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Potsdam-Mittelmark Verzug im Blütenviertel frustriert den Ortsbeirat
Lokales Potsdam-Mittelmark Verzug im Blütenviertel frustriert den Ortsbeirat
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00:37 18.03.2018
So sol es im Caputher Blütenviertel einmal aussehen. Quelle: Repro/Graft
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Caputh

Seit vier Jahren warten die Caputher auf das Blütenviertel, das Lothar Hardt ihnen versprochen hat. Sie warten auf Wohnungen, auf Geschäfte und auf Spielplätze. Bislang besteht die neue Caputher Mitte aber nur aus dem Rewe-Markt. Am Mittwochabend sollten die Ortsbeiratsmitglieder zum zweiten Mal über zusätzliche Vereinbarungen zum 2014 geschlossenen Vertrag für den B-Plan befinden. Dabei kam vor allem Misstrauen zutage. „Ich habe ein grundsätzliches Problem damit. Es kommen immer mehr Sachen dazu, ohne jegliche Begründung“, sagte Bernd Lietz (parteilos).

Konkret geht es zum Beispiel darum, dass die Straßen bis spätestens 2021 gebaut werden sollen. Die ursprünglich gesetzte Frist lief im Dezember 2017 ab. Die Mitglieder des Caputher Ortsbeirates befürchten nun, dass alles nur weiter hinausgezögert wird. „Wir sehen hier nur ein Nehmen des Investors, aber kein Geben gegenüber der Kommune“, erklärte Thomas Dallorso (Bürgerbündnis). Zudem hätte sich der Ortsbeirat beim jüngsten Vororttermin mit dem Investor gewünscht, dass er einen Antrag stellt und das Gremium nicht über eine Vorlage von seinen Plänen erfährt. Bei diesem Termin hatte Lothar Hardt Alternativen zu den Klinker-Pflastersteinen gezeigt, die am Rewe-Markt verlegt sind. Denn es stellte sich heraus, dass diese großen Lasten langfristig nicht standhalten. Auch Heide-Marie Ladner (SPD) kritisierte, dass ein Antrag mit entsprechenden Begründungen fehlt.

Altlasten wurden abgetragen

Lothar Hardt erklärte die Verzögerungen beim Baustart mit den Altlasten, die auf dem Gelände zwischen Caputher See und Friedrich-Ebert-Straße gefunden wurden. Wie groß das Ausmaß war, stellte sich erst um Juli 2016 heraus. „Bis Frühjahr 2017 war das Gelände für Bauarbeiten gesperrt“, berichtet Lothar Hardt. Es habe lange Diskussionen mit der Umweltbehörde gegeben, um eine Grundlage für das weitere Vorgehen zu finden. Es sei unmöglich gewesen, den Hochbau von März 2017 bis jetzt fertig zu bekommen und damit die Straßen bauen zu können. Mit dem neu ausgesuchten Stein könnten die Straßen nun schon vor dem Hochbau errichtet werden, weil sie anders verlegt werden und auch die Last von Baufahrzeugen aushalten. „Ich habe den Eindruck, dass immer nur viel versprochen wird. Die Altlasten zum Beispiel waren schon lange bekannt. Da stimmt doch was mit der Kommunikation nicht“, sagte Barbara Tauber (Grüne).

Der kontaminierte Boden sei abgetragen und in die Verbrennungsanlage gegeben worden, erklärte Lothar Hardt. Gleichzeitig wurden alle Betonflächen entfernt, so dass sofort mit dem Straßenbau begonnen werden könne. Leitungen für Wasser und Abwasser seien schon verlegt worden. Lothar Hardt versicherte, dass bis Jahresende nicht nur Straßen entstehen, sondern auch Hoch- und Tiefbau vorangehen. „Es gibt niemanden, der es schneller machen will als wir selbst. Die Baupreise laufen uns weg. Ich glaube, dass vielen nicht klar ist, was es bedeutet, eine solche Fläche zu beplanen“, so Lothar Hardt.

Kein Votum abgegeben

Abgesehen von den Straßen diskutierte der Ortsbeirat auch über den Spielplatz, der erst in vier Jahren stehen soll. Lothar Hardt befürchtet vorher Schäden durch Vandalismus oder die gleichzeitig laufenden Bauarbeiten. Gleiches gelte für die Parkanlagen. „Das könnte nicht gut gehen“, stimmte Heiko Hüller (CDU/FDP/UBS) zu. Andere kritisierten die lange Zeitspanne.

Letztlich einigte sich der Ortsbeirat einstimmig darauf, kein Votum abzugeben und den Beschluss an den Fachausschuss weiterzugeben. Bis dessen nächster Sitzung soll ein Papier vorliegen, auf dem genau begründet wird, warum der Vertrag wie geändert werden soll.

Mieten sollen stabil bleiben

Im Sommer 2017 hatte Lothar Hardt seinen Partner Hans Wolfgang Pausch vorgestellt, der die eigens für das Projekt gegründete Firma „Caputh Mitte Blütenviertel“ vertritt.

Dabei präsentierte der Investor auch die aktuellsten Pläne. Das Viertel soll aus Wohn- und Geschäftshäusern, einem Seniorenquartier, einer Reihenhaussiedlung und Mehrfamilienhäusern bestehen. Die Mieten sollen im sozialverträglichen Rahmen liegen und stabil bleiben. Dafür wurde unter anderem ein aufwendiges Energiekonzept erarbeitet.

Von Luise Fröhlich

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