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Schulumbau: Wer übernimmt die Mehrkosten?

Niemegker Grundschule Schulumbau: Wer übernimmt die Mehrkosten?

Es könnte alles so schön sein, an der Robert-Koch-Grundschule in Niemegk. Wenn nur das liebe Geld nicht wäre. Der Schulumbau ist teurer geworden, als zunächst gedacht – die Gesamtkosten stiegen von 4,3 Millionen Euro auf 5,1 Million. Noch ist unklar, ob das Land diese Mehrkosten übernimmt. Indes ist der zweite Bauabschnitt in vollem Gange.

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Alt und neu: Bis zum Jahresende soll die komplette Robert-Koch-Schule in neuem Glanz erstrahlen.

Niemegk. Dass der hintere Teil der Niemegker Robert-Koch-Grundschule noch immer Baustelle ist, davon bekommen die Schüler und Lehrer im vorderen Teil dieser Tage fast nichts mit – speziellen Trennwänden sei dank. Bis zum Jahresende soll das komplette Gebäude saniert und barrierefrei umgebaut sein, inklusive der Außenanlage, sagte Projektleiter Eike Schumann während einer Besichtigung am Dienstag.

Seit April des vergangenen Jahres befindet sich die Grundschule im Umbau. Die Gesamtkosten für alle Arbeiten haben sich von anfangs 4,3 Millionen auf 5,1 Million Euro erhöht. Ein Großteil der Mehrkosten habe sich aufgrund hoher Bauauflagen ergeben, sagt Schumann. So musste beispielsweise eine flächendeckende Brandmeldeanlage installiert werden. Außerdem waren die Geländer im Treppenhaus zu niedrig für eine Grundschule und mussten angepasst werden. Unklar ist indes weiter, ob das Land diese Mehrkosten übernimmt. Das Bauamt habe dargelegt, woraus sich die Kosten ergeben hatten. Auf dieser Grundlage werde nun vom Innenministerium eine Entscheidung getroffen.

Mehrkosten von 800.000 Euro

Ziel des Amtes Niemegk sei es, ein zeitgemäßer und moderner Schulstandort zu werden, sagte Amtsdirektor Thomas Hemmerling. Der Umbau der Koch-Grundschule habe daher eine großer Bedeutung für die Region – auch strategisch gesehen. „Um junge Familien anzulocken und dem demografischen Wandel entgegenzuwirken“, ergänzte Niemegks Bürgermeister Hans-Joachim Linthe.

Wer jetzt durch das Gebäude geht, findet auf jeder Etage ein anderes Farbkonzept vor – von gelb über orange bis hin zur apfelgrünen Hortebene. Dieses sogenannte Farbleitsystem gehört zu den Maßnahmen, die hinsichtlich der Barrierefreiheit umgesetzt wurden. Ebenso wie der Aufzug, die breiteren Türen und die behindertengerechten Toiletten.

2,7 Millionen Euro für ersten Bauabschnitt

2,7 Millionen Euro haben die Arbeiten des ersten Bauabschnitts insgesamt gekostet.

Die Fertigstellung des vorderen Gebäudeteils dauerte zwei Monate länger als geplant. Statt in den Weihnachtsferien konnte so erst in den Winterferien umgezogen werden.

Mit dem zweiten Bauabschnitt liege man jetzt aber schon besser im Zeitplan, sagte Projektleiter Eike Schumann. Das sei auch auf die guten Witterungsbedingungen zurückzuführen. So hätten beispielsweise die Fenster schon früher als geplant eingebaut werden können.

170 Kinder besuchen aktuell die Robert-Koch-Grundschule.

Neu ist auch die Schließanlage am Eingang. „Wenn die Schule beginnt, kommt keiner mehr einfach so rein“, erklärte Bauamtsleiter Schumann. „Derjenige muss bei Sekretärin Kerstin Mehlhase klingeln und sich über die Kamera zu erkennen geben.“ Das soll ebenso zum Schutz vor Amokläufen dienen, wie das Knaufsystem an den meisten Türen. Und es hätte ganz nebenbei auch einen erzieherischen Effekt, bemerkte Schulleiter Norbert Glowe lachend. „Notorische Zuspätkommer sind jetzt immer fünf Minuten früher da.“

Der ein oder andere Schüler sei schon durch die Gänge gelaufen und habe gesagt „Ist das ein Luxus hier“, sagte Glowe. Kein Wunder – nach dem Umbau sind auf jeder Etage Toiletten, wo die Schüler sonst immer erst ins Erdgeschoss gehen mussten. Außerdem laden die Heizungen mit integrierten Sitzflächen gerade im Winter zum Verweilen ein.

Auf jeder Etage Toiletten

Doch nicht nur die Schüler finden nach dem Umbau verbesserte Lernbedingungen vor. Auch die Lehrkräfte konnten sich zusätzlich zu ihrem großen Lehrerzimmer über eigene Räume freuen. Drei Lehrkräfte teilen sich ein Arbeitszimmer, um sich beispielsweise zurückzuziehen, wenn Leistungskontrollen korrigiert werden müssen. Das sei ein „optimaler Zustand für eine Grundschule“ sagte Direktor Glowe.

Aktuell stehe er bereits in Kontakt mit dem Schulamt, um sich für das Pilotprojekt „Inklusive Schule“ zu bewerben, sagte der Schulleiter. Das sei der nächste logische Schritt nach der Barrierefreiheit.

Von Josephine Mühln

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