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Potsdam-Mittelmark Urgestein Andreas Kuhnert verlässt Landtag
Lokales Potsdam-Mittelmark Urgestein Andreas Kuhnert verlässt Landtag
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00:34 12.10.2015
Andreas Kuhnert Quelle: Julian Stähle
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Kloster Lehnin

Er galt als der ewige Abgeordnete. Sechs Mal schaffte es der Lehniner direkt in den Landtag, dem er seit 1990 ununterbrochen angehört. Doch selbst ein sozialdemokratisches Zugpferd wie Andreas Kuhnert (64) trägt die Last nicht ewig. Um den gebürtigen Chemnitzer, der in seiner Fraktion gern mal gegen den Strom schwamm, ist es ruhig geworden. Am Mittwoch hat Kuhnert der Landtagspräsidentin Britta Stark gegenüber erklärt, dass er sein Landtagsmandat niederlegt. Er scheidet damit zum 31. Oktober nach 25 Jahren Landespolitik aus dem Parlament aus.

Der MAZ sagte Kuhnert, warum er auf sein Mandat verzichtet: „Es ist eine persönliche Entscheidung. Mir geht es nicht gut. Ich war seit September 2014 kaum noch im Landtag vertreten.“ Vertraute des ehemaligen Netzener Pfarrers wussten seit längerem um die gesundheitlichen Probleme Kuhnerts. Sein Kreistagsmandat hatte er bereits vor Monaten ohne großen Aufhebens niedergelegt. In seiner Position als Gemeindevertretervorsteher von Kloster Lehnin musste er immer öfter vertreten werden.

Dennoch möchte Kuhnert sein Ehrenamt in der Kloster Lehniner Gemeindevertretung behalten. Ehrenamtlich will er weiter für seinen einstigen Wahlkreis 16 (Brandenburg-Land) da sein. Zwischen Pritzerbe und Ziesar hatten ihm die Wähler seit 1990 stets die Treue gehalten. Kuhnerts letzter Triumph war die Landtagswahl 2014, bei der er 39,1 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen konnte. Sein bisher bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt. In einigen Ortsteilen seiner Heimatgemeinde Kloster Lehnin erhielt er über die Hälfte der Erststimmen. So in Grebs, Prützke und Michelsdorf. In seinem Lehniner Wohnort-Wahlbezirk kam der beliebte Landtagsabgeordnete auf über 56 Prozent der Erststimmen.

Bürgerbüro bleibt

„Ich will auch in Zukunft meine Netzwerke in den Ministerien nutzen, um bei Problemen in Wusterwitz, Ziesar oder anderswo helfen zu können“, so Kuhnert. Fest steht inzwischen, dass das Bürgerbüro in der Emstaler Straße 10 erhalten bleibt. Über 23 Jahre war dort Anke Pausemann die rechte Hand von Kuhnert. Das wird sie nun für seine Nachrückerin Barbara Hackenschmidt aus dem Landkreis Elbe-Elster. An Pausemanns Tätigkeitsort Lehnin ändert sich jedoch nichts.

Vermittler, Moderator, Türöffner. So hat Kuhnert selbst seine Rolle abseits des Politikbetriebes gesehen. Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion war fleißig an der Basis zu finden, gab Doppelstunden an Schulen, verhandelte mit Behörden, wenn es wieder mal im Wahlkreis klemmte. Den Woltersdorfen zum Beispiel verhalf er zu Fördermitteln für ihr Gemeindezentrum, das in der Dorfkirche eingerichtet wurde. Es war Kuhnert, der zusammen mit dem Amt Ziesar den Weg für eine Filiallösung für Görzke unter dem Dach der Thomas-Müntzer-Schule in Ziesar gelegt hat.

Für Region eingetreten

Langjährige politische Weggefährten wie Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) sprechen von Kuhnert als „Urgestein der jungen Brandenburger Demokratie“. Seine Wahlerfolge würden zeigen, wie unbeirrt Kuhnert für die Region und die Menschen eingetreten sei. Für die Mandatsniederlegung zeigt Baaske Verständnis: „Gesundheit geht vor.“ Der SPD-Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher sagt: „Andreas Kuhnert ist ein Mensch geblieben, mit viel Einfühlungsvermögen, mit viel Verständnis und klaren politischen Überzeugungen.

Von Frank Bürstenbinder

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