro Liter und in Ziesar mit 86 Milligramm fest.

Zum Trinken ist das Wasser nicht geeignet, weil es den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter deutlich übersteigt. Das Wasser sollte auch nicht zum Befüllen eines Fischteiches benutzt werden, weil es zu einer Massenvermehrung von Algen kommen kann.

Als Grund für die erhöhte Nitratbelastung sieht der Verein die Überdüngung landwirtschaftlicher Böden. „Es kommt dadurch zu einer unnötig hohen Nitratauswaschung ins Grundwasser“, so Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz. Insgesamt waren bei der jüngsten in Ziesar abgehaltenen Informationsveranstaltung 23 Proben aus privat genutzten Brunnen abgegeben worden. In 20 Fällen lag der Nitratwert jedoch innerhalb des Grenzwertes.

Offenbar gibt es große lokale Unterschiede. Für Birgit Kusza, Fachdienstleiterin für den Gewässerschutz in der Kreisverwaltung, sind die Ergebnisse nicht überraschend: „Die Intensität der landwirtschaftlichen Nutzung spiegelt sich im Grundwasser wieder. Die Nutzung von Brunnenwasser als Trinkwasser ist ohnehin verboten. Eine Maßnahme, um eine Überdüngung zu vermeiden, ist die neue Düngemittelverordnung mit ihren Grenzwerten.“

Von Frank Bürstenbinder

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