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Potsdam-Mittelmark Unwettereinsätze in Ragösen und Rietz
Lokales Potsdam-Mittelmark Unwettereinsätze in Ragösen und Rietz
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16:08 24.05.2016
An der Friedenseiche in Ragösen hinterließ die Schlammlawine viel Arbeit. Quelle: Andreas Koska
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Ragösen/Rietz/Baitz

Ein Unwetter vom Montagabend hielt Anwohner und Einsatzkräfte die Nacht über in einzelnen Flämingorten in Atem. Feuerwehren sowie Mitarbeiter von Bauhöfen und des Stromversorgers Edis rückten aus. Auch am Dienstagvormittag waren noch Aufräumarbeiten zu erledigen. Unter anderem in Ragösen.

Herbert Greiner wundert sich dort allerdings schon lange nicht mehr. Jedes Mal wenn es zur starken Regengüssen kommt, ergießt sich eine dicke Schlammlawine an seinem Haus in Ragösen vorbei. So auch in der Nacht zu Dienstag. 45 Liter Niederschlag je Quadratmeter wurden in dem Flämingdorf gemessen. Von den Feldern auf der Polz-Anhöhe schoss bald ein reißender Bach, der Schlamm, Sand und Feldsteine mit sich führte, über den Polzweg auf die Briesener Straße und von dort weiter bis zur Bundesstraße 102 herunter. Dabei wird der Feldweg immer wieder ausgespült.

Briesener Straße mit Sandschicht überzogen

Da die Bundesstraße etwas höher liegt, sammelte sich das Wasser rund um die Friedenseiche. Die Briesener Straße war am Dienstagmorgen mit einer Sandschicht überzogen und Markierungen nicht mehr zu erkennen. „Ich wohne hier seit 1977 und erlebe das fast jedes Jahr, es wird nichts gemacht“, ärgert sich Malermeister Greiner. So sei vor seinem Haus im Vorjahr gar ein 50 Zentimeter tiefer Teich entstanden in dem die Nachbarskinder planschten. Soweit ist es diesmal nicht gekommen. „Die Straße müsste befestigt und Querinnen eingebracht werden. Dann gäbe es eine Chance dafür, den alljährlichen Schlammlawinen Einhalt zu gebieten“, sagt Greiner. Am Dienstagmorgen machten sich die Mitarbeiter des Bad Belziger Bauhofs mit einem Kleinbagger und Kehrmaschinen an die Aufräumarbeiten.

Zentimeter hoch Wasser auf der Straße

Bis die Nacht hinein zog sich indes der Feuerwehreinsatz in Rietz-Bucht hin. Zehn Einsatzkräfte aus Pflügkuff und Rietz kämpften dort mit zwei Pumpen von 21.40 Uhr bis circa 23 Uhr gegen die mehrere Zentimeter hohen Wassermassen auf der Straße. Das Problem tritt immer wieder auf, weil die mit Pumpen ausgerüsteten Sammelschächte für Regenwasser irgendwann überfordert sind, erklärt Treuenbrietzens Stadtbrandmeister Jens Heinze.

Gehöft nach Blitzschlag ohne Strom

Bei Baitz war unterdessen der Einsatz von Mitarbeitern des Stromversorgers Edis nötig. Gegen 5.45 Uhr fiel dort am Dienstagmorgen auf dem abgelegenen Gehöft Wiesenau der Strom aus. Vermutlich war ein Blitzschlag die Ursache. Weitere Störungen durch das Unwetter gab es im Hohen Fläming nicht, teilte Netzmeister Thomas Lennecke der MAZ mit.

Von Andreas Koska und Thomas Wachs

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