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Potsdam-Mittelmark Katze überlebt Kopfschuss – Polizei sucht Täter
Lokales Potsdam-Mittelmark Katze überlebt Kopfschuss – Polizei sucht Täter
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14:58 27.09.2018
Sarah Wollny mit ihrer Katze Mausi Quelle: Marion von Imhoff
Grebs

Ein Unbekannter hat in Grebs bei Lehnin einer Katze in den Kopf geschossen. Das Tier überlebte schwer verletzt. Die Besitzer, Evelyn und Sarah Wollny, erstatteten bei der Brandenburger Polizei Anzeige. Jetzt ermittelt die Kripo und versucht den Fall aufzuklären.

Der Vorfall ereignete sich vor ein paar Tagen. „Mausi kam am 13. September gegen 22 Uhr von ihrem Streifzug nach Hause und hatte eine Beule neben dem Auge“, berichtet Evelyn Wollny. Die Familie vermutete eine Blessur von einem Ast, die sich die zweijährige Katze bei ihrem Ausflug wohl zugezogen haben könnte. Doch Mausi kratzte immer wieder an der Wunde. „Eine Woche später eiterte plötzlich eine Kugel aus der Verletzung heraus. Wir waren völlig schockiert“, sagt die 22-jährige Sarah Wollny.

Das Geschoss verfehlte das Auge nur knapp

Mit einer Pinzette zogen sie die etwa einen halben Zentimeter große und drei Millimeter breite Kugel aus der Wunde. Das Geschoss hatte knapp das Auge verfehlt. „Vielleicht wollte auch jemand ihr Fell haben, sie hat ja sehr schönes“, sagt Evelyn Wollny. Mausi ist eine Maine Coon-Birma-Mischlingskatze.

Katze Mausi aus Grebs mit Schussloch. Quelle: privat

Sarah Wollny brachte ihre Katze sofort zu dem Tierarzt Andreas Strauch in Grüneiche bei Golzow. Der versorgte die Wunde antibiotisch. Für den Tierarzt sind solche Fälle keine Seltenheit. „Etwa zwei, drei Mal im Jahr habe ich Katzen hier, auf die mit Luftgewehren geschossen worden ist. In diesem Fall hatte die Katze großes Glück im Unglück“, so Andreas Strauch.

Mausi bekam mehrere Spritzen. Weil die Kugel bereits entfernt war, musste der Veterinär nicht operieren. Dann fuhren Mutter und Tochter zur Polizeiwache nach Brandenburg. Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Das teilt Polizeisprecher Daniel Keip mit. Die Ermittler vermuten ebenfalls, dass jemand mit einem „Druckluftgewehr auf die Katze geschossen hat“, so Keip.

Mausi darf das Haus in der Straße Am Mühlenberg in Grebs nicht mehr allein für einen Streifzug verlassen. „Ich gehe seitdem mit ihr spazieren und führe sie an der Leine“, sagt Sarah Wollny. Zu groß ist die Angst ihrer Besitzer, die Tat könnte sich wiederholen. Die Wollnys, die den Edeka-Markt in Brielow betreiben, glauben, dass jemand absichtlich auf die Katze geschossen hat: „Das sieht gezielt aus“, sagt Evelyn Wollny.

Dieses wenige Millimeter große Geschoss eiterte aus Mausis Wunde. Quelle: Marion von Imhoff

Nur der Kater, den die Wollnys ebenfalls halten, darf für seine Touren noch hinaus. Ihn können sie nicht einsperren.

Um die Nachbarn zu warnen, hängten die Katzenbesitzer am Schwarzen Brett in Grebs einen Zettel auf: „Achtung, Unbekannter schießt Katze in Grebs mit Luftgewehr in den Kopf“ steht darauf. „Eine Mitteilung an alle Tierbesitzer rund Tierliebhaber.“ Jemand habe versucht, „vermutlich am Mühlenberg, mit einem Luftgewehr eine Katze per Kopfschuss zu töten. Der Täter soll nicht davon kommen.“ Die Wollnys hoffen auf Hinweise zur Tat. „Passt auf eure Tiere auf!“

Drei Katzen sind spurlos verschwunden

Seit 40 Jahren hält die Ladenbesitzerin Evelyn Wollny Katzen in ihrem Haus in Grebs. „So etwas ist noch nie vorgekommen.“ Die Runde machte im Dorf jedoch, dass immer wieder Katzen verschwunden seien. Von drei Tieren ist die Rede. Auch die Katze, die Wollnys vor Mausi hatten, „war eines Tages spurlos verschwunden. Die hat man nirgends mehr gesehen.“ Einen konkreten Verdacht hegen die Wollnys nicht. Anfeindungen wegen ihrer Katzen hätten sie nie erlebt.

Von Marion von Imhoff

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