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Potsdam-Mittelmark Viel mehr als verwackelte Bilder
Lokales Potsdam-Mittelmark Viel mehr als verwackelte Bilder
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13:35 28.05.2017
Andrea Grote war ein Jahr lang unterwegs in Werder auf der Suche nach einzigartigen Motiven. Quelle: Edith Mende
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Werder

„Geschichtete Zeit“ nennt Andrea Juliette Grote ihre Arbeiten, die sie seit Sonnabend in der Turmgalerie auf der Bismarckhöhe von Werder ausstellt. Es sind sowohl Fotografien als auch Zeichnungen und geritzte Pergamentblätter unterschiedlicher Stärke, die ihren Effekt daraus beziehen, dass sie übereinandergelegt wurden. Allen gemeinsam ist, dass die Künstlerin ihre Motive dafür in Werder fand. In der Landschaft am Wasser, in stillen Gassen auf der Insel.

Ein Jahr lang kam sie dafür regelmäßig aus Kleinmachnow in die Havelstadt, ging häufig die gleichen Wege. Die Jahreszeiten und das Licht wechselten. Auch ihre Fotografien haben diesen Schichteffekt. Mit analogen Kameras und kurzen Belichtungszeiten machte sie vier oder mehr Aufnahmen in einer Minute. Die überlagern sich auf einem Negativ und fangen so die Bewegung, die Stimmung des Moments ein. Mal hatte die Kamera einen festen Platz auf dem Stativ, mal fotografierte Andrea Grote aus der Hand. So erscheinen Zweige einer Trauerweide als sommerliche oder winterliche Vorhänge am Ufer. Erst auf den zweiten Blick findet man auf einem Straßenbild das hingehauchte Abbild von Menschen.

„One minute contemplation“ ist der Titel dieser 42. Ausstellung der Turmgalerie, die am Wochenende mit einer Vernissage eröffnet wurde. Es ist auf der Bismarckhöhe zugleich die zweite Schau in diesem Jahr, die dem Stadtjubiläum von Werder gewidmet ist.

Kontemplation, das heißt Betrachtung, Nachdenken. Noch bis zum 16. Juli können sich Besucher auf diese Weise dem Ort Werder annähern, Vertrautes finden, wie sie es zuvor noch nie gesehen haben.

Info: Geöffnet ist die Galerie des Aussichts- und Museumsturms auf der Bismarckhöhe am 5., 6., 18. und 25. Juni sowie am 2. und 16. Juli, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Von Edith Mende

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