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Verband macht Wasserwerke fit für heiße Tage

3,2 Millionen Euro für Standorte in Teltow und Kleinmachnow Verband macht Wasserwerke fit für heiße Tage

Der Zweckverband „Der Teltow“ trifft Vorkehrungen, um für heiße Sommer der Zukunft gewappnet zu sein. Insgesamt werden 3,2 Millionen Euro in die Wasserwerke in Teltow und Kleinmachnow investiert. Es geht vor allem darum, in Zeiten der Klimaerwärmung den Spitzenverbrauch an besonders heißen Sommertagen abdecken zu können.

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In das Teltower Wasserwerk in der Ruhlsdorfer Straße werden etwa 1,3 Millionen Euro investiert. Gebaut wird zum Beispiel eine neue Filterhalle.

Quelle: MWA

Teltow. Der Zweckverband „Der Teltow“ macht seine Wasserwerke fit für die heißen Sommer der Zukunft und reagiert auf das weitere Bevölkerungswachstum in der Region. Geplant ist, insgesamt etwa 3,2 Millionen Euro in die beiden Wasserwerke in Teltow und Kleinmachnow zu investieren. Sie versorgen die gesamte TKS-Region, in der gut 60 000 Menschen leben, mit Trinkwasser und sollen nun modernisiert und im Fall von Kleinmachnow zudem deutlich erweitert werden. „Es geht vor allem darum, den Spitzenverbrauch an heißen Sommertagen auch künftig sicher abdecken zu können“, sagte Torsten Könnemann, Prokurist der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA), der MAZ. Die MWA ist der Geschäftsbesorger des Verbandes.

Einen Vorgeschmack, wie die Verbrauchszahlen in Zeiten des Klimawandels nach oben schnellen können, bekam der Versorger an einigen Sommertagen in diesem Jahr. So hatte sich der Verbrauch am 3. Juli im Teltower Wasserwerk mit 12 766 Kubikmeter mehr als verdoppelt – im Vergleich zu normalen Tagen. Eine Verdoppelung der Fördermenge wurde dieses Jahr auch in Kleinmachnow registriert – am 10. August.

Das Kleinmachnower Wasserwerk soll ausgebaut werden, um generell mehr Mengen für die Kunden liefern zu können. Damit wird auch dem anhaltenden Anstieg der Einwohnerzahl in der Region Rechnung getragen. „Die Erweiterungen sind nötig, um die erlaubten Fördermengen auch ausschöpfen zu können“, sagte Könnemann. Für den Kleinmachnower Standort gibt es eine wasserrechtliche Erlaubnis für die Förderung von maximal 6000 Kubikmetern pro Tag. „Mit der bisherigen Technologie können wir das dauerhaft nicht schaffen.“ Zurzeit werden an normalen Tagen in Kleinmachnow zwischen 2500 und 3500 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag gefördert.

Am Wasserwerk-Standort in der Rudolf-Breitscheid-Straße soll ein neues Gebäude gebaut werden, um die zusätzliche Aufbereitungs- und Filtertechnik unterzubringen. Ein neuer Brunnen ist bereits gebohrt worden. „Perspektivisch wird wahrscheinlich noch ein weiterer Brunnen nötig sein“, sagte Könnemann. Die Kosten für die Erweiterung des Kleinmachnower Wasserwerks schätzte er auf etwa 1,9 Millionen Euro.

Wasserwerte

Die Wasserwerke in Teltow und Kleinmachnow fördern im Jahr rund drei Millionen Kubikmeter Trinkwasser für die gesamte TKS-Region, zu der außerdem noch Stahnsdorf gehört.

Die Zahl der Wasserkunden in der Region bezifferte MWA-Prokurist Torsten Könnemann auf gut 60 000.

Im Kleinmachnower Wasserwerk wurde der höchste Wasserverbrauch in diesem Jahr am 10. August mit 5313 Kubikmetern registriert. Normal sind 2500 bis 3500 Kubikmeter pro Tag.

Im Teltower Wasserwerk werden an normalen Tagen zwischen 5000 und 6000 Kubikmeter Trinkwasser geliefert. Spitzentag in diesem Jahr war der 3.Juli mit 12 766 Kubikmeter.

Das Teltower Wasserwerk bekommt nächstes Jahr eine neue Filterhalle. Sie wird gebraucht, „um an dem Standort Menge und Qualität des Wasser auch künftig halten zu können“, sagte Könnemann. Nötig seien zusätzliche Filterkapazitäten. Das aus den Tiefen geförderte Rohwasser muss zum Beispiel belüftet werden. Ihm wird außerdem Eisen und Mangan entzogen, bevor es in die Wasserleitungen geschickt und damit in die Haushalte gelangt. In das Teltower Wasserwerk werden netto 1,3 Millionen Euro investiert, sagte Könnemann. Es trägt mit mehr als der doppelten Fördermenge von Kleinmachnow die Hauptlast bei der Trinkwasserversorgung der TKS-Region.

Von Jens Steglich

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