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Potsdam-Mittelmark Unterwegs mit Spendensammlern der Volkssolidarität
Lokales Potsdam-Mittelmark Unterwegs mit Spendensammlern der Volkssolidarität
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10:56 07.03.2018
Klaus Benke bedankt sich bei Karin Pioch. Die Bad Belzigern hat die Volkssolidarität mit einer Spende unterstützt. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Klaus Benke (67) aus Bad Belzig zieht den Reißverschluss seiner Jacke weit nach oben und das Stirnband über die Ohren. Dann macht er sich auf den Weg in die Stadt. Jedoch nicht um zu bummeln oder den Einkauf zu erledigen. Der 67-Jährige will in den Straßen der Kurparksiedlung Spenden für die Volkssolidarität erbitten.

„Eigentlich startete die traditionelle Spendensammlung des Landesverbandes Brandenburg schon am 1. März. Sie läuft bis zum 2. Mai“, erläutert Benke. Wie lange er sich bereits in den Dienst der guten Sache stellt, vermag er auf Anhieb nicht zu sagen. Nur soviel: „Schon sehr lange.“ Im nächsten Atemzug erklärt er, dass er nur ein kleines Rad im Getriebe der Brandenburger Spendensammler sei. In Bad Belzig sind außerdem Ursula Gollmer, Helga Leo und Gerlind Deichgräber unterwegs. Das aufeinander eingespielte Quartett hat die Straßen der Stadt untereinander aufgeteilt. Jeder läuft somit ein bestimmtes Areal ab.

Mehrheit der Bad Belziger ist Sammlern gegenüber aufgeschlossen

Dann bleibt keine Zeit für weitere Erklärungen. Benke steht an der Haustür eines schmucken Einfamilienhauses. Er klingelt. Während der Ruheständler darauf wartet, dass die Tür geöffnet wird, holt er einen Sammlerausweis aus der Tasche. Das vom Landesverband der Volkssolidarität ausgestellte Papier legitimiert ihn, Spenden zu sammeln.

Kaum hält er es in den Händen, öffnet sich auch schon die Haustür. Klaus Benke nennt seinen Namen und erklärt mit drei kurzen Sätzen sein Kommen. „80 Prozent aller Bad Belziger bitten mich daraufhin, einzutreten.“ Dabei kommt ihm zugute, dass sein Gesicht vielen Menschen vertraut und das ehrenamtliche Engagement der Eheleute Benke stadtbekannt ist.

Spenden für Küchenmöbel

Die Spenden des vergangenen Jahres sind zur finanziellen Unterstützung der sozialen Betreuung und der kulturellen Angebote in den 68 Mitgliedergruppen des Verbandsbereiches Mittelmark verwendet worden.

Ferner für den Erhalt der vier Begegnungsstätten und die Arbeit im sozialen Zentrum (Suppenküche).

In diesem Jahr bittet der Landesverband der Volkssolidarität Brandenburg, mit Spenden bei der Anschaffung von Küchenmöbel für den Bereich Kinder und Jugend zu helfen. Dieser Bereich bietet 34 stationäre Plätze für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Hilfen zur Erziehung.

Darüber hinaus will der Verband die Pflege von Nachbarschaftskontakten und die Hilfe für Nachbarn sowie das weitere Betereiben der Suppenküche in Potsdam fördern.

Mit den Worten „Ist tatsächlich schon wieder ein Jahr rum“, wird er von Karin und Hans-Peter Pioch begrüßt und ins Haus gebeten. Die Eheleute gehören zu den Menschen, die alljährlich die Spendenaktion der Volkssolidarität unterstützen. Während Benke ihnen erläutert, wofür die diesjährigen Spenden gedacht sind und wie die aus dem vergangenen Jahr verwendet wurden, notiert Karin Pioch ihren Namen und den gegebenen Spendenbetrag in einer nummerierten Liste.

Bevor Spendensammler Benke sich verabschiedet, wechseln die drei noch einige freundliche Worte. Dem 67-Jährigen wünschen sie auf der Runde viel Erfolg. Der ist auch dringend notwendig. Denn nicht immer findet das Anliegen der Spendensammler Gehör. „Es gibt Menschen, die glauben immer noch, wir würden das Geld für Busreisen oder für einen Kaffeeklatsch verwenden“, sagt Klaus Benke. Wenig später steht er vor dem nächsten Haus. Das Prozedere wiederholt sich. „Solidarität ist für mich persönlich eine ganz wichtige Sache. Bei dem was gerade in der Welt geschieht, ist sie für mich heute fast noch wichtiger als früher“, erklärt Irma Zandtke ihr Engagement. Die Ruheständlerin spendet und verabschiedet Klause Benke mit den Worten: „Bis zum nächsten Jahr“.

Ursula Gollmer, Klaus Benke und Helga Leo (v.l.) sind im Namen der Volkssolidarität unterwegs und sammeln spenden. Quelle: Christiane Sommer

Benke setzt seinen Weg durch den Kurpark fort. Bis die Füße frieren. Darüber zu klagen, kommt für ihn jedoch nicht in Frage. Auf dem Heimweg macht er sich bereits Gedanken, in welchen Straßenzügen er in den kommenden Tagen um Spenden bitten will.

Unterwegs kommt er an Geschäften vorbei, in denen entsprechende Informationsblätter aushängen und ausliegen und mit denen auf die Haustürsammlung hingewiesen wird. Die gibt es zwischenzeitlich schon seit 1947.

Verbandsvorsitzender Bernd Niederland versichert, dass die Volkssolidarität auch im 72. Jahr ihres Bestehens der Gründungsmaxime „Miteinander-Füreinander“ treu bleiben werde. Grundanliegen sei es, Bedürftigen aller Altersgruppen zu helfen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn sie von Krankheit und Armut betroffen sind. Im vergangenen Jahr konnten auf dem Weg der Spendensammlung über 300 000 Euro für gute Zwecke gewonnen werden.

Von Christiane Sommer

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