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Potsdam-Mittelmark Ohne Sorgen in das neue Schuljahr
Lokales Potsdam-Mittelmark Ohne Sorgen in das neue Schuljahr
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00:44 25.08.2014
Cornelia Scholla kann an der Bad Belziger Oberschule einen neuen Lehrer zum Dienst einplanen. Quelle: A. Koska
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Bad Belzig

Das neue Schuljahr kann am Montag im Fläming ohne größere Sorgen beginnen. Das zumindest sichern die Schulräte zu. „An den Grund- und Förderschulen im meiner Zuständigkeit sind aktuell alle Voraussetzungen gegeben“, berichtet Heike Noll. Die Schulrätin ist zufrieden, da es keine Umsetzungen von Lehrern gab und freie Stellen alle mit ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden konnten. Einzige Wermutstropfen seien Klassenzusammenlegungen in der 5. Klassenstufe in Niemegk, Brück und Bad Belzig. „Diese wurden durch die Bildung der Leistungs- und Begabtenklassen am Fläming-Gymnasium nötig“, erklärt Noll.

Auch der für Oberschulen und Gymnasien der Region zuständige Schulrat vermeldet Positives: „Alle Lehrerstellen sind besetzt, wir konnten an Oberschulen eine verstärkte Nachfrage der Schüler beobachten“, sagt Frank Quella. So gibt es an der Krause-Tschetschog-Oberschule in Bad Belzig drei neue 7. Klassen. „Wir haben 62 Schüler in dieser Klassenstufe und konnten deshalb eine Klasse mehr eröffnen“, erklärt Cornelia Scholla. Die Schulleiterin glaubt, dass bei einigen Eltern ein Umdenken stattgefunden hat. „Es muss nicht mehr mit aller Gewalt das Gymnasium sein. Es wird wieder mehr geschaut, wo Stärken der Kinder liegen“, so die Pädagogin. Immerhin sei auch nach der 10.Klasse ein Übergang an ein Oberstufenzentrum möglich, wo das Abitur abgelegt werden kann. Die Schulleiterin vermeldet auch einen Neuzugang im Kollegium. „Ein junger Lehrer aus Bayern wird Deutsch und Geschichte unterrichten, da hatten wir Bedarf“, sagt Cornelia Scholla. Schon voriges Jahr wurden zwei junge Lehrer eingestellt. Darunter eine Sonderpädagogin. So stehen jetzt zwei Sonderschullehrer zur Verfügung. Denn rund 20 der 247 Schüler haben Förderbedarf. Die meisten im Bereich Lernen. Da perspektivisch dafür die Förderschulform aufgelöst werden soll, könnte der Bedarf steigen. „Es ist schön, dass auch einige dieser Schüler einen Abschluss schaffen“, erzählt Scholla. „Dieses Jahr hat es eine Schülerin gepackt, deshalb sollten wir noch mehr Sonderpädagogen haben.“ Und: „Mit mehr Förderung könnte noch mehr erreicht werden.“

900 neue Lehrer im Amt

Im neuen Schuljahr besuchen im Land Brandenburg etwa 270000 Jungen und Mädchen eine Schule. Das sind etwa 2000 mehr als im Vorjahr.
Für die Folgejahre rechnet das Bildungsministerium mit einem weiteren geringen Anstieg der Schülerzahlen.
Neu eingestellt hat das Land jetzt knapp 900 Lehrer. Zur Abdeckung des Unterrichts an öffentlichen Schulen stehen somit insgesamt rund 16900 Vollzeit-Lehrerstellen zur Verfügung.
Im Land Brandenburg gibt es gegenwärtig 403 Grundschulen, 118 Oberschulen, 21 Gesamtschulen, 76 Gymnasien, 25 Oberstufenzentren, inklusive 16 beruflicher Gymnasien, sowie 84 Förderschulen in öffentlicher Hand.
Hinzu kommen 62 Grundschulen,
24 Gymnasien, 42 weiterführende Schulen der Sekundarstufe I und neun Förderschulen in privater Trägerschaft.

Am Treuenbrietzener Gymnasium kann Gerd Ulbrich drei Vertretungslehrer für langzeiterkrankte Kollegen begrüßen. „So wird sich Unterrichtsausfall sicher in Grenzen halten“, sagt der Schulleiter. Zwei 7.Klassen mit insgesamt 39 Schülern sind eingerichtet. „Das ergibt ein sehr angenehmes Arbeiten“, so Ulbrich. „Wir können noch einmal mit einer Ausnahmegenehmigung durchstarten“, sagt der Schulleiter. Angesichts der abermals gesunkenen Schülerzahl macht er sich aber Gedanken über die Zukunft. „Hauptsächlich sehe ich Probleme mit dem Kurssystem in der Sekundarstufe II, wenn die schon dünner besetzten 8. und 9. Klassen hochrücken“, so Ulbrich. Wurden vor zwei Jahren noch 47 Schüler in den 7. Klassen begrüßt, waren es im Vorjahr 41 und nun 39. „Dort muss sich die Stadt als Schulträger positionieren und erklären, wie es weitergehen soll“, sagt Schulrat Frank Quella.

Von Andreas Koska

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