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Potsdam-Mittelmark Verwaltungsspitze wird sich verdoppeln
Lokales Potsdam-Mittelmark Verwaltungsspitze wird sich verdoppeln
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14:26 03.03.2018
Der Kreistag Potsdam-Mittelmark hat jetzt die Erweiterung des Stellenplans beschlossen – zwei neue Spitzenposten inklusive.             Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

Die Spitze der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark wird in Zukunft breiter aufgestellt sein. Zwei weitere Posten für Beigeordnete, die Landrat Wolfgang Blasig (SPD) und seinen Stellvertreter Christian Stein (CDU) entlasten sollen, werden geschaffen. Das hat das Parlament am Donnerstagnachmittag mit den Stimmen der großen Koalition aus Christ- und Sozialdemokraten sowie von Freien Bauern und Bürgern beschlossen.

Damit geht eine noch umfangreichere Erweiterung des Stellenplanes einher, die mit dem „wachsenden Kreis Potsdam-Mittelmark“ in der Betreffzeile begründet wird. Mit 440 000 Euro wird sie im Haushalt zu Buche schlagen, 187 000 Euro davon für die beiden Spitzen. Daneben werden noch eine Stelle als stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte sowie je drei Stellen der Entgeltgruppen 6 und 9a eingerichtet. „Parallel zum steigenden Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern nimmt der Fachkräftemangel zu“, ist in der Beschlussvorlage zu lesen.

Wartezeiten beim Elterngeld und in der Führerscheinstelle

Die im vergangenen Jahr gesammelten schlechten Erfahrungen des Personalmangels in der Elterngeldbearbeitung sowie die Wartezeiten in der Führerschein- und Kfz-Zulassungsstelle Werder/Havel kamen einmal mehr zur Sprache. Die Notwendigkeit, neue Sachbearbeiter einzustellen, wurde deshalb nicht in Frage gestellt. „Denn diese Kollegen werden die Arbeit erledigen, während die Beigeordneten sie bestenfalls verteilen würden“, sagte Hans-Peter Goetz von der FDP-BiK/BiT-Fraktion. Außerdem sprach sich der Liberale dafür aus, schrittweise zu erhöhen statt gleich die Verwaltungsspitze zu verdoppeln.

Die erneut geforderte Teilung des Antrags, fand keine Mehrheit. In namentlicher Abstimmung setzte sich die Regierungsmehrheit mit 27:19 Stimmen durch, das Vorhaben ausschließlich im Zusammenhang zu betrachten. „Für mehr Indianer hätten wir unsere Zustimmung gegeben, für mehr Häuptlinge fehlen uns hingegen die überzeugenden Argumente“, erklärte Thomas Singer als Fraktionschef der Linken die letztlich komplette Ablehnung.

Kritik von der Union an der Verwaltung

Immerhin unterschied sich Schwarz-Rot bei der Herangehensweise, um das Anliegen von Wolfgang Blasig (SPD) zu unterstützen. „Es gibt eine große Unzufriedenheit mit der Arbeit der Verwaltung“, nahm Josef Jakobs (CDU) kein Blatt vor den Mund. Er zitierte nochmals die Kritiken an den einzelnen Behörden aus der Versammlung des Bauernverbandes. „Wenn sich Teltow-Fläming in der Landkreisrangliste von Platz 261 auf 45 verbessert hat, während Potsdam-.Mittelmark mit dem Vorrücken von 110 auf 105 quasi auf der Stelle tritt, muss das Gründe haben“, monierte der Landwirt aus Beelitz. Als Betroffener könne er lediglich für die verbesserte Ausstattung der Verwaltung sein..

Zu einer anderen Einschätzung kommt Dietmar Otto (SPD). „Potsdam-Mittelmark ist ein ganz toller Landkreis, schuldenfrei und wegen seiner Haushalts- und Entwicklungsstrategie bei Landesbehörden sehr hoch angesehen“, so der in Stahnsdorf lebende Fraktionschef. „Das soll so bleiben. Aber der Landrat kann nicht 1100 Mitarbeitern über die Schulter gucken“, lautet sein Plädoyer für verteilte Verantwortung. Dies zu zerpflücken , sei nicht zielführend.

Landrat hat das Vorschlagsrecht

„Außerdem haben wir Ihnen doch vor Weihnachten ein Geschenk gemacht, dass sie jetzt ruhig annehmen können“, sagte er in Richtung Opposition. Nach der überraschenden formellen Änderung der Hauptsatzung im Oktober hatte die Verwaltungsspitze im Dezember schon versucht, ausschließlich die Vizeposten zu etablieren und war insbesondere an der Zurückhaltung in den SPD-Reihen gescheitert. „Sie haben damals die Abstimmung verloren“, entgegnete daher Elke Seidel. Seither gebe es ihrer Einschätzung nach nicht bessere Gründe für die Spitzenposten, sondern lediglich den Zusatz der weiteren Stellen, beklagte die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.

Landrat im Kreis Potsdam-Mittelmark mit einer historische Rechenmaschine, die in seinem Büro steht. Aktuell kalkuliert der Verwaltungschef kühl den Stellenplan. Quelle: Michael GreulichM

Die Beigeordneten sollten nicht zum Spielball der Politik werden, sondern mit dem politischen Rückhalt ausgestattet sein, lautet der Wunsch von Wolfgang Blasig. Der Landrat hat das Vorschlagsrecht. Er versprach indes allen Fraktionen, entsprechend eng und transparent mit ihnen schon den Ausschreibungstext abzustimmen.

Von René Gaffron

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