Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° bedeckt

Navigation:
Überdüngung: Zuviel Nitrat im Grundwasser

Brunnenwasser nicht trinken! Überdüngung: Zuviel Nitrat im Grundwasser

Die jahrzehntelange intensive Landwirtschaft hat im Grundwasser ihre Spuren hinterlassen. Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der gemeinnützige Verein VSR-Gewässerschutz bei Brunnenwasserproben festgestellt, die aus dem Raum Wusterwitz-Ziesar-Buckautal stammen. Doch es gibt große lokale Unterschiede.

Voriger Artikel
Treuenbrietzen lädt zur Ideenkonferenz
Nächster Artikel
Treuenbrietzen erfasst Bäume und Wanderwege

Harald Gülzow im Labormobil.

Quelle: VSR-Gewässerschutz

Amt Ziesar. Die jahrzehntelange intensive Landwirtschaft hat im Grundwasser ihre Spuren hinterlassen. Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der gemeinnützige Verein VSR-Gewässerschutz bei Brunnenwasserproben festgestellt, die aus dem Raum Wusterwitz-Ziesar-Buckautal stammen. Die Mitglieder fanden bei ihren Analysen 134 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Zitz. Weitere mit Nitraten stark verschmutzte Brunnen stellten die Umweltschützer auch in Steinberg mit 106 Milligramm pro Liter und in Ziesar mit 86 Milligramm fest.

Zum Trinken ist das Wasser nicht geeignet, weil es den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter deutlich übersteigt. Das Wasser sollte auch nicht zum Befüllen eines Fischteiches benutzt werden, weil es zu einer Massenvermehrung von Algen kommen kann.

Als Grund für die erhöhte Nitratbelastung sieht der Verein die Überdüngung landwirtschaftlicher Böden. „Es kommt dadurch zu einer unnötig hohen Nitratauswaschung ins Grundwasser“, so Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz. Insgesamt waren bei der jüngsten in Ziesar abgehaltenen Informationsveranstaltung 23 Proben aus privat genutzten Brunnen abgegeben worden. In 20 Fällen lag der Nitratwert jedoch innerhalb des Grenzwertes.

Offenbar gibt es große lokale Unterschiede. Für Birgit Kusza, Fachdienstleiterin für den Gewässerschutz in der Kreisverwaltung, sind die Ergebnisse nicht überraschend: „Die Intensität der landwirtschaftlichen Nutzung spiegelt sich im Grundwasser wieder. Die Nutzung von Brunnenwasser als Trinkwasser ist ohnehin verboten. Eine Maßnahme, um eine Überdüngung zu vermeiden, ist die neue Düngemittelverordnung mit ihren Grenzwerten.“

Von Frank Bürstenbinder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg