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Potsdam-Mittelmark Verschnaufpausen auf Holzskulpturen
Lokales Potsdam-Mittelmark Verschnaufpausen auf Holzskulpturen
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18:47 12.05.2017
Auf der Bank mit dem Pferdekopf sitzen: Bildhauer Bernd Anhoff, Annelie Dessombes und Regina Anhoff (v.r.): Dahinter: Marita Overbeck und Arno Rubbert. Quelle: Jens Steglich
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Wilhelmshorst

Auf dem Michendorfer Platz in Wilhelmshorst kann man jetzt auch wirklich Platz nehmen, und das auf besonderen Sitzgelegenheiten. Wer verschnaufen oder Kindern beim Spielen zuschauen wollte, musste sich bisher ins Gras setzen.

Seit Freitag laden zwei kunstvoll gestaltete Bänke zum Verweilen ein, die auch in einer Skulpturen-Ausstellung eine gute Figur machen würden. Der Langerwischer Bildhauer Bernd Anhoff hat sie geschaffen und mit einem Pferde- und mit einem Schafskopf verziert. An dem Werk waren freilich 16 weitere Künstler beteiligt. Sie besorgten das Geld, das sie mit einer besonderen Aktion auftrieben. Genau genommen war es eine Auktion, die unter dem Motto lief: „Kunst gegen Geld“, wie Marita Overbeck, Vorsitzende des Kulturbundes Michendorf, es ausdrückte. Die Kreativen stellten eigene Werke – Bilder, Keramik- und Holzarbeiten – für die Versteigerung zur Verfügung, die 1150 Euro einbrachte. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Wilhelmshorst legte 250 Euro drauf, und so reichte das Geld für zwei Bänke. Die Idee entstand im Kulturbund, die in Zusammenarbeit mit dem Kinder-Kinder-Förderverein umgesetzt wurde. Der Verein hat mit der Sparkasse die Spielgeräte ermöglicht. „Wir haben gesagt: Wir steuern die Kunst bei“, sagte die Kulturbundchefin.

Mit dem Geld konnte der Bildhauer einen vier Meter großen Eichenstamm besorgen, den er „mit seiner rechten Hand“ (damit ist Arno Rubbert gemeint) in zwei Bänke verwandelte. Für die Schafs- und Pferdeskulpturen an den Bänken griff Bernd Anhoff zur Kettensäge, alles andere waren Tischlerarbeiten, sagte er. Die finanzierenden Künstler und Sponsoren sind an den Bänken verewigt, von denen eine drei Zentimeter tiefer gelegt wurde. Das ist die Seniorenbank, die ein Pferdekopf ziert. Die Schafsohren an der Kinderbank legte Anhoff bewusst an, damit sie nicht abbrechen können. Generationen, die sich gerade in Phasen zwischen Kindheit und Ruhestand befinden, dürfen auch Platz nehmen. „Niemand wird von der Seniorenbank vertrieben“, hieß es.

Von Jens Steglich

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