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Vielstimmiger Gesang im Wiesenburger Schloss

Traditionelles Chortreffen Vielstimmiger Gesang im Wiesenburger Schloss

Acht Gesangsensembles, das heimische Jugendblasorchester und die Jagdhornbläser sorgten beim traditionellen Chortreffen für ein abwechslungsreiches Programm auf dem Wiesenburger Schlosshof. Dort war das Publikum mehr als sonst mit einbezogen worden. Doch lauschte es besonders aufmerksam beim Auftritt der Sänger und Sängerinnen aus Bad Belzig.

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Der Gemischte Chor Bad Belzig schickte bunte Ballons gen Himmel

Quelle: René Gaffron

Wiesenburg. Luftballons statt Textmappen hatten die Mitglieder des gemischten Chores Bad Belzig in den Händen, als sie am Sonntag Nachmittag das Podium auf dem Hof von Schloss Wiesenburg betraten. Als ihr drittes und letztes Lied gesungen war, stiegen die bunten Souvenirs zum Himmel hinauf. Die Sängerinnen aus Bad Belzig hatten für einen emotionalen Höhepunkt des Wiesenburger Chortreffens gesorgt.

Denn Katrin Reinke hatte drei Titel aus dem Kinofilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ als besonderen Beitrag für die Traditionsveranstaltung ausgewählt. In dem Streifen wird die Geschichte des Lehrers Clement Mathieu erzählt. Jenem gelingt es in einem Internat, die Herzen der eigentlich schwer erziehbaren und deshalb abgestempelten Jugendlichen mit Musik zu erobern. So berührend wie die Geschichte war augenscheinlich die Interpretation der Lieder „Sieh auf Deinem Weg“, „Sanft weht ein Hauch“ und „Papierflieger“, wofür es viel Applaus und sogar Jubel unter den knapp 500 Anwesenden gab.

Zum 26. Mal hat der Tourismusverein „Hoher Fläming“ das Chortreffen veranstaltet – ausnahmsweise erst nach Pfingsten. „Am Wochenende davor vor war Muttertag und Blumenmarkt“, erklärte Hansjoachim Fröhlich die Terminverschiebung. „Stellen Sie sich vor, es wäre auch noch Chortreffen gewesen. Dann wären alle beim Gesang auf dem Schlosshof gewesen und die Händler hätten kein Geschäft machen können“, sagte der Moderator mit einem Augenzwinkern.

Ehre, wem Ehre gebührt

Die Chorgemeinschaft Wiesenburg/Mark blickt auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. Vor dem Hintergrund ist Hansjoachim Fröhlich geehrt worden, der seit Gründung dabei ist.

Seit 25 Jahren ist Katrin Reinke die Leiterin des Gemischten Chores Bad Belzig. Doppelt solange singt dort schon Erni Frank mit. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Erika Leppek und Detlef Nörenberg geehrt.

Wie fast immer waren die Gastgeber mit Petrus im Bunde und das historische Gemäuer bietet ebenfalls einen würdigen Rahmen für die insgesamt acht Ensembles: Frauenchor und Männergesangsverein „Liedertafel“ Wusterwitz, Gemischter Chor Luko, Friedrich-Schneider-Chor Dessau, Musik- und Gesangsverein „Harmonie 1894“ und Shantychor aus Brandenburg an der Havel, Gemischter Chor Bad Belzig sowie die Chorgemeinschaft Wiesenburg/Mark, die – in Abstimmung mit dem musikalischen Leiter Friedrich Giese aus Dessau – vor allem Frühlings- und Heimatlieder im Gepäck hatten. Nach der Pause im Vorjahr war diesmal wieder das Jugendblasorchester unter Leitung von Horst Bendyk mit von der Partie und die Jagdhornbläser um Steffen Schüler gaben vom Turm aus das Signal für den Auftakt des mehr als zweistündigen Programms.

In dem war das Publikum diesmal mehr denn je gefordert. Bei gleich drei Liedern war es zum Mitsingen aufgefordert. „Heut’ ist ein wunderschöner Tag“ und „Wenn alle Brünnlein fließen“, sind wohl bekannt gewesen. Bei „Seht wie schön der Fläming ist“ handelt es sich um eine Dichtung von Hans-Jürgen Wieland, die auf die Melodie von „Horch’ was kommt von draußen rein“ passt.

Die Anregung, die Leute mit einzubeziehen kam von Waltraud Kegler aus Luko, berichtet der Hobby-Lyriker. Den Text habe er in weniger zusammen gereimt, sagt der Senior. Selbst darf er nicht mehr singen. Der Arzt hat ihm geraten, die Stimmbänder zu schonen. Also engagiert sich Hans-Jürgen Wieland bei der Organisation und pflegt ander Talente. Immerhin ist der Beitrag aus tiefstem Herzen entstanden. Vor acht Jahren der Liebe wegen nach Wiesenburg gezogen, sagt der geborene Potsdamer: „Hier fühle ich mich pudelwohl. Hier will ich nicht mehr weg.“

Zum Finale stimmten ohnehin wieder alle Teilnehmer und Gäste ein, wie es dem 69-Jährigen gefällt. Die märkische Hymne – „Steige hoch du roter Adler“ bildet seit jeher den Abschluss des Spektakels.

Von René Gaffron

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