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Potsdam-Mittelmark Unverhofftes Angebot bringt Gemeinde in Nöte
Lokales Potsdam-Mittelmark Unverhofftes Angebot bringt Gemeinde in Nöte
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17:28 10.04.2018
2016 starteten Vereinsmitglieder die Aktion „Rasenspender“. 26 600 Euro wurden bis jetzt für den Bau eines Kunstrasenplatz gesammelt. Quelle: Christel  Köster
Nuthetal

Eine unverhoffte Chance auf eine Menge Fördergeld für den Bau eines Kunstrasenplatzes bietet sich dem SV 05 Rehbrücke und der Gemeinde Nuthetal. Wie Jörg Erxleben, Abteilungsleiter Fußball, im Ortsentwicklungsausschuss mitteilte, wurde im Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) das Budget für das Kreisgebiet aufgestockt und der SV 05 könnte davon maßgeblich profitieren. Es geht um etwa 334 000 Euro Fördermittel, die dem Verein in Aussicht gestellt wurden.

Erxleben sprach von einer einmaligen Chance, fast die Hälfte der Gesamtkosten gefördert zu bekommen, um den langgehegten Traum von einem modernen Kunstrasenplatz zu verwirklichen. Die frohe Botschaft hat allerdings einen Haken. Die Offerte ist an zwei Voraussetzungen geknüpft, die jetzt die Gemeinde Nuthetal in Zeitnot bringen. Bis 5. April soll die Kommune eine Gesamtfinanzierung des Projektes nachweisen und der Bau des Platzes muss noch in diesem Jahr begonnen werden. Der Termin im April ist nicht zu halten, sagte Bauamtsleiter Rainer vom Lehn und verwies darauf, dass ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden muss, um die fehlende Summe einzustellen. Außerdem müssen Kommunen für solche Investitionsvorhaben eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vornehmen, so vom Lehn. Er hat beim Landessportbund um eine Fristverlängerung bis 12. Juni gebeten, eine Antwort steht noch aus.

Wilfried Jahnke, Vorsitzender des Ortsentwicklungsausschusses, drängte darauf, „das gesamte Verfahren zu beschleunigen und alle Möglichkeiten auszunutzen, um die Fördermittel zu bekommen“. Er erinnerte daran, dass sich die Gemeindevertreter im Grundsatz dafür ausgesprochen haben, den Bau von Kunstrasenplätzen in Bergholz-Rehbrücke und Saarmund in Angriff zu nehmen. SPD-Fraktionschefin Monika Zeeb mahnte indes, sich vorher einen Überblick zu verschaffen, was an Investitionen in den nächsten Jahren noch anstehen und wie viel Geld da ist. „Wir müssen eine Kita bauen und vielleicht die Otto-Nagel-Grundschule erweitern“, so Zeeb. Bekommt Nuthetal eine Fristverlängerung, will der Bauamtschef bis zur Gemeindevertretersitzung am 12. Juni die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Projekt vorlegen. „Dann müssen die Gemeindevertreter entscheiden“, sagte er und fügte hinzu: „Wenn es schneller geht, werden wir um eine Sondersitzung bitten.“

Eine Machbarkeitsstudie liegt zumindest schon vor. Planer Frank Basler hatte zwei Varianten für den Kunstrasenplatz untersucht. Der Ortsentwicklungsausschuss wie auch der Sportverein selbst favorisieren Variante 1. Sie sieht vor, das Kunstrasenfeld im Bereich des jetzigen Schotterplatzes parallel zur Aula der Otto-Nagel-Schule anzulegen. Die Kosten bezifferte Basler auf etwa 704 000 Euro. Vorteil der Variante 1: Die vorhandene Beachvolleyballanlage und das Kleinspielfeld auf dem Sportgelände des SV 05 Rehbrücke blieben erhalten.

Von Jens Steglich

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