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Potsdam-Mittelmark Unfall von Reifendieb hat heftige Folgen
Lokales Potsdam-Mittelmark Unfall von Reifendieb hat heftige Folgen
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16:04 12.03.2017
Der zerstörte Kleintransporter auf der A 10. Quelle: Julian Stähle
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Glindow/ Lehnin

Stau auf der A 10 am späten Freitagabend. Bei Glindow geht es nicht mehr vorwärts. Plötzlich kracht’s. Ein Kleintransporter rast gegen 22 Uhr mit voller Wucht ins Stauende und rutscht schräg in einen stehenden Lkw.

Der Aufprall ist so heftig, dass das Fahrzeug fast bis zur Hälfte unter den Laster geschoben und seitlich aufgerissen wird. Der Fahrer (48) wird eingeklemmt und kann sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.

Die eintreffenden Rettungskräfte haben Schwierigkeiten an den Mann heranzukommen. Schließlich muss die Feuerwehr den Fahrer mit schwerem Gerät aus dem zerstörten Kleintransporter freischneiden.

Das abgeflexte Dach des Kleintransporters. Quelle: Julian Stähle

Der Fahrer wird mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht. Der Gesamtsachschaden beträgt rund 30.000 Euro.

Warum der Mann das Stauende nicht gesehen hat, ist bisher unklar.

Hehlerware im Laderaum

Als die Polizisten den Laderaum des Kleintransporters überprüfen, stoßen sie auf unzählige Autoreifen. Misstrauisch überprüfen die Beamten die Kennzeichen auf den Reifen.

Die Polizei fand Dutzende Reifensätze im Kleintransporter Quelle: Julian Stähle

Es stellt sich heraus, dass sich die Reifen gar nicht in dem Kleintransporter, sondern bei einem Händler in Hildesheim befinden müssten, so Jürgen Wildemann von der Autobahnpolizei. Die Polizei geht daher davon aus, „dass der Transporter mit Hehlerware aus Diebstahl bestückt war“, so Wildemann gegenüber der MAZ.

Schwerer Folgeunfall auf der A 2

Der Unfall und die Aufräumarbeiten verschlimmern die Verkehrslage auf der A 10 derweil drastisch. Der Verkehr kommt völlig zum Erliegen, der Rückstau zieht sich über das Dreieck Werder hinaus bis auf die A 2 - und dort kracht es gegen 1.30 Uhr wieder.

Unfall auf der A 2. Quelle: Julian Stähle

Ein Kleinlaster schiebt einen Pkw unter einen davor stehenden Lkw. Der Pkw-Fahrer wird dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

Wieder rücken die Rettungskräfte und die Feuerwehr aus – und stecken in Höhe einer Baustelle selbst im Stau fest. Von einer Rettungsgasse keine Spur. Keine Chance auf ein Durchkommen.

Doch die Retter handeln schnell. Kurzerhand flexen sie eine mobile Leitplanke zu einen abgesperrten Baustellenbereich auf. Nach aufwendigen Rangiermanövern schaffen es die Rettungskräfte, sich auf den Weg zu dem Unfallopfer zu machen und den Fahrer aus der misslichen Lage zu befreien.

Die Feuerwehr am Unfallort. Quelle: Julian Stähle

Dennis Stimming von der Freiwilligen Feuerwehr Lehnin reagierte mit Unverständnis auf das Verhalten der anderen im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer.

Gegenüber der MAZ sagte er, dass es „frustrierend [sei] wenn man nicht schnell genug voran kommt“. Er hat wenig Verständnis dafür, dass sich die Lkw „auf zwei Spuren stellten und es somit nicht möglich war eine Rettungsgasse zu bilden“.

Von MAZonline

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