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Potsdam-Mittelmark Unwissen? Ignoranz bei Rettungsgassen!
Lokales Potsdam-Mittelmark Unwissen? Ignoranz bei Rettungsgassen!
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15:46 21.07.2017
Ralf Kühne und Tino Bastian glauben, dass Rettungsgassen nicht aus Unwissenheit ausbleiben, sondern durch Ignoranz. Quelle: Christin Iffert
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Niemegk

Fehlende Rettungsgassen sind seit Jahren ein Problem. „Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen wird es sich weiter verschärfen“, meint der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Werner-Siegwart Schippel. Es müsse stärker in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer rücken. Deshalb hat er Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter und Verkehrsministerin Kathrin Schneider am Donnerstag ein Banner mit einem Piktogramm auf dem Hof der Autobahnmeisterei Niemegk vorgestellt, das in sechsfacher Ausführung an Autobahnbrücken in ganz Brandenburg platziert wird.

Die Autobahnmeisterei platziert das Hinweisschild an der Autobahnbrücke unweit von Niemegk. Quelle: dpa-Zentralbild

Eines prangt nun über der Autobahnstrecke bei Niemegk - sichtbar für die Fahrer Richtung Berlin. Sicher, es kann Aufmerksamkeit generieren. Dass solch ein Banner Wunder bewirkt, glauben Tino Bastian und Ralf Kühne von den Freiwilligen Feuerwehren aus Niemegk und Dahnsdorf nicht. Wenn es drauf ankommt, hätten ihn Kraftfahrer nach zehn Kilometern vermutlich wieder vergessen. Innenminister Schröter machte indes deutlich, dass vor allem das eingearbeitete Piktogramm wichtig sei. „Es zeigt Fahrern, wie eine Rettungsgasse richtig gebildet wird. Gerade in Ost-West-Richtung gibt es andere Regeln.“ Überhaupt sei es sinnvoll, verstärkt Visualisierungen an Autobahnbrücken im Grenzbereich und an Autobahnraststätten aufzustellen. Schröter glaubt, dass es auf der Autobahn wie immer im Leben sei: „Es kommt auf die Ersten an.“ Stehen die richtig, „müssen sich die anderen nur noch anstellen.“

Feuerwehrmann Thomas Lemmler, der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Werner-Siegwart Schippel, Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) haben in Niemgk das Banner „Bei Stau: Rettungsgasse“ vorgestellt. Quelle: Christin Iffert

Die Erfahrungen der Feuerwehrleute sind andere. „Dass die Fahrer mit ihren Wagen nicht zur Seite fahren ist meistens kein Unwissen, das ist schlichtweg Ignoranz. Da zieht der Erste und der Zweite rüber – und der Dritte bleibt stehen und freut sich, dass er gut sehen kann, was passiert“, sagt Ralf Kühne, stellvertretender Ortswehrführer aus Dahnsdorf.

Es gibt nur noch selten Einsätze auf der Autobahn, bei denen es nicht wegen einer blockierten Rettungsgasse stockt. „Wir steigen dann aus, winken oder klopfen an die Scheiben, um die Fahrer nach links und rechts zu delegieren“, erklärt Amtsbrandmeister Tino Bastian. Das sei frustrierend, weil es eben keine Floskel ist, dass Minuten oder gar Sekunden Leben retten. Die Wehren rücken in weiser Voraussicht immer aus zwei entgegengesetzten Richtungen an.

Ankommen gegen die Verkehrssünder könne man ihrer Ansicht nach nur mit harten Strafen. Die Polizeidirektion West hat verstärkt Kontrollen angekündigt. Klar ist aber, dass es dafür keine extra Kräfte geben wird. „Verstärkt wird das Hinsehen“, sagt Schröter.

Von Christin Iffert

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