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Potsdam-Mittelmark Verein führt nun die Geschicke im Burgkeller
Lokales Potsdam-Mittelmark Verein führt nun die Geschicke im Burgkeller
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19:50 24.10.2016
Wieder Leben im Gewölbekeller der Burg Eisenhardt: Frank Grünert als Sprachforscher Konrad Büchner (rechts) Regisseur Harald Richter (links) und Ausstatter Dieter K. Marks bei den Proben. Quelle: Ines Leisegang
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Bad Belzig

So viel Heimlichkeit. Noch probt Frank Grünert für das nächste Programm. Der von ihm verkörperte Sprachforscher Dr. Konrad Büchner hat nämlich in der Vorweihnachtszeit eine Geschichte zum Besten zu geben und sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Die passende Kulisse wird einmal mehr der Keller der Burg Eisenhardt bieten, zumal einige mehr oder weniger wohl wollenden Geister mit von der Partie sein sollen.

Der exklusive Raum wird neuerdings vom Kulturland Fläming e. V. bewirtschaftet. Jener ist maßgeblich als Förderer des Jugendtheaters „Strumpfhose“ und als Träger der „Sagenhaften“ Produktionen des Künstlers aus Borne bekannt. „Die Übernahme der organisatorischen Aufgabe ist nur konsequent“, sagt der 51- Jährige, der wohl am häufigsten die Möglichkeit genutzt hatte, das Domizil von der Stadt Bad Belzig als Eigentümerin zu mieten. Sie hatte nach dem Rückzug des Medewitzer Unternehmers Mario Lindenborn vor vier Jahren mehrfach versucht. per Ausschreibung einen Betreiber auf Dauer zu finden. Allerdings ohne Erfolg. Statt dessen war es nur noch üblich, für 150 Euro pro Tag zu vermieten. Mit dem Aufwand stetiger Schlüsselübergaben, Kontrollen und Ersatzbeschaffungen, die natürlich nicht Kerngeschäft der Verwaltung sein konnten.

Die Chronik

Der spätgotische Gewölbekeller der Burg Eisenhardt in Bad Belzig ist ursprünglich als (Kartoffel-)Lager genutzt worden.

Nach einer umfassenden Sanierung für seinerzeit rund 350 000 Mark ist er 1998 von der Kur- und Freizeit-GmbH als Veranstaltungsstätte etabliert worden.

Nach zehn Jahren, und laut eigenen Angaben 73 000 Besuchern bei 575 Veranstaltungen sowie Investitionen von 125 000 Euro in die Ausstattung hat sich die städtische Gesellschaft jedoch zurückgezogen, um sich auf das Kerngeschäft – Stein-Therme – konzentrieren zu können.

Von 2008 bis 2011 hat René Hackbart das Domizil betrieben; ihm folgte noch für ein Jahr Mario Lindenborn.

„Doch die Festung und das Gewölbe haben eben eine besondere Atmosphäre“, erklärt Frank Grünert. Ab sofort sehen sich seine ehrenamtlichen Mitstreiter jedenfalls für die Herausforderung gewappnet. Los ging es mit Inventur, Renovierung und Grundreinigung in den Sommerferien. Darüber hinaus ist ein Wagen zum Transport für Stühle und Tische angeschafft worden. Außerdem sollen weitere Standards gesetzt werden, mit denen die Nutzung des Burgkellers für alle Beteiligten erleichtert wird. Denn auch weiterhin soll es möglich sein, den Burgkeller für Familienfeiern oder ähnliche Anlässe zu mieten. Kooperationen mit Veranstaltern von Tanzpartys für die Jugend sind ebenfalls besprochen.

„Ziel des Vereins ist es, möglichst einmal im Monat ein Kleinkunstprogramm zu bieten“, berichtet Frank Grünert. Dabei müssen die für einen solchen Veranstaltungsort nicht geringen Betriebskosten erwirtschaftet werden. Das Konzert der Gruppe „Kaolin“ aus Lütte vor vier Wochen bildete quasi den musikalischen Auftakt. Am 11. November folgt das Gastspiel des Potsdamer Musikkabaretts „Schwarze Grütze“, ehe schließlich bis zu den Festtagen die Bühne an den Wochenenden in eigener Regie bespielt werden soll. „Womöglich kommt ja manch einer zur Weihnachtsfeier wieder einmal auf das Wahrzeichen der Kur- und Kreisstadt“, rührt Frank Grünert die Werbe-Trommel für sich und sein Figuren-Ensemble. Der Kartenvorverkauf hat schon begonnen.

info: Weiteres unter www.sagenhafter-flaeming.de

Von René Gaffron

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