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Verein will Bad Belzigs Eisbahn erhalten

Freizeitattraktion Verein will Bad Belzigs Eisbahn erhalten

Nach einer Havarie musste die Bad Belziger Kunsteisbahn im letzten Winter ihre Türen schließen – voraussichtlich für immer. Weil die Technik veraltet ist, wäre eine Sanierung zu teuer. Ein Verein hat sich nun etwas überlegt, um die Anlage doch noch zu retten. Ihr Vorsitzender ist der Bürgermeisterkandidat der Linken. Das bleibt nicht ohne Diskussionen.

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Jan Eckhoff, Bürgermeisterkandidat der Linken, fungiert auch als Vorsitzender des Vereins Verbildet e.V., dessen Mitglieder die Eisbahn retten wollen

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Der im Sommer 2015 gegründete Verein Verbildet will mit einer Postkarten- und Plakataktion die Kunsteisbahn in der Kreisstadt retten. Wie der Vereinsvorsitzende Jan Eckhoff der MAZ bestätigt, wollen die Mitglieder das Aus der Bahn nicht einfach hinnehmen. Die Plakate sind derzeit in vielen Schaufenstern der Bad Belziger Innenstadt zu sehen.

„Wir wollen etwas für den Erhalt dieser Freizeitattraktion tun“, sagt Eckhoff, der gleichzeitig als Bürgermeisterkandidat der Linken in Bad Belzig antritt, „allerdings ist klar, dass eine Sanierung im Moment nicht finanzierbar ist.“

Das Aus für die in Brandenburg einzigartige Kunsteisbahn war von vielen Stammgästen betrauert worden. Eine Havarie hatte im vergangenen Winter für die Schließung der rund 20 Jahre alten Bahn gesorgt. „Kein Wunder“, sagt Eckhoff. Er sieht ein Aus mit Ansage. „In der ganzen Zeit wurde nichts in die Eisbahn investiert, die Technik ist veraltet.“

Eisstockschießen auf der Bad Belziger Kunsteisbahn – diese Zeiten sind vorbei

Eisstockschießen auf der Bad Belziger Kunsteisbahn – diese Zeiten sind vorbei.

Quelle: Dirk Fröhlich

In der Anlage wurde ein Kühlmittel eingesetzt, das wegen seiner Schädlichkeit für die Ozonschicht nicht mehr verwendet werden darf, zudem sind Schläuche und Pumpen nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Die technische Aufrüstung würde allein mit rund 170000 Euro zu Buche schlagen, zusätzlich wären aber noch weitere Investitionen – etwa für ein Dach – notwendig. Jan Eckhoff schätzt das notwendige Investitionsvolumen auf 1,5 bis 2 Millionen Euro.

Verein schlägt Zwischennutzung als Inliner-Bahn vor

Der Verein Verbildet schlägt daher zunächst eine Zwischennutzung vor. Vorstellbar sei, die Eisbahn vorübergehend in eine Inline-Hockey-Bahn umzuwandeln, dabei aber die Anschlüsse für eine erneute Nutzung als Eisbahn vorzubereiten. „Sobald dann ein Fördertopf gefunden ist, kann man wieder eine Eisbahn daraus machen“, erklärt Eckhoff.

Indes wird Kritik laut, weil der Bürgermeisterkandidat im Wahlkampf als Vereinsvorsitzender auftritt. „Es gab Verwirrung, weil die Vereinsadresse die Privatadresse meiner Familie ist“, sagt Eckhoff. Dies liege aber in der Geschichte des jungen Vereins begründet. Eckhoff zufolge hatten Jugendliche diesen als parteiunabhängigen Zusammenschluss gründen wollen, waren jedoch aufgrund ihrer Minderjährigkeit dazu nicht befähigt.

Er habe die juristische Seite übernommen. Das zeitliche Zusammenspiel von Wahlkampf und Eisbahn-Aktion liegt demnach daran, dass er Eintrag des Verbildet-Vereins ins Vereinsregister neun Monate gedauert habe.

Von Saskia Kirf

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