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Verdacht auf Vogelgrippe in Mittelmark

Lünow Verdacht auf Vogelgrippe in Mittelmark

Möglicherweise hat ein Tierhalter in Potsdam-Mittelmark die Vogelgrippe auf dem Hof und den Behörden das verschwiegen. Ein offenbar verantwortungsloser Geflügelhalter hat vier tote Hausgänse und eine tote Ente in Lünow (Potsdam-Mittelmark) entsorgt. Das Veterinäramt untersucht nun die Kadaver auf Geflügelpest. Es droht ein hohes Bußgeld.

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Diesen Kadaver fanden Zeugen in Lünow und alarmierten die Polizei in Brandenburg. Das Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark rückte sofort an.

Quelle: Landkreis Potsdam-Mittelmark

Lünow. Ein offenbar verantwortungsloser Geflügelhalter hat vier tote Hausgänse und eine tote Ente in Lünow (Potsdam-Mittelmark) entsorgt. Offen ist, ob die Tiere an der Vogelgrippe erkrankt waren. Das wird nun von den Behörden untersucht.

Zeugen fanden die Kadaver am Wochenende und alarmierten die Polizei in Brandenburg. Diese rief den Bereitschaftsdienst des Veterinäramtes. Das teilte am Mittwoch der Amtstierarzt von Potsdam-Mittelmark, Hans-Georg Hurttig, mit.

Die Kadaver lagen verstreut in den Büschen am Schwarzen Weg. Es handelt sich anhand von Rassemerkmalen eindeutig um Hausgeflügel. Die Tiere waren höchstens einen Tag tot. „Aufgrund der immer noch großen Gefahr der Ansteckung mit dem Geflügelpestvirus wurden die Tiere zur weiteren Untersuchung eingesandt“, sagte Hurttig. „Die illegale Entsorgung von Nutztieren kann mit einem Bußgeld bis 50 000 Euro geahndet werden.“

Das Veterinäramt ist zu informieren

Es gelten weiterhin Stallpflicht und Biosicherheitsmaßnahmen für Hausgeflügelbestände. Verstöße dagegen seien ebenfalls ordnungswidrig. Landkreis-Sprecher Kai-Uwe Schwinzert sagte, es stehe der Verdacht im Raum, dass jemand Geflügelpest-Untersuchungen auf seinem Hof umgehen wollte. Er betonte, dass bei einer Häufung von toten Tieren in den Beständen die Halter verpflichtet seien, das Veterinäramt zu informieren. Auch bei einzelnen tot aufgefundenen Tieren „sollte man im Zweifel immer einen Veterinär fragen“.

Unklar ist, ob damit in der Region ein Geflügelhalter die Vogelgrippe auf dem Hof hat. Hausgeflügel wird nicht beringt. Eine Zuordnung zum Besitzer dürfte daher schwierig sein. Ohne einen konkreten Hinweise die Geflügelhalter um Lünow zu kontrollieren, lehnt Hurttig ab.

Jetzt werden Zeugen gesucht

Der Landkreis ruft deswegen Zeugen auf, sich zu melden: „Wer zweckdienliche Hinweise zur Herkunft der Tiere geben kann, melde sich bitte unter der Telefonnummer 03381/53 32 71 beim Fachdienst Veterinärwesen des Landkreises“, so Hurttig. Dass jetzt gleich fünf Tiere auf einmal gestorben sind, „spricht doch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dafür, dass es eine Erkrankung ist, die schnell zu hohen Verlusten führt“. Ein Ergebnis der Untersuchung erwartet Hurttig am Freitag.

Knut Große, Amtstierarzt der Stadt Brandenburg, verfolgt den Fall aufmerksam. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass die Tiere an Geflügelpest verendet sind, „ist das der Supergau“. Dabei gehe es nicht um eine Gefahr für den Verbraucher, sollte etwa der Geflügelhalter noch Eier verkaufen. „Es ist bisher kein Fall festgestellt worden, dass H5N8 auf den Menschen übergeht.“ Gefährlich sei die Ansteckungsgefahr und Ausbreitung der Krankheit auf andere Bestände.

Von Marion von Imhoff

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