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„Unser Haus ist auch zu Weihnachten offen“

Familien laden Brücker Flüchtlinge ein „Unser Haus ist auch zu Weihnachten offen“

Am Donnerstag laden einige Familien aus Brück (Potsdam-Mittelmark) und Umgebung Bewohner des Übergangswohnheimes ein, um gemeinsam zu backen und zu Essen. Mehr als zehn Anmeldungen hat die Gruppe „Brück hilft“ bereits entgegen genommen.

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Monika Kassin

Quelle: Thomas Wachs

Brück. Am Donnerstag laden einige Familien aus Brück und Umgebung Bewohner des Übergangswohnheimes ein, um gemeinsam zu backen und zu Essen. Mehr als zehn Anmeldungen hat die Gruppe „Brück hilft“ bereits entgegen genommen. So auch von Monika Kassin (56). Sie und ihre Familie laden übermorgen auf ihren Brücker Landhof ein.


MAZ:
Was hat Sie bewogen, Frau Kassin, an der Adventsaktion der Kirchengemeinde und der Gruppe „Brück hilft“ teilzunehmen?

Monika Kassin: Ich hatte in der Zeitung den Aufruf gelesen. Die Idee finde ich sehr gut. Es war sofort klar, dass wir da mitmachen werden. Schließlich backen wir ja ohnehin ständig auf dem Hof. Auch habe ich schon Kontakte zu den Zugezogenen im Wohnheim. Zur Begrüßung der Ersten hatte ich damals Brote gebacken und sie mit Salz gereicht. Später hatten wir schon Männer aus Syrien hier zum Brotbacken auf dem Hof. Das war eine tolle Erfahrung, die uns alle bereichert hat. Letztlich will ich auch etwas von der Gastfreundschaft zurückgeben, die ich immer erleben durfte, wenn ich im Sommer Früchte vom Hof, die wir hier nicht verarbeiten konnten, ins Heim gebracht hatte.

Haben Sie schon konkrete Pläne für den Aktionstag selbst?

Kassin: Wir sind da flexibel. Die Aktionsgruppe hatte zwar Vorschläge für einen zweistündigen Ablauf als Anregung unterbreitet, die jeder ja ausschmücken kann. Noch wissen wir ja gar nicht, wer konkret zu uns kommt. Wir lassen uns da einfach überraschen. Nur die Nationalität der Gäste möchte ich einen Tag vorher gerne wissen, damit wir mit dem Essen nicht falsch liegen. Sicher werden wir Kekse backen, womöglich gemeinsam mit Kindern die Weihnachtskrippe aufbauen, basteln oder Bilder ansehen. Natürlich geht es auch zu unseren Tieren auf dem Hof. Wir werden aus der Familie und mit Freunden sechs Leute sein und hoffentlich ebenso viele Gäste.

Sie verstehen den Aktionstag also auch als große Bereicherung für sich selbst?

Kassin: Auf jeden Fall. Da haben wir schon gute Erfahrungen mit afrikanischen Gästen, die immer auch für uns tolle Impulse brachten. Zum Beispiel beim Austausch über unsere Sprachen.

Könnten Sie sich vorstellen, bislang fremde Gäste womöglich auch zu Heiligabend einzuladen?

Kassin: Auf jeden Fall. Unser Haus ist auch zu Weihnachten offen, vor allem für Freunde und Menschen, die niemanden haben. Das war schon immer so. Ich kenne das so auch aus meiner Familie, deren Vorfahren aus Russland und Polen stammen.

Von Thomas Wachs

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