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Potsdam-Mittelmark Viel Geld für Gemeinschaftshäuser eingeplant
Lokales Potsdam-Mittelmark Viel Geld für Gemeinschaftshäuser eingeplant
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17:36 08.03.2018
Auch der Spielplatz des Kindergartens „Storchennest“ in Cammer ist im Haushaltsplan mit Investitionen bedacht. Quelle: Andreas Koska
Damelang

Die Gemeinde Planebruch möchte dieses Jahr besonders viel in den Ausbau einiger Gemeinschaftshäusern investieren. Das geht aus dem Haushaltsplan hervor. Er ist in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter in Damelang beschlossen worden.

Das von der Kämmerin Melitta Boese angebotene Vorabgespräch zum Haushalt der Gemeinde stieß auf ein positives Echo. „Das sollten wir auch im kommenden Jahr machen“, betonte die Abgeordnete Steffi Tietz. Alle Gemeindevertreter hätten die Systematik so viel besser verstanden.

Letztes Wort hat die Kommunalaufsicht

Tatsächlich ist die Haushaltsplanung für die vier Dörfer der Gemeinde Planebruch nicht ganz einfach. Denn sie ist verschuldet und arbeitet seit vielen Jahren mit einem Haushaltssicherungskonzept (HSK). Deshalb muss der Haushalt von der Kommunalaufsicht genehmigt werden und müssen die freiwilligen Ausgaben stark begrenzt werden. Die Verwaltung rechnet noch bis zum Jahr 2020 mit einem Minus und der Fortschreibung des HSK.

Melitta Boese ist in der Amtsverwaltung Brück die Leiterin Ressort Finanzen Quelle: MAZ-Archiv

Im laufenden Jahr fehlen laut Planung 210 000 Euro zu einem ausgeglichenen Etat. Insgesamt rechnet man mit 1,43 Millionen Euro an Erträgen und 1,64 Millionen Euro Aufwendungen. Ähnlich sieht es im Finanzhaushalt aus, hier stehen 1,43 Millionen Euro Einzahlungen 1,74 Millionen Euro Auszahlungen gegenüber.

Trotzdem muss die Gemeinde einiges in diesem Jahr stemmen. Allerdings wird das Manko in diesem Jahr aus der Rücklage beglichen werden können.

Ob diese Planung sich so eintritt, bleibt abzuwarten, da auch das jetzt vorliegende Ergebnis für das Jahr 2016 um 280.000 Euro besser war als prognostiziert. „Wir haushalten sparsam und mit Bedacht“, betonte Bürgermeister Ulf Dingelstaedt in einem MAZ-Gespräch. An der Ratssitzung konnte er aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen.

Höhere Steuereinnahmen

Immerhin kann die Gemeinde trotz leicht sinkender Einwohnerzahlen, Ende 2016 waren hier 1023 Bürger gemeldet, mit höheren Steuereinnahmen rechnen. Neben der Einkommenssteuer mit 280 000 Euro werden auch aus der Gewerbesteuer 20 000 Euro erwartet.

Die Investitionen konzentrieren sich vor allem auf die Gemeindehäuser. Für die dringen notwendige Sanierung des Gemeindehauses in Cammer wurden die Planungsleistungen an das Büro von Michaela Rast in Golzow vergeben. Die Gesamtkosten der Arbeiten werden dort bei rund 410 000 Euro liegen.

Antrag bei der Lokalen Aktions-Gruppe

Auch die Gemeindescheune in Oberjünne soll hergerichtet werden. Dazu wurde bei der Lokale Aktionsgruppe ein Antrag auf Leader-Förderung gestellt. Dort wird mit Baukosten von 250 000 Euro gerechnet.

Investieren will man zudem in Spielgeräte. Der Aufbau einer Kletterkombination in Damelang für rund 18 000 Euro ist vorgesehen. Im kommenden Jahr soll dann eine Seilbahn in Freienthal aufgebaut werden. Bereits jetzt erhält die Kita „Storchennest“ ein neues Trampolin sowie Möbel für den Spielplatz.

Geld für ein Bushäuschen

Falls es eine Förderung gibt, werden mit Geld aus dem Haushalt in den Ortsteilen Freienthal, Damelang und Cammer zudem Buswartehäuschen aufgestellt. Notwendig wurde dies durch das veränderte Schulanwahlverhalten der Eltern.

Die meisten Schüler der ersten und zweiten Klasse aus den drei Dörfer besuchen inzwischen die Golzower Grundschule. Da wo früher nur Schüler ausstiegen, warten die Kleinsten jetzt bei Wind und Wetter ungeschützt auf den Bus. Rund 45 000 Euro sind vorgesehen, um dies zu ändern.

Erschließung der weiteren Flächen im Wohngebiet

Auch will man die Gehwege in der Hauptstraße und in der Lehniner Straße in Cammer sowie die Straßenbeleuchtung in Damelang angehen. Aufgrund der regen Bautätigkeit im B-Plan-Gebiet von Cammer muss die Gemeinde jetzt eine Erschließung der weiteren Flächen im Wohngebiet vornehmen und eine Straße bauen. Allein für die Planung sind 20 000 Euro vorgesehen.

Das Zahlenwerk wurde bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung einstimmig gebilligt. Gültig wird es jedoch erst nach Zustimmung der Kommunalaufsicht.

Von Andreas Koska

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