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Potsdam-Mittelmark Grundschüler gehen in die Matrix
Lokales Potsdam-Mittelmark Grundschüler gehen in die Matrix
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20:43 06.07.2016
Vjeran Sever (stehend) und die 6a sind auf das neue Medienprojekt schon sehr gespannt. Quelle: Martin Steger
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Teltow

Die evangelische Ursula-Wölfel-Grundschule in Teltow gehört zu den zehn sogenannten Referenzschulen im Land Brandenburg, die das Bildungsministerium für ein Pilotprojekt zum Thema Medienbildung ausgesucht hat. Das Projekt „Medienfit – Medienbildung und Medienentwicklungsplanung an Grundschulen im Land Brandenburg“ soll zum Schuljahr 2016/2017 starten und zunächst zwei Jahre lang laufen. Ab dem Schuljahr 2017/2018 sollen 32 weitere Netzwerkschulen in das Projekt aufgenommen werden, kündigt Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher (parteilos) an.

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche schon möglichst früh mehr an eine zielgerichtete und effektive Nutzung moderner Medien heranzuführen und ihnen die Gefahren im Netz bewusster zu machen. Aber auch Lehrer und Eltern sollen befähigt werden, die Medien im Schulalltag der Kinder oder im täglichen Leben besser nutzen und mit den Kindern üben zu können.

„Das Projekt klingt unheimlich attraktiv. Darum haben wir uns für die Teilnahme beworben“, sagt Schulleiter Matthias Röhm. Sein Team sieht sich neben anderen Profilen und Schwerpunkten vor allem auch als eine „Medienschule“. Der Schulbetrieb ist „kreidefrei“, der Lehrstoff wird über interaktive Whiteboards – elektronische Tafeln – vermittelt. „Wir sind mit modernen Medien gut ausgestattet und die einzige Schule im Projekt in freier Trägerschaft. Vielleicht war das für das Ministerium interessant“, glaubt Lehrer Vjeran Sever. Die Grundschule wird vom Evangelischen Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin betrieben. Mit seinen beiden Kollegen Anja Muschalle-Haas und Stephan Höfer wird Sever das Medienprojekt an der Schule betreuen und auch mal in die Klasse von Kollegen gehen, wenn diese seine Hilfe benötigen.

Die Schüler werden mit Medien lernen, in Medien wie WhatsApp und Facebook zu arbeiten oder mit der Suchfunktion eines Browsers kritisch umzugehen, nennt Sever ein Beispiel. Die Schule nutzt dabei Programme eines Münchener Anbieters, die vom Datenschutz für Schulen freigegeben wurden. Dabei geht es nicht um die technische Perfektion, sondern um die inhaltliche Vermittlung des Lehrstoffes, deren Qualität sich erhöhen soll. Im Unterrichtsplan ab der dritten Klasse wird es einmal in der Woche eine Stunde zum Umgang mit dem Computer geben. Ab dem nächsten Schuljahr sollen Schüler ab der fünften Klasse von zu Hause aus mit Hilfe einer App auf Schulbücher zugreifen können. Das sei vor allem für erkrankte Kinder ein Vorteil, meint Schulleiter Röhm. Die alten Zeiten der Mitschriften von Mitschülern mittels Blaupapier sind längst passé.

In Zweierteams sollen die ausgewählten Grundschulen im Projekt zusammenarbeiten, sich gegenseitig besuchen und Erfahrungen austauschen. Nicht ganz zufällig werden das Schulen mit unterschiedlichen Erfahrungen in der Medienbildung sein, vermutet Röhm. In regelmäßigen Veranstaltungen unter anderem mit dem Landesinstitut für Schule und Medien (Lisum) Berlin-Brandenburg sollen Zwischenergebnisse ausgewertet werden.

Nach den zwei Projektjahren sollen die Referenzschulen anderen Schulen ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben zu können.

276 Kinder lernen in zwölf Klassen

In der Ursula-Wölfel-Grundschule lernen 276 Kinder in zwölf Klassen. Die Schule wird zweizügig geführt.

Das Team der Schule besteht aus 18 Lehrkräften, 14 pädagogischen Mitarbeiter/innen, zwei hauswirtschaftlichen Kräften und einer Sekretärin. Außerdem arbeiten einige ehrenamtliche Kräfte, beispielsweise in der Bibliothek, mit.

Mehrere Kooperationspartner unterstützen das Angebot am Nachmittag. Die Ursula-Wölfel-Grundschule ist eine Ganztagsschule.

Die Schwerpunkte an der Grundschule sind die evangelisch-diakonische Arbeit, Literatur und Lesen sowie Sport- und Bewegung.

Das Computerkabinett ist mit einem Lehrernotebook, 26 Schülernotebooks, einem Netzwerkdrucker und einem Beamer ausgestattet. Die Notebooks kommen über ein angepasstes Schüler-Netzwerk ins Internet und haben demnächst Zugriff auf Lernsoftware.

Als weitere Schule in der Region nimmt die Rosa-Luxemburg-Grundschule in Potsdam am Projekt teil.

Von Heinz Helwig

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