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Potsdam-Mittelmark Verwaltungschefs bündeln die Ressourcen
Lokales Potsdam-Mittelmark Verwaltungschefs bündeln die Ressourcen
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19:43 06.02.2018
Rund das Mittelzentrum Bad Belzig – hier Burg Eisenhardt – intensiveren die Verwaltungen ihre Zusammenarbeit. Quelle: Dirk Fröhlich
Bad Belzig

Verwaltungsreform oder nicht: Die Städte und Gemeinden im Hohen Fläming machen aus der Not eine Tugend und rücken enger denn je zusammen.

Ab sofort treffen sich die Bürgermeister Roland Leisegang (Bad Belzig), Michael Knape (Treuenbrietzen) und Marco Beckendorf (Wiesenburg/Mark) sowie die Amtsdirektoren Marko Köhler (Brück) und Thomas Hemmerling (Niemegk) monatlich, um ihre Arbeit miteinander abzustimmen. „Wir möchten die Verwaltungen und nachgeordneten Einrichtungen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit organisieren“, kündigt das Quintett an. Was das im Detail bedeutet wird noch offen gelassen.

„Vorausgegangen ist schon ein Jahr der Anbahnung unter den Nachbarn“, erklärt Roland Leisegang. Gleichwohl musste hier und da erst die Wahl der Verwaltungsspitzen noch abgewartet werden. Nunr scheint personelle Kontinuität für einige Zeit gegeben. „Die Strategie ist im Dezember noch mit Wolfgang Blasig (SPD) erörtert worden. Sie wird vom Landrat unterstützt“, berichtet der Bürgermeister der Kur- und Kreisstadt.

Die Kommunalaufsicht des Kreises sei bei den Arbeitstreffen daher ebenfalls zugegen, weil das praktische Miteinander auf korrekter rechtlicher Grundlage fußen soll und dabei manch bürokratische Hürde auszuräumen ist.

Zwei weitere Mittelzentren

Bad Belzig ist eines von drei Mittelzentren hierzulande. Des weiteren sind es Teltow sowie Beelitz und Werder/Havel. Sie sind neben den Oberzentren Potsdam und Brandenburg/Havel maßgeblich als Versorgungs- und Entwicklungsstandorte.

Im 1993 gegründeten Kreis Potsdam-Mittelmark leben mehr als 200 000 Einwohner, Tendenz steigend. Nur ein Fünftel jedoch ist in Bad Belzig, Brück, Niemegk, Treuenbrietzen und Wiesenburg/Mark zu Hause.

Nicht zuletzt deshalb ist das hiesige Miteinander historisch gewachsen und gepflegt worden. Beispielsweise mit der Abstimmung von Entwicklungen im Zentrenkonzept „Hoher Fläming“ Ende der 90er-Jahre.

„Die Hauptverwaltungsbeamten verfolgen das Ziel, ihre Aufgaben möglichst effektiv zu bearbeiten und vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels die erforderliche Qualität zu sichern“, ist in einer jetzt verbreiteten Erklärung zu lesen.

Längst ist es ein offenes Geheimnis, dass gerade in den kleinen Verwaltungen wie in Niemegk oder Wiesenburg etwa bei längerfristiger Abwesenheit des einzig zuständigen Fachkollegen große Lücken entstehen. Die drei etwas größeren Verwaltungen sind indes mit einer Vielzahl und Vielfalt an Herausforderungen konfrontiert, für die es nicht minder lohnt, Ressourcen zu bündeln.

Der Mittelbereich Bad Belzig – so wird der hiesige Landstrich im Verwaltungsdeutsch bezeichnet – soll als ländlicher Standort in der Metropolenregion Berlin-Leipzig entwickelt werden, wie es im Papier der fünf Kommunen heißt. Zwischen Alt Bork und Zixdorf leben etwa 40 000 Einwohner. Es gehe durchaus darum, für diese Bürger etwas zu bewegen, lautet eine durchaus politische Absicht.

Freilich wurde ebenfalls festgelegt: „Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit ist die Kooperation der Verwaltungen, allerdings nicht die Herbeiführung gemeindlicher Zusammenschlüsse oder Fusionen.“ Vor Ort soll nach wie vor über kommunales Handeln entschieden werden.

Von René Gaffron

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