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Vergessenes Autowrack wird zum Ärgernis

Borkwalde Vergessenes Autowrack wird zum Ärgernis

Seit fast einem Jahr steht sie im Wald und niemand kümmert sich: Eine herrenlose Karosserie, völlig zerbeult und mit eingeschmissenen Scheiben ärgert die Anwohner. Viele aufmerksame Spaziergänger haben das Wrack bereits bei den Behörden gemeldet. Doch die Mühlen der Bürokratie mahlen sehr langsam.

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Dieses Autowrack steht seit fast einem Jahr im Wald von Borkwalde und rostet vor sich hin.

Quelle: Andreas Trunschke

Borkwalde. Bei diesem Anblick bleibt sicher jedem Spaziergänger der Mund offen stehen: Seit nunmehr fast einem Jahr steht im Wald dicht bei Borkwalde ein Autowrack – zerbeulte Karosserie, eingeschmissene Scheiben, keine Kennzeichen. Nachdem sich lange Zeit nichts getan hat, soll das Auto in der kommenden Woche endlich entsorgt werden. Das zumindest hat der Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung auf MAZ-Nachfrage mitgeteilt.

Am 23. April 2017 ist erstmals ein Anwohner auf das Wrack, das in der Verlängerung des Rummelborner Weges über die Borkheider Karl-Marx-Straße hinaus steht, aufmerksam geworden.

Zuständig für das Wrack ist die Stadt Beelitz

Der Mann, der nicht namentlich in der Zeitung genannt werden will, ebenso wie viele andere Borkwalder und die Bürgermeisterin, Renate Krüger (Linke), haben das Wrack den Behörden gemeldet. Allerdings gibt es ein Problem: Da das Auto zwar zwischen Borkheide und Borkwalde steht, das konkrete Waldstück jedoch zur Gemarkung der Stadt Beelitz gehört, ist nicht das Amt Brück, sondern die Stadt Beelitz dafür zuständig.

Ende April vergangenen Jahres war dann auch sogleich der zuständige Bearbeiter vor Ort und hat einen Aufkleber angebracht, der den Besitzer des Autos auffordert, sein Fahrzeug innerhalb von vier Wochen abzuholen. Dieser dachte jedoch gar nicht daran, der Aufforderung nachzukommen – oder hat den Aufkleber gar nicht erst bemerkt. Seitdem herrschte Stillstand, sehr zum Ärger der Borkwalder Anwohner.

Denn die befürchten nicht nur die Vermüllung ihres Erholungsgebietes und die Verunreinigung des Bodens, sondern auch, dass das Auto in Brand gesetzt werden könnte. Immerhin sind die nächsten Wohnhäuser nur wenige hundert Meter entfernt. Und tatsächlich finden sich inzwischen mehrere abgebrannte Feuerwerkskörper rund um das Auto.

Stadt übergab die Sache an die Kreisverwaltung

Im Juli des vergangenen Jahres kam dann wieder etwas Bewegung in die Sache. Da der Besitzer sein Auto nicht in der gesetzten Frist abgeholt hat, übergab die Stadt Beelitz den Sachverhalt zur weiteren Bearbeitung an den Fachdienst Umwelt in der Kreisverwaltung. „Jedoch gibt es auch hier ein förmliches Verwaltungsverfahren, was zunächst eingehalten werden muss“, heißt es von dort.

Offenbar ist in Beelitz die Bearbeitungsgeschwindigkeit in der Kreisverwaltung bekannt. Denn der zuständige städtische Mitarbeiter hat gegenüber dem aufmerksamen Borkwalder am 31. August 2017 mitgeteilt: „Auch ich habe mich seitdem bereits mehrfach nach dem Bearbeitungsstand erkundigt und ich kann Ihnen versichern, dass das Auto nicht in Vergessenheit geraten ist.“ Jetzt, weitere fünf Monate später, ist vielleicht tatsächlich ein Ende der Geschichte in Sicht.

Von Andreas Trunschke

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