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Potsdam-Mittelmark Vandalismus könnte Autofahrer teuer zu stehen kommen
Lokales Potsdam-Mittelmark Vandalismus könnte Autofahrer teuer zu stehen kommen
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18:34 17.05.2017
Vor dem Eingang zur Ebene 6 steht ein Sofa, drumherum ist überall Graffiti. Quelle: Julian Stähle
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Werder

Graffiti an den Wänden, weißer Staub im Treppenhaus und abgerissene Feuerlöscher: Das Parkhaus am Werderaner Bahnhof macht einen verwahrlosten Eindruck. Im Dunkeln ist hier wohl niemand mehr gern unterwegs, um das Auto zu holen oder von dort aus zum Bahnsteig zu eilen. Dabei ist das Parkhaus mit sieben Etagen stark frequentiert. Für Pendler reichen die Parkplätze darin und rund um den Bahnhof schon lange nicht mehr aus. Erschwerend hinzu kommt, dass die oberen beiden Parkdecks seit vergangenem Sommer wegen Bauarbeiten gesperrt sind. Statt parkender Autos haben sich dort Vandalen breit gemacht.

Pendler klagen über die schlechte Parkplatzsituation am Bahnhof. Oftmals sind alle Plätze belegt. Quelle: Julian Stähle

Laut einem Bericht des Stadtfernsehens Brandenburg SKB-TV riecht es im ganzen Gebäude nach Cannabis und zahlreiche Zigaretten- und Joint-Reste zieren den Fußboden. Vor dem Zugang zu einem der gesperrten Parkdecks steht eine Couch, auf der es sich die Randalierer offenbar gemütlich gemacht haben. Es gebe kaum eine Wand, die nicht mit überdimensionalen Graffiti-Schmierereien überzogen sei, heißt es in dem Bericht des Fernsehsenders. Einige Fotos zeigen die Zerstörung und auch, dass sämtliche Feuerlöscher aus ihren Verankerungen gezogen und deren Inhalt auf allen Etagen im Treppenhaus verteilt wurde.

Schäden sollen schnellstmöglich behoben werden

„Die Stadt hat Spuren sinnloser Zerstörungswut im Parkhaus schon oft beseitigen müssen. Das Treppenhaus des Parkhauses wurde gerade erst renoviert und ist nun wieder mit Graffiti beschmiert worden“, sagte der 1. Beigeordnete, Christian Große (CDU), auf Anfrage der MAZ. Jährlich entstehe ein ganz erheblicher Aufwand für den Bauhof, um solche Schäden zu beseitigen. „Und zwar nicht nur am Parkhaus“, fügt er hinzu. Der Personalabbau der vergangenen Jahre bei der Polizei sei nicht zuträglich gewesen.

Das Treppenhaus ist nach Aussage des 1. Beigeordneten, Christian Große, frisch renoviert gewesen. Quelle: Julian Stähle

Es sei kaum möglich, die Schäden so schnell zu beseitigen, wie neue hinzugekommen sind, so Große. Dieses Problem gebe es nicht nur in Werder, sondern auch in anderen Kommunen des Landes Brandenburg. Im Zuge der anstehenden Sanierung sollen in den nächsten Wochen auch die aktuellen Schäden beseitigt werden. Der neuerliche Vandalismus kann dazu führen, dass die Stadt darüber nachdenkt, Parkgebühren zu erheben. Schon in der Vergangenheit sei diese Überlegung immer wieder aufgekommen. Bislang sind die Plätze kostenlos und daher das Parkhaus auch frei zugänglich. „Eine Bewirtschaftung hätte den Vorteil, dass es Personal im Parkhaus gäbe“, erklärte Große. Zudem denke man darüber nach, eine moderne Kameraüberwachung zu installieren.

Kosten für das neue geplante Parkhaus sind förderfähig

Wann die oberen beiden Decks wieder freigegeben werden, kann die Stadt noch nicht sagen. „Leider hatten sich die baulichen Mängel durch Betonfraß größer dargestellt als zunächst vermutet“, so Große. Weil die Stadt eine langfristig lohnende Lösung will, zieht sich der Sanierungsplan etwas hinaus. Es seien nun noch letzte statische Fragen zu klären. Die Reinigung des Parkhauses ist indes an ein Unternehmen vergeben worden. Der Reinigungsvertrag soll nachgebessert werden.

Wann es eine Entlastung der Parkplatzsituation am Bahnhof für die Pendler gibt, steht auch noch nicht fest. Geplant ist ein Parkhaus auf der anderen Seite der Schienen, auf der Havelauen-Seite zu errichten. Stadtsprecher Henry Klix zufolge wurde eine Förderanfrage an das Land gestellt, die ergeben hat, dass die Kosten für das neue Parkhaus förderfähig wären. „Wir werden jetzt weiter an dem Projekt arbeiten“, so Klix.

Gebührenfreies Parken war ein Versprechen

Im November 2005 war das Parkhaus nach einem Jahr Bauzeit fertig. Es bietet Platz für 234 Fahrzeuge.

Die Stadt als Bauherr hatte schon 2004 zur Grundsteinlegung gebührenfreies Parken zugesagt und ihr Versprechen gehalten. 2,2 Millionen Euro hat der Bau in unmittelbarer Nähe zum P+R-Platz gekostet und wurde mit 1,5 Millionen Euro gefördert.

Das Parkhaus hat sieben halbgeschossig versetzte Ebenen, die per Video überwacht wurden. Im Erdgeschoss existieren Parkplätze für Behinderte und für Frauen.

Platzmangel machte sich schon nach einigen Jahren bemerkbar. Dauerparker gehörten zur Tagesordnung.

Die Sanierung ist teuer für die Stadt: „Zur Wiederherstellung rechnet die Stadt mit Kosten von 375 000 Euro. Bereits 2016 waren hierfür 254 000 Euro bereitgestellt worden“, sagte Klix im Dezember 2016.

Von Luise Fröhlich

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