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Potsdam-Mittelmark Vernetzt: Angebote für lebenslanges Lernen
Lokales Potsdam-Mittelmark Vernetzt: Angebote für lebenslanges Lernen
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02:15 23.10.2015
Die (Weiter-)Bildung ist in Treuenbrietzen ein großes Thema. Viele ältere Menschen wollen geistig nicht einrosten und Bildungsangebote des Landkreises aktiv nutzen. Quelle: Archiv
Bad Belzig

Bildungsangebote für alle Generationen sollen im Landkreis Potsdam-Mittelmark ausgebaut und besser vernetzt werden. Dazu hat Landrat Wolfgang Blasig (SPD) jetzt eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und der Transferagentur Nord-Ost/Regionalbüro Brandenburg unterzeichnet. Gemeinsam soll das Projekt „ELAN“ umgesetzt werden. Die Abkürzung steht für die Themen Engagement, Lebenslanges Lernen, Aktiv vor Ort sowie Netzwerke. Ziel des über drei Jahre laufenden Projektes ist es, Kräfte im Bildungssektor zu bündeln und Angebote stärker zu vernetzen.

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Bildung integriert“ unterstützt das mit 350.000 Euro auch aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt bis Oktober 2018 den Aufbau einer kommunalen Datenbank zum Bildungsmanagement in Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands. 80 Prozent der Kosten trägt der Bund. Der Landkreis muss 20 Prozent Eigenanteil – also 70.000 Euro – beisteuern.

80 Prozent der Kosten trägt der Bund

„Durch das kommunale Bildungsmanagement soll die bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Akteuren aus Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Sozialhilfe, Gesundheit und Wirtschaft sowie die gemeinsame Entwicklung bildungspolitischer Leitlinien und Ziele im Landkreis erreicht werden“, erklärte Projektleiterin Helena Wijdeveld aus Potsdam bei der Vertragsunterzeichnung im Landratsamt.

Ratgeber für die Verwaltung

Die Transferagentur Nord-Ost ist Bestandteil eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten bundesweiten Netzes von Agenturen. Sie unterstützen Kreise und kreisfreie Städte beim Aufbau ihres datengestützten kommunalen Bildungsmanagements.

Die Agentur ist als Verbundprojekt der kobra.net GmbH und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung für Interessierte aus den Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Die kobra.net, Kooperation in Brandenburg, gemeinnützige GmbH leitet das Regionalbüro der Agentur in Potsdam und ist erste Ansprechpartnerin für die Kreise und kreisfreie Städte in Brandenburg.

Die Kooperation Kobra.net unterstützt dabei, Potenziale der vielfältigen Bildungsorte in den Blick zu nehmen, Erfahrungen anderer Landkreise und Städte weiterzugeben und Veränderungsprozesse anzustoßen.

Weitere Informationen zur Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement bei Projektleiterin Helena Wijdeveld, 03 31/ 74 00 42 92, E-Mail: wijdeveld@transferagentur-nord-ost.de oder unter www.transferagentur-nord-ost.de.

Dort können über das Projekt zwei neue Mitarbeiter im Sozialressort als Koordinatorinnen eingestellt werden. Verbessern sollen sie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stationen im Prozess des „lebenslangen Lernens“. Dazu werden für den Kreis ein Datensystem aufgebaut, ein Bildungsbericht erarbeitet und langfristige Handlungsansätze entwickelt, „um Stolpersteine aus Zuständigkeitshürden zu reduzieren“, erörtert Wijdeveld. Zudem sollen wichtige Bildungspartner und Akteure der 19 Städte, Ämter und Gemeinden im Landkreis während des Projektes mit ins Boot geholt werden und darüber hinaus langfristig kooperieren.

„Im Bildungsprozess sollen so besonders die Übergänge vom Kindergarten zur Schule und von dort zur Berufsausbildung qualitativ verbessert und ausgebaut werden“, erklärt Mariana Siggel, Fachdienstleiterin Sozialcontrolling der Kreisverwaltung. Beispielsweise könne über frühzeitige Informationen zu Berufsbildern so die Zahl von Berufschülern verringert werden, „die eine Lehre abbrechen, weil sie falsche Vorstellung hatten“, so Siggel.

Zusammenspiel der Städte, Ämter und Gemeinden

Insgesamt setzte das Projekt auf ein Zusammenspiel der Städte, Ämter und Gemeinden und der Kreisverwaltung untereinander sowie mit Vereinen, Verbänden, Einrichtungen von Wissenschaft, Forschung und Weiterbildung sowie der Wirtschaft. „Ziel ist es letztlich, den Kindern und Jugendlichen in Potsdam-Mittelmark unabhängig von sozialer Herkunft, körperlichem Zustand, Ressourcen, Interessen und Neigungen gleichberechtigte Chancen auf Bildungserfolg und damit eine selbstbestimmte Zukunft zu bieten und allen Bürgern das lebenslange Lernen zu ermöglichen“, erläutert Helena Wijdeveld.

Dazu müssten die Strukturen, die für Eltern und Kinder schon heute Ganztagsangebote der Bildung und Erziehung, gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung in Kindertagesstätten und Schulen sowie Angebote der Familienbildung ermöglichen, ausgebaut und noch besser vernetzt werden.

Von Thomas Wachs

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