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Potsdam-Mittelmark Veterinäramt schließt die „Tierklappe“
Lokales Potsdam-Mittelmark Veterinäramt schließt die „Tierklappe“
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17:23 13.07.2018
Gerade in der Urlaubszeit werden Hunde, Katzen und Nager oft ausgesetzt. Quelle: dpa
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Mittelmark

Das Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark hat die erste „Tierklappe“ in der Region im Wiesenburger Gemeindeteil Steindorf geschlossen. Die Gründer des Tierschutzvereins Samtschnuten wollten mit dieser Idee ausgesetzten Tieren die leidvolle Erfahrung ersparen, in fremder Umgebung angebunden zu werden. Ende Juni wurde die Tierklappe auf dem Hof eröffnet und in den letzten zwei Woche auch rege genutzt. Aber das ist aus Sicht der Behörde nicht gestattet: „Das Betreiben eines Tierklappe, in der jedermann, der sich in einer Notlage mit der Betreuung seines Tieres befindet oder aber einfach nur sich bequem anonym seiner Verantwortung für sein Haustier entziehen will, ist seitens des Veterinäramtes nicht erlaubnisfähig“, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Es bestehe die Gefahr, dass hochgradig infizierte oder gefährliche Tiere in die Boxen kommen. Daher müsse die Tierklappe ab sofort geschlossen bleiben.

Klappe wurde angenommen

Besonders zur Urlaubszeit ist das Aussetzen von Hunden, Katzen und Nagetieren trotz des Verbots ein zunehmendes Problem in ganz Deutschland. Leider gebe es auch in Potsdam-Mittelmark Beispiele dafür, dass Hunde nur noch den davonfahrenden Rücklichtern ihres Herrchens oder Frauchens hinterher sehen mussten, teilte der Landkreis mit. In einer kalten Januarnacht sei ein Hund gestorben, der am Fahrradständer eines Supermarktes angebunden war. Genau solche Szenarien wollten die Steindorfer Tierfreunde verhindern: „Wir wollen Menschen, die ihr Tier nicht mehr halten können oder wollen, davon abbringen, es irgendwo auszusetzen“, schrieben sie auf ihrer Facebook-Seite. Die Idee stieß auf offene Ohren: Helfer spendeten Tierboxen, eine Funkklingel, Futter und das Geld für die Tierarztkosten des ersten Hundes, der in der Tierklappe gefunden wird. Schon wenige Tage nach der Eröffnung der Klappe entdeckten die Gründer einen kleinen Hund in der Box. Vorige Woche kamen weitere Tiere an.

Neue Ideen sind gefragt

Und dann der Rückschlag: „Wir müssen die Tierklappe in dieser Form schließen“, darüber informierte der Verein am Donnerstag via Facebook. Die Tierliebhaber wollen nun weiter überlegen, wie man das Aussetzen der Tiere reduzieren könnte.

Info: Mehrere Tierschutzvereine betreiben Tierheime oder Pflegestellen. Tierbesitzer, die ihre Tiere nicht mehr selbst versorgen können, sollten sich an das Veterinäramt wenden: 03381/53 32 71 oder fb3@potsdam-mittelmark.de

Von MAZonline

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