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Potsdam-Mittelmark Vegan liegt im Trend
Lokales Potsdam-Mittelmark Vegan liegt im Trend
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02:17 21.09.2015
Technologe Paul Kaleica bedient die Pilotanlagen. Quelle: Edith Mende
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Werder

Paul Ingenpass ist es gewöhnt, misstrauisch beäugt zu werden, wenn er zu erklären versucht, was in seinem Unternehmen hergestellt wird. „Ja, wir sind das mit den ,bösen’ E-Stoffen in den Lebensmitteln“, gesteht er. Dabei weiß er es doch besser. Schließlich sind alle Stoffe zur Verfeinerung, Verbesserung und zur Kreation neuer Produkte, die in der Condio GmbH hergestellt werden, ganz natürlichen Ursprungs.

Die Bürgschaftsbank Brandenburg, die das Unternehmen seit ihrer Gründung Ende der 1990er Jahre begleitet, hatte auf das Firmengelände im Apfelweg am Rande von Werder eingeladen. Eine Veranstaltung ihrer Reihe „Bürgschaftsbank vor Ort“. Zahlreiche Gäste von Banken und anderen Unternehmen hatten Gelegenheit, sich durch die Räume und Anlagen von Condio führen zu lassen, selbst zu sehen, was dort passiert. „Wir haben hier in Werder lediglich den Bereich Forschung und Entwicklung“, erläuterte der Geschäftsführer. Das spezifische Wissen über Hydrokolloide , Emulgatoren und Proteine sowie deren Zusammenwirken bilde das technologische Fundament zur Herstellung kreativer Lebensmittel, erfährt man aus dem Firmenkonzept. Was das konkret heißt, konnte man im sogenannten Technikum erfahren. Hier wird an kleinen Pilotananlagen erprobt, wie beispielweise der Joghurt oder das Softeis besonders cremig oder das Quarkdessert locker und fluffig werden und es auch über längere Zeit bleiben.

Im Verkostungsraum hat Jörg Grossmann ein Vielzahl von Produkten aufgebaut. Es sind Neuentwicklungen, Weiterentwicklungen, Technologieanpassungen, aber auch Lebensmittel die Trends oder ganz speziellen Kundenwünschen folgen. Darunter sind eine Mayonnaise ohne Ei und eine Joghurt-Ketchup-Kombination, die laut Grossmann den Geschmack im arabischen Raum trifft. Auch Analog-Käse, also ohne Milchbestandteile hergestellt, kann man probieren. Ohne ihn geht vegane Pizza nicht. Und vegan liegt im Trend.

„Viele unserer Rohstoffe haben bereits die Großmütter verwendet“, erläutert Katharina Homann, „beispielsweise das Pektin, damit die Marmelade geliert.“ Lebensmittel mit viel Protein, wenig Zucker und Kalorien seien zunehmend gefragt. Letzte Station des Rundgangs ist das Qualitätsmanagement. Hier wird geschüttelt, gerührt, zentrifugiert, mikroskopiert, erhitzt, gesiebt und gewogen, um sowohl die Qualität der Rohstoffe als auch der Produkte zu sichern. Condio habe schließlich Zertifizierungen wie Bio oder Ohne Gentechnik, erklärt Martin Henkel.

In Werder hat Condio mittlerweile 52 Mitarbeiter. „Was 1999 in Werder mit wenigen Leuten begann, erzielt nun eine jährlichen Umsatz von 35 Millionen Euro. Aus neun Nationen kommen auch die Condio-Mitarbeiter. „Wir möchten über Geschmack und Essgewohnheiten in den Ländern unserer Kunden informiert sein“, so Ingenpass. Überhaupt sei das Vertrauensverhältnis zu den Kunden enorm wichtig. „Er muss uns zum Optimieren der Produkte seine Rezepturen offenlegen. Wir entwickeln sie nach seinen Wünschen weiter oder kreieren für ihn etwas völlig Neues. Unser Wachstum wird derzeit nur begrenzt durch die kompetenten Mitarbeiter, die wir nicht finden“, sagt der Chef.

Von Edith Mende

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