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Uni Potsdam baut in Rehbrücke

Campus für Ernährungsforschung entsteht in Bergholz-Rehbrücke Uni Potsdam baut in Rehbrücke

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung und die Universität Potsdam wollen einen gemeinsamen Campus entwickeln. Auf dem Gelände des Institutes in Bergholz-Rehbrücke planen die beiden Partner zwei neue Forschungsgebäude. Insgesamt sollen 40 Millionen Euro investiert werden.

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Arbeiten im Zell-Labor des Rehbrücker Institutes.

Quelle: Till Budde/Dife

Bergholz-Rehbrücke. Der Forschungsstandort Bergholz-Rehbrücke erfährt eine erhebliche Aufwertung: Das dort ansässige Institut für Ernährungsforschung (Dife) und die Universität Potsdam wollen auf dem Gelände an der Arthur-Scheunert-Allee einen gemeinsamen Campus für Ernährungs- und Gesundheitsforschung entwickeln. Beide Einrichtungen planen einen Neubau auf dem Areal und wollen jeweils 20 Millionen Euro investieren, die zum großen Teil mit EU-Fördermitteln und mit Zuschüssen von Bund und Land finanziert werden können. Das Rehbrücker Institut und die Uni Potsdam bauen ihre neuen Forschungsgebäude getrennt, den Campus entwickeln sie gemeinsam.

Das Ernährungsforschungsinstitut will hinter dem Haupthaus in der Nähe der Lenbachstraße ein Labor- und Bürogebäude für 20 Millionen Euro errichten. Das Geld geben jeweils zur Hälfte Bund und Land. „Wir haben die Vorplanung gerade abgeschlossen. Wenn die Genehmigungen bis zum Sommer 2018 eintreffen, soll der erste Spatenstich im Frühjahr 2019 erfolgen“, sagte Birgit Schröder-Smeibidl, Administrative Direktorin des Rehbrücker Institutes. Das Projekt wird noch im Ortsentwicklungsausschuss der Gemeinde Nuthetal vorgestellt. „Wir werden auch die Nachbarn einladen, sobald die Genehmigungsplanung vorliegt.“ Gegenüber der Fläche, auf dem der Neubau entstehen soll, befinden sich an der Lenbachstraße Einfamilienhäuser.

„Unser Ziel ist es, ab Ende 2021 das neue Haus zu beziehen“, sagte Birgit Schröder-Smeibidl. Geplant ist, in dem zweigeschossigen Neubau Labors und das Zentrum für Humanstudien unterzubringen, in dem zum Beispiel Probanden im Rahmen von Ernährungsstudien untersucht werden können. Im zweiten Obergeschoss soll die epidemologische Abteilung angesiedelt werden. Wissenschaftler dieser Abteilung arbeiten etwa an Langzeitstudien, um die Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit zu erforschen. Im Neubau werden zudem einige größere Seminarräume für Vorlesungen entstehen. Rehbrückes Ernährungsforscher und die Universität Potsdam sind bereits seit den 1990er Jahren Partner. Die Uni-Studenten der Ernährungswissenschaften bekommen in Bergholz-Rehbrücke ihre Masterausbildung.

Für Potsdams Universität ist die Errichtung eines eigenen Forschungsgebäudes in Bergholz-Rehbrücke eine Premiere: Der erste Uni-Neubau soll etwas versetzt vom Eingangsgebäude des Rehbrücker Institutes auf einem Baufeld an der Arthur-Scheunert-Allee/ Ecke Richard-Kuckuck-Straße entstehen und wird knapp 20,2 Millionen Euro kosten. Die Uni bekommt 16,1 Millionen Euro an EU-Fördergeld aus dem Topf für regionale Entwicklung (Efre) für das Vorhaben. Angestrebter Baubeginn ist im Juni 2018, sagte Hans Göbel von der Bauverwaltung der Universität. Die Fertigstellung des Forschungsgebäudes, in dem Labors, Büros und Technikräume eingerichtet werden, ist für November 2020 geplant.

Das Uni-Campusgebäude hat in seiner geplanten Gestalt als gelbblauer Klinkerbau bereits den Segen des Ortsentwicklungsausschusses der Gemeinde Nuthetal, zu der Bergholz-Rehbrücke gehört. „Es gibt keine Bedenken. Wir können stolz sein, dass wir ein Universitätsgebäude bekommen“, sagte Ausschussvorsitzender Winfried Jahnke (BFN).

Deutsches Institut für Ernährungsforschung

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (Dife) in Bergholz-Rehbrücke ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und feierte dieses Jahr 25-jähriges Bestehen. Erforscht werden zum Beispiel ernährungsbedingte Ursachen von Krankheiten.

Die Anfänge der Ernährungsforschung in Rehbrücke liegen aber deutlich länger zurück. Als Geburtsjahr gilt 1946. Damals hieß die Einrichtung noch Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaften.

Von Jens Steglich

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