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Potsdam-Mittelmark Einwohner verschenkt Bälle an Kinder – und beunruhigt Eltern
Lokales Potsdam-Mittelmark Einwohner verschenkt Bälle an Kinder – und beunruhigt Eltern
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09:01 16.09.2016
Tennisbälle hat ein gutmütiger Stahnsdorfer im Ort an Schulkinder verteilt und damit die Eltern in helle Aufregung versetzt. Quelle: Archiv/Michael Hübner
Stahnsdorf

In helle Aufregung gerieten unlängst Eltern in Stahnsdorf. Ein Unbekannter soll auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes Schulkinder angesprochen und ihnen jeweils einen Tennisball geschenkt haben. Die beunruhigten Eltern informierten über den Kommunikationsdienst WhatsApp wiederum andere Eltern und rieten diesen, Begegnungen des älteren Mannes mit eigenen Kindern sofort dem Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung zu melden.

Er sei eines Morgens von einer aufgeregten Mutter über die Rundnachricht besorgter Eltern von Kindern der Heinrich-Zille-Grundschule informiert worden, bestätigte Verwaltungssprecher Stephan Reitzig auf Nachfrage dieser Zeitung. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt und der Polizei, die sich zufällig in der Behörde aufhielt, habe er über die Elternsprecher der beiden Grundschulen im Ort den Eltern eine Information der Verwaltung zukommen lassen. Darin wird an die Eltern appelliert, Ruhe zu bewahren und die Polizei zu verständigen, sagt Reitzig, Das Ordnungsamt halte zwar einen engen Kontakt zur Polizei, sei aber nicht dazu berechtigt, solche Vorfälle strafrechtlich zu verfolgen.

Polizei reagiert nicht auf Hinweise der Eltern

Die Polizei habe sie aber zunächst nicht ernst genommen und sie mit ihrer Meldung an die Internetwache verwiesen, klagte eine Gemeindevertreterin in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses, in der der Vorfall öffentlich wurde. Eine Tochter der Frau hatte Handzettel mit einer Suchmeldung nach einer entlaufenen Katze an verschiedene Haushalte verteilt, als ihr der Mann an seinem Gartenzaun ebenfalls einen Tennisball in die Hand drückte.

Inzwischen hat sich die Polizei für ihr Zögern entschuldigt und Entwarnung gegeben, teilte die Gemeindevertreterin am Donnerstag der MAZ mit. In dem Anruf vom Mittwoch habe die Kripo berichtet, den Mann in seinem Haus aufgesucht und mit ihm gesprochen zu haben.

Harmloser Bürger verteilte die Bälle

Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Freizeitsportler, der alte Tennisbälle loswerden, sie aber nicht wegwerfen wollte. Die Bälle seien für den Spielbetrieb zu weich geworden, hatte der spendable Stahnsdorfer seine Geste begründet. Die Polizei habe ihm geraten, die Bälle beim nächsten Mal offiziell an eine Schule oder eine Kita zu übergeben. Sie will den Fall auch zum Anlass nehmen, darüber zu beraten, wie künftig schneller auf entsprechende Hinweise reagiert werden kann, sicherte man der Gemeindevertreterin zu.

Auch für die Lindenhof-Grundschule ist das jüngste Ereignis ein Beispiel, Lehrer und Schüler in den Klassen noch einmal für das Thema zu sensibilisieren und die Kinder über das richtige Verhalten in bestimmten Situationen aufzuklären, sagt, die stellvertretende Schulleiterin Petra Bartl. Die Schule war ebenfalls von Eltern über den Vorfall informiert worden. Die Schule würde aber erst bei einer Information der Polizei zu einem akuten Gefährdungsverdacht die Eltern informieren, um keine unnötige Unruhe zu verbreiten. Die Leitung der Heinrich-Zille-Grundschule war gestern für die MAZ nicht erreichbar.

Von Heinz Helwig

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