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Unfälle an Fähranlegern in Brandenburg

Von der Pferdekutsche bis zur Navihörigkeit Unfälle an Fähranlegern in Brandenburg

Der kuriose Unfall am Freitagmittag in Caputh war nicht der erste seiner Art in Brandenburg. In der Vergangenheit haben die Fährleute hier schon so manchen ungewöhnlichen Unfall erlebt. Bereits im Jahr 1913 wurde ein Unfall auf einer Fähre dokumentiert – damals war das Gefährt jedoch nicht motorisiert.

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In den 1970er-Jahren musste ein Lastwagen W 50 aus dem Caputher Gemünde geborgen werden

Quelle: MAZarchiv

Caputh. Der kuriose Unfall am Freitagmittag in Caputh war nicht der erste seiner Art an einem Fähranleger in Brandenburg. In der Vergangenheit haben die Fährleute schon so manchen ungewöhnlichen Unfall erlebt – oder sind mit dem Lkw zusammen versunken.

Ins Gemünde gestürzt

Einen nicht alltäglichen Unfall musste die Wasserschutzpolizei Mitte Januar 2004 am Fähranleger für die Seilfähre „Tussy II“ am Caputher Gemünde aufnehmen. Die 64-jährige Fahrerin eines Pkw VW Polo aus Geltow wollte auf dem Weg von Caputh nach Geltow die Fähre benutzen und lenkte ihren Wagen auf der Straße der Einheit in Caputh auf die Fähre. Dort blieb dieser allerdings nicht stehen, sondern fuhr aus bisher ungeklärter Ursache weiter und stürzte ins Caputher Gemünde.

Nach Angaben des Fährmeisters, der die Polizei und die Rettungskräfte alarmierte, war die Schranke auf seiner Fähre zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Die Frau wurde aus dem Wasser geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Kameraden der Feuerwehren Caputh und Geltow sowie der Berufsfeuerwehr Potsdam bargen das Fahrzeug aus dem Wasser.

Aufs Navi gehört und in der Havel gelandet

Weil das satellitengesteuerte Navigationssystem seines Autos eine “Wissenslücke“ hatte, ist ein 57jähriger samt Fahrzeug und Beifahrerin am ersten Weihnachtsfeiertag nahe Potsdam in die Havel gestürzt. Die zwei Pechvögel hatten Glück im Unglück: Sie blieben unverletzt. Offenbar hatte das Navigationssystem die Fähre in Caputh über die Havel nicht eingespeichert, so dass der 57jährige - in Erwartung einer Brücke -sein Auto mit hohem Tempo schnurstracks in den Fluss steuerte.

Laut Wasserschutzpolizei war der Fahrer nicht betrunken. Der Fährmann und ein Kollege eilten den zwei “Badenden“ rasch zu Hilfe.

Kurios: Der Unfall fand weltweite Beachtung. Die Fotos des Nobelklassewagens, wie er von einer Seilwinde aus dem Wasser gezogen wird, gingen um den Globus. Ein Fernsehteam aus Japan tauchte später mit Schauspielern auf, um die Orientierungstragödie nachzustellen

Untergang mitten auf dem Fluss

Bereits in den 1970er Jahren musste in Caputh ein Lastwagen W 50 (Bild siehe oben) aus dem Wasser geborgen werden. Damals war der Laster mitsamt der Fähre im Caputher Gemünde eingesunken.

Im Jahr 1933 brachte ein überladener Möbeltransporter die Fähre teilweise unter Wasser.

Und auch nicht motorisierte Gefährte hatten so ihre Probleme. 1919 ging auf der Fähre ein Pferdegespann durch.

Der Weg zur Fähre ist auch an anderen Stellen nicht immer einfach, wie zwei andere spektakuläre Fälle zeigen.

Ungebremst in die Havel

Ein 53-jähriger Škoda-Fahrer ist am 26. Februar 2013 um 6.30 Uhr am Fähranleger in Schmergow ungebremst in die Havel gefahren. Der Fahrer des Dienstwagens einer Firma in Eberswalde (Landkreis Barnim) konnte sich selbst aus dem Auto befreien und an Land schwimmen. Er kam bei dem Unfall mit dem Schrecken und Unterkühlungen davon. Am Ufer kümmerten sich andere Autofahrer um den Mann, bis der Rettungswagen eintraf und ihn in ein Krankenhaus brachte.

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Fährunglück in Caputh (Potsdam-Mittelmark): Am Freitag, 9. Oktober 2015, rutscht ein Auto von der Fähre Caputh ins Wasser. Der Fährverkehr muss vorübergehend eingestellt werden.

Quelle: Julian Stähle

Der Polizei sagte der Škoda-Fahrer, er habe „nicht aufgepasst“. Sowohl der Fähranleger auf der Schmergower Seite als auch am Ketziner Ufer sind nicht mit einer Kette oder einer Schranke gesichert.

Da das Auto zwischen den Pfählen im direkten Anlegebereich liegen blieb, musste der Fährverkehr zwischen Schmergow und Ketzin bis zum Mittag unterbrochen werden. Der Schiffsverkehr auf der Havel war nicht gesperrt worden.

Kurios: In dem Auto waren zwei Waffen gefunden worden. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um Schreckschusswaffen. Nach einem Todesfall in seiner Familie soll der Autofahrer die Waffen als einen Erbanteil in Empfang genommen und sie in seinem Wagen vor fremdem Zugriff gesichert transportiert haben. Die Schreckschusswaffen wurden von der Polizei vorerst sichergestellt.

Vom Schnee ins Wasser

Erst am Vormittag des 6. Dezember 2012 war am selben Fähranleger ein Berliner in die Havel gerutscht. Der 53-jährige Fahrer hatte sein Fahrzeug auf der stark verschneiten Straße nicht mehr unter Kontrolle bekommen und war seitlich in die Havel gestürzt.

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Fährunglück in Caputh (Potsdam-Mittelmark): Am Freitag, 9. Oktober 2015, rutscht ein Auto von der Fähre Caputh ins Wasser. Der Fährverkehr muss vorübergehend eingestellt werden.

Quelle: Julian Stähle

Durch die geöffnete Seitenscheibe konnte er sich aus dem Auto retten. Auch er kam mit dem Schrecken und Unterkühlungen davon.

Von MAZonline

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Unfall in Caputh
In die Havel gerutscht.

Kurioser Unfall am Fähranlieger in Caputh: Kurz bevor am Freitag die Fähre anlegen will, rutscht ein Jeep von der „Tussy 2“ kopfüber ins Wasser. Der Boots- und Fährverkehr ist für die Bergungs- und Reparaturarbeiten komplett eingestellt.

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