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Potsdam-Mittelmark Verfolgungsjagd durch zwei Bundesländer
Lokales Potsdam-Mittelmark Verfolgungsjagd durch zwei Bundesländer
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14:14 14.08.2017
Am A 2-Rasthof Buckautal-Süd beginnt am Sonntag die spektakuläre Flucht eines Tankbetrügers, die durch den Hohen Fläming bis nach Sachsen-Anhalt führt. Quelle: F. Bürstenbinder
Wiesenburg

Eine wilde Verfolgungsjagd geliefert hat sich ein Tankbetrüger mit der Polizei. Sie hielt über mehr als zwei Stunden an und führte über drei Autobahnen, Bundesstraßen und Feldwege sowie durch zwei Bundesländer. Wie die Polizeidirektion West am Montag mitteilt, hat ein 23 Jahre alter Mann am Sonntag gegen 6.30 Uhr auf der Autobahn 2 am Rasthof Buckautal-Süd 30 Liter Superbenzin getankt und war ohne zu bezahlen abgehauen. Personal der Tankstelle alarmierte die Polizei.

Die Besatzung eines Streifenwagens der Autobahnpolizei Michendorf sichtet den flüchtigen Ford Fiesta mit Kennzeichen aus Gütersloh in Nordrhein-Westfalen wenig später an der Anschlussstelle Glindow auf dem Berliner Ring der A 10.

Die Verfolgung beginnt. „Der Autofahrer missachtete jedoch sämtliche Haltesignale der Polizei und gab Gas“, teilt Polizei-Sprecher Axel Schugardt mit. Am Autobahndreieck Potsdam rast der Tankbetrüger auf die A 9 in Richtung Leipzig und donnert mit bis zu 180 Stundenkilometern davon. „Dabei überholte er andere Fahrzeuge auch rechts“, schildert Schugardt die riskante Flucht. Die Polizei jedoch bleibt ihm auf den Fersen und folgt dem flüchtigen Auto mit mehreren Wagen. Auch Kollegen der Autobahnpolizei Dessau in Sachsen-Anhalt sind nun informiert.

Am Einsatz beteiligt sind inzwischen von der Autobahnpolizei Michendorf fünf Streifenwagen und der Videowagen. Hinzu kommen zwei Funkstreifenwagen des Polizeirevieres aus Wittenberg in Sachsen-Anhalt.

Polizei an umgestürztem Baum abgehängt

Nachdem die Verfolgung auf der A 9 bereits über 50 Kilometer andauert, fährt der Ford an der Anschlussstelle Köselitz in Sachsen-Anhalt von der Autobahn ab und flüchtet weiter auf der Bundesstraße 107 in Richtung Wiesenburg. Von der B 107 fährt er wenig später wieder ab und flüchtet weiter Richtung Buckow und Düben. „Dort verschwand der Ford schließlich über Feldwege und Wiesen in einem Waldgebiet“, sagt Axel Schugardt. Der Fiesta donnert auf einem Waldweg unter einem bei Unwetter umgestürzten Baum hindurch und hängt die Polizei zunächst ab.

Denn der größere VW-Bus der Michendorfer Autobahnpolizei kann ihm dort nicht folgen. Doch gelingt es der Besatzung des Videowagens der Brandenburger Polizei kurz darauf, den Flüchtigen gegen 8.50 Uhr zwischen Buckow und Köselitz wiederzufinden und zu stoppen.

Ohne Führerschein im fremden Auto

Dabei stellt sich heraus, dass der 23-jährige Fahrer aus dem Kreis Gütersloh nicht nur den Tankbetrug begangen hat. Er besitzt auch gar keine Fahrerlaubnis und nutzte den Ford zudem unbefugt. Der Mann hatte sich den Autoschlüssel ohne Wissen der Besitzerin genommen und seine „Spritztour“ von Nordrhein-Westfalen nach Brandenburg und schließlich bis nach Sachsen-Anhalt gestartet.

„Unsere Brandenburger Polizei arbeitete bei dem Einsatz eng mit ihren Kollegen aus Sachsen-Anhalt zusammen, die den PKW schließlich sicherstellten“, erklärt Axel Schugardt. „Der Tankbetrüger wurde wegen seines psychischen Zustandes durch einen Notarzt in ein Wittenberger Krankenhaus eingeliefert“, sagt der Polizeisprecher.

Der gefasste Mann wird sich nun wegen Tankbetruges, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unbefugter Benutzung des Pkw verantworten müssen.

Von Thomas Wachs

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